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Die kleinen Freuden des Lebens

2. Okt. 2010 · 3.270 mal gelesen | 1 Kommentar »

Im Laden hat heute eine Rentnerin Experimente mit Gravitation gemacht. Sie wollte ergründen, was passiert, wenn eine Dreierpackung Piccolo-Sekt mit Schraubverschluss auf denselben fällt.

Das Ergebnis – ungefähr dasselbe wie in diesem Video:

Naja, die Regal-Böden bis in 1,70 m Höhe mussten eh mal wieder geputzt werden…

Strange kind of humor

18. Sep. 2010 · 2.196 mal gelesen | Kommentar schreiben »

Was soll ich (mit einem Kampfgewicht von 85 kg eher kräftig gebaut) antworten, wenn eine Kundin (Rentnerin, ganztägig leicht angetrunken) zu mir sagt:

„Vielen Dank. Sie sind halt mein Hasilein !“

Manchmal fehlen mir einfach die Worte.
Strange kind of humor…

Alles Käse (2)

8. Jun. 2010 · 2.028 mal gelesen | Kommentar schreiben »

Vor etwa einem Jahr habe ich unter dem Stichwort „Alles Käse“ die Vermutung aufgestellt:

„Die Verwirrung der Leute im Laden ist proportional zu den herrschenden Außentemperaturen.“

Kaum ist in den letzten Tagen das Thermometer wieder in Richtung ‚Sommer‘ gerückt, habe ich wieder einen neuen Beleg für diese Vermutung. (Erschreckend ist für mich, dass beide Handelnden tatsächlich wieder dieselben waren – wirklich!)

Nicht ganz Käse-fachmännische Verkäuferin: „Wie viel möchten sie denn von dem Gouda?“
Kunde: „Ach, 4 Scheiben“
Nicht ganz Käse-fachmännische Verkäuferin: „Geschnitten oder am Stück?“

Ähm… ???

Hey du, Wettermann…

2. Feb. 2010 · 2.907 mal gelesen | 3 Kommentare »

Hey du, Wettermann,

ich wollte dir nur schnell sagen, dass ich den Schnee von gestern Nachmittag und heute Nacht jetzt weggeräumt habe. Du kannst wieder neuen schicken…

Ach – und was ich noch sagen wollte: wenn du meinst, dass du mich mürbe machen kannst, musst du schon mehr auffahren als die ganzen letzten 6 Wochen. Da reicht heute so eine lächerliche 1-Meter-Schneewehe nicht aus. Was sind schon 200 m im Rückwärtsgang durch den Tiefschnee, durch den man grad schon vorwärts fast nicht durch gekommen ist?! Und auch die vier Getränkepaletten hab ich durch den Schnee gezogen bekommen. Also wie gesagt: wenn du mich mürbe machen willst, musst du dir schon mehr einfallen lassen.

Aber bitte warte noch einen Moment! Ich möchte jetzt erst mal gemütlich meinen Tee trinken und 2 Doppelkekse dazu essen.

Ach, ein kleiner Tipp noch: Womit du mich vielleicht unterkriegen könntest: wenn du mir noch mehr Leute schickst, die mich beim Schneeschippen mit klugen Sprüchen und Ratschlägen „unterhalten“. Vorzugsweise solche, die sich mit Zigarette im Mund mir in den Weg stellen und mir etwas drüber vorjammern, wie schlimm Schneeschippen ist.

Brückentag

2. Jan. 2010 · 1.907 mal gelesen | Kommentar schreiben »

Ich habe es geahnt.
Genau genommen: ich habe es gewusst.

Schon im Juni habe ich geschrieben: „Der nächste “Brückentag” ist erst am 2. Januar 2010.“

Und -wie erwartet- war es auch heute genau so wie ich es damals beschrieben habe. Abgesehen vielleicht von den Erdbeeren…

Aber naja. Brückentage gehören nun mal dazu. Es gilt trotzdem: Der Kunde ist König.

Dankeschön übrigens an alle positiven Überaschungen…

Frage des Tages (3)

10. Dez. 2009 · 1.886 mal gelesen | Kommentar schreiben »

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Die Frage des Tages hat heute kein Kunde sondern ich selbst mir gestellt. Wie ich so vor dem Bier-Regal gestanden bin, ist mir plötzlich die Frage gekommen:

Wenn jemand so richtig viel von diesem Getränk trinkt – also eigentlich ZU viel. Was passiert mit dem?

Ich frag mich halt: cola-biert der dann!

Wir lieben Lebensmittel

28. Jul. 2009 · 1.992 mal gelesen | Kommentar schreiben »

Soll keiner denken, Werbung sei immer wirklichkeitsfern. Manche überzeichnete Figur aus manchem Werbespot ist realer als man es sich vorstellen kann.

Jeder wird den Edeka-Werbespot kennen mit dem Kunden, der Schwierigkeiten hat, Zucchini und Gurke auseinander zu halten. Und jeder wird sich schon einmal gedacht haben: „So doof kann man doch garnicht sein.“

Themawechsel – gaaanz was anderes:

Gestern war eine Kundin im Laden, Typ „Notorische Nörglerin“. Sie findet immer etwas, was grad nicht da ist. Und irgendetwas passt ihr immer nicht. Mal sind die Bananen zu grün, mal sind sie zu gelb. Mal sind die Brötchen zu hell, mal zu dunkel.

Gestern stand sie mit einer Petersilienwurzel in der Hand da und hat mit entrüsteter Stimme gefragt:

„Haben sie eigentlich auch frischeren Rettich da? Der hier ist schon ganz weich!“

Manchmal bin ich selbst überrascht über meine Körperbeherrschung. Wer hätte in dem Moment nicht lauthals loslachen müssen? Ich konnte es mir tatsächlich verkneifen bis ins Kühllager…

Alles Käse

2. Jul. 2009 · 2.351 mal gelesen | 1 Kommentar »

Meine Vermutung:
Die Verwirrung der Leute im Laden ist proportional zu den herrschenden Außentemperaturen.

Beleg:
Kunde: „Kann man den Mai-Gouda wohl noch essen? Immerhin ist ja schon Juli.“
Nicht ganz Käse-fachmännische Verkäuferin: „Wissen sie, das heiß nur, dass der Gouda von der neuen Ernte ist.“

Ich konnte mir weder das Lachen verkneifen, noch mir vorstellen, wie wohl Käse geerntet wird. Ob der wohl auf Bäumen oder Sträuchern wächst, auf dem Boden wie Melonen oder gar unterirdisch?
Vielleicht wollte sie ja auch tatsächlich sagen, dass der Mai-Gouda von der Milch gemacht wird, die im Mai gemolken wird, wenn die Kühe erstmals wieder Frischfutter bekommen. Vielleicht hat sie sich nur sehr unglücklich ausgedrückt.

Naja, so lange nicht wieder eine Kundin fragt, ob man den Montagnolo auch am Dienstag essen kann, kann es ruhig noch heißer werden.

Der Kunde ist König

12. Jun. 2009 · 6.154 mal gelesen | 6 Kommentare »

Vorbemerkung: Fronleichnam ist in Baden-Württemberg Feiertag, der gestrige Tag war also für große Teile der Bevölkerung frei.

Ich hasse „Brückentage“ !

Genau genommen ist es nach jedem Feiertag das selbe: die Kundschaft konnte einen Tag lang nicht aus der Familienidylle zur Arbeit flüchten, weil ja frei war. Den Brückentag hat man natürlich auch noch ausgenutzt, damit man länger frei hat, übersieht dabei aber, dass man ja dann noch einen Tag länger der Familie nicht aus dem Weg gehen kann. Entsprechend gereizt taucht die Kundschaft beim Lebensmittelhändler auf. (Ich habe mir übrigens von Insidern versichern lassen, dass es auf der Bank fast genauso ist.)

An solchen Brückentagen haben wir im Laden nicht nur damit zu kämpfen, dass in der Woche ein Tag fehlt, es aber gleich viel Arbeit bleibt, sondern wir haben es auch noch (verständlicherweise) mit überdurchschnittlich vielen gereizten, genervten, unfreundlichen… Kunden zu tun.

Natürlich heißt es auch an einem solchen Tag „der Kunde ist König“. Egal mit welcher Stinkstiefeligkeit er dir den Tag versauen will, er/sie wird trotzdem freundlich und zuvorkommend behandelt. Auch wenn sie einen Aufstand macht, weil sie in 4 Schalen Erdbeeren, die sie gekauft hat, tatsächlich 5 Erdbeeren mit einer Druckstelle gefunden hat. Auch wenn seine Familie nun einen grausamen Hungertod sterben muss, weil in unserer Sammlung von mehr als 50 verschiedenen Fix-Produkten dasjenige fehlt, das er heute braucht. Auch wenn die Welt untergeht, weil sie nicht als erste bedient wird, obwohl sie zuerst da war und nur mal schnell etwas holen musste. Auch in all diesen Fällen, die natürlich nur ein seeehr kleiner Ausschnitt aus dem brückentäglichen normalen Wahnsinn sind, auch in all diesen Fällen muss man sich zurück halten und darf keinem von ihnen eine Nachhilfe-Lektion in Englisch geben wie in diesem Video:

Billy Connolly – Fuck off

Ihr könnt euch sicher vorstellen, wie ich mich freue, dass der nächste Feiertag, der 3. Oktober, auf einen Samstag fällt. Allerheiligen ist an einem Sonntag und auch Weihnachten liegt optimal. Der nächste „Brückentag“ ist erst am 2. Januar 2010.

[Video via Atomtigerblog]

Ganz was scharfes

5. Mai. 2009 · 1.445 mal gelesen | Kommentar schreiben »

Im Laden habe ich eigentlich nur ein Werkzeug, das ich wirklich täglich brauche: mein Messer.

Die Waren, die wir bekommen, sind alle mehr oder weniger gut verpackt. Sie sind eingeschweißt in Folie, zusammen gebunden mit irgendwelchen Bändern oder eingepackt in Kartons. Vieles wird geliefert, was man ohne Hilfsmittel nicht aus seiner Verpackung befreien könnte. Deshalb trage ich fast immer ein Messer bei mir.

Solche Messer habe ich auch noch nie selbst kaufen müssen. Sie gehören -neben Kugelschreibern- zu den beliebtesten Mitbringseln der diversen Handelsvertreter. Und so ein Messer als Werbegeschenk ist mir auch um ein Vielfaches lieber als irgendwelcher nutzloser Ramsch.

Ich befreie also allerlei Waren mit einem Messer aus ihren Verpackungen. Was aber, wenn ein Messer so verpackt ist, dass man es ohne Messer nicht heraus bekommt?

messer

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