Archiv für "Mathe"

Pages: 1 2 3 4 >>>

Zur besseren Übersicht

29. Sep. 2009 · 2.361 mal gelesen | 1 Kommentar »

Mathematik und vor allem Statistik kann furchtbar öde sein. Manchmal ist es einfach extrem langweilig, nur Zahlen aufzulisten.

Um diese Langeweile zu vermeiden und das Ergebnis übersichtlich zu gestalten, kann man die trockenen Zahlen auch aufarbeiten und als hübsches buntes Schaubild darstellen. Die aktuelle Computerbild (21/09) zeigt an einem praktischen Beispiel, wie man dadurch vermeintlich langweilige Zahlen kreativ und kurzweilig darstellen kann:

Schaubild

Ich hatte jedenfalls meinen Spaß beim Anschauen der Statistik…

Mathe für Anfänger (11)

1. Aug. 2009 · 3.245 mal gelesen | 5 Kommentare »

Und auch heute wieder ein weiterer Teil aus der Reihe “Mathe für Anfänger“.

Heute: “Addition positiver und negativer Zahlen”.

Ist das Ergebnis der Addition einer positiven Zahl mit einer anderen Zahl kleiner als die erste Zahl, so muss der zweite Summand negativ gewesen sein.

Kurz: ist A + B < A folgt daraus zwangsläufig B < 0

ArtikelgewichtBei Amazon.de gibt es anscheinend inzwischen auch die Möglichkeit, Kleinteile per Helium-Ballon zu verschicken.

Oder wie könnte man sonst erklären, dass ein Artikel alleine 454 g wiegt, mit Verpackung aber nur noch 100 g ?

Mathe für Anfänger (10)

19. Jul. 2009 · 3.209 mal gelesen | 6 Kommentare »

Mathe ist ganz einfach – vor allem Prozentrechnung:

Wenn auf einer Flasche Ariel steht: ‚+10% mehr Inhalt‘, dann heißt das, dass man erst mal den Grundwert um 10% gesenkt hat, um ihn dann wieder um 11,1% zu erhöhen, wobei dann wieder der ursprüngliche Grundwert heraus kommt. Auf der Flasche steht dann aber nicht ‚11,1% mehr‘, sondern nur ’10 % mehr‘, sicher mit der Begründung, dass ja eh beides nicht stimmt, weil der Inhalt statt 1,5 L nur noch 1,4 L beträgt, was wiederum einer Verringerung um 6,67 % entspricht.

Man sieht: Mathe ist ganz einfach – vor allem Prozentrechnung.

Zum besseren Verständnis und zur Wiederholung dieser Lektion, das Ganze noch einmal mit einem praktischen Beispiel in Bildern:

[gefunden bei Duerrbi.de, via]

Bildung für alle

18. Jun. 2009 · 2.935 mal gelesen | 5 Kommentare »

Unter meinen Nachhilfeschülern gibt es einige, die sind top motiviert und wollen etwas lernen bzw. zeigen den Willen ihre Noten zu verbessern. Andere haben überhaupt keine Lust. Man merkt das meistens schon daran, dass den ersten Kontakt die Eltern machen.
„Mein Sohn braucht Nachhilfe“ zeigt eine ganz andere Motivation als „Ich möchte Nachhilfe“.

Ich habe da z.B. einen Kandidaten, 10. Klasse Gymnasium, der bisher keinerlei Anzeichen dafür zeigt, dass ihm Mathe irgendwie wichtig sein könnte. In der Schule tut er gerade mal das Nötigste (eher weniger) und auf die Idee selbständig etwas zu üben, ist er noch nie gekommen. Sein Vater ist derjenige, der möchte, dass er Nachhilfe bekommt. Der Junior sieht das weniger als Hilfe, eher als eine Art Bestrafung.

Gestern hat er mir vor seiner Nachhilfestunde ganz stolz erzählt, dass er am Morgen nicht in die Schule musste, weil er auf einer Demonstration war. Damit ich auch Bescheid weiß, um was es ging, ist er durch das Zimmer marschiert und hat skandiert:
„Bildung für alle und zwar umsonst!“

Ich bin froh, dass ich in solchen Situationen ein Typ mit eher überdurchschnittlicher Selbstbeherrschung bin, sonst hätte ich mich vielleicht nicht zurückhalten können und hätte ihm erklärt:

„Seit zehn Jahren wird dir Bildung angeboten – und zwar umsonst! Und wenn du nicht so unglaublich faul wärst, sondern deinen Hintern ein klein wenig hoch bekommen würdest, bräuchtest du jetzt keine Nachhilfe – und die ist ganz sicher nicht umsonst!“

Nee, ich habe nichts gesagt, sondern mich nur still schmunzelnd daran erinnert, was ich (via Lonesomewalker) in der Titanic über den Bildungsstreik gelesen habe:

„Dieser Bildungsstreik läuft bereits im zehnten Jahr! Zu den prominentesten Gründungsmitgliedern zählen Reinhold Beckmann, Sonya Kraus, Mario Barth, Axel Schulz…“

Mathe für Anfänger (9)

8. Jun. 2009 · 1.978 mal gelesen | 2 Kommentare »

Der Tag nach irgendwelchen Wahlen ist immer prädestiniert für einen weiteren Teil aus der Reihe “Mathe für Anfänger“.

Heute: “Prozentrechnung – Grundwert/Prozentwert”.

2009 ist ein sogenanntes ‚Superwahljahr‘. Ich würde es als ‚Superschreikrampfjahr‘ für all jene bezeichnen, die ihren Lebensunterhalt damit verdienen, anderen die Prozentrechnung richtig beizubringen.

Nach jedem Wahlsonntag haben die Politikerreden mit Schreikrampfpotential Hochkonjunktur. Zur Verdeutlichung ein zufällig ausgewähltes Beispiel unter vielen:

CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla sprach am Abend von einem Vertrauensbeweis für die Union […]. Die Union habe gegenüber der Bundestagswahl 2005 zugelegt, rechnete er vor.

(Spiegel.de)

Profalla rechnet vor – Pumi rechnet nach:

Bundestagswahl 2005:
CDU/CSU 35,2% der abgegebenen Stimmen, Wahlbeteiligung 77,7%

Europaparlamentswahl 2009:
CDU/CSU 37,9% der abgegebenen Stimmen, Wahlbeteiligung 42,5%

Wenn man diese Zahlen überhaupt vergleichen will/kann, dann nur auf der Ebene von „Wie viele der Wahlberechtigten haben CDU/CSU gewählt?“

Dazu multipliziert man die zugehörigen Prozentfaktoren (35,2% = 35,2/100 = 0,352) miteinander:

2005: 35,2% von 77,7% = 0,352 * 0,777 = 0,2735= 27,4%

2009: 37,9% von 42,5% = 0,379 * 0,425 = 0,161= 16,1%

Haben also 2005 noch 27,4% der Wahlberechtigten CDU/CSU gewählt, waren es 2009 gerade einmal 16,1%.

Schlussbemerkung: solche Apfel-Birnen-Vergleiche hört man natürlich nicht nur bei Herrn Profalla. Nein, sie sind (wo es gerade passt) allgegenwärtig bei Politikern aller Richtungen und in allen Medien.

Nachtrag: Falls irgendwer in diesem Beitrag eine politische Botschaft sucht – beabsichtigt war allerhöchstens diese:
Ich finde es erschreckend, in einer Demokratie zu leben, in der fast 3 von 5 Menschen ihr Recht zu wählen so scheißegal ist, dass sie nicht Wählen gehen.

Mathe für Anfänger (8)

27. Mai. 2009 · 1.967 mal gelesen | 3 Kommentare »

Und auch heute wieder ein weiterer Teil aus der Reihe “Mathe für Anfänger“.

Heute: “Multiplikation mit Zehnerpotenzen”.

stern1

Anscheinend hat man aber über das Wochenende Nachhilfe bekommen und bemerkt, dass bei so vielen Nullen doch etwas schief gelaufen sein könnte. Der Artikel hat jetzt einen Fehler weniger und sieht so aus:

stern2

Man hat sich bemüht…

[via]

Nachtrag: bei Spiegel Online hat man auch Probleme mit Nullen oder falschen Stellen:

„Der erste Transfer aus der Bundesliga, für den eine zweistellige Summe überwiesen wurde, war der von Jörg Heinrich, der 1998 für 12,5 Millionen Euro vom BVB nach Florenz transferiert wurde.“

Ein Auge zugedrückt

21. Mai. 2009 · 1.956 mal gelesen | 1 Kommentar »

Eine Nachhilfe-Schülerin hat gestern eine Klassenarbeit zurück bekommen. Wir haben sie gemeinsam durchgeschaut. In Aufgabe 4 hat sie eine Gleichung gelöst:

[…]
0 = 1 – x   | + x
x = – x       | : (- x)
x = 1

Bevor mich jemand danach fragt: Nein, ich habe ihr das nicht so beigebracht.

Die Lehrerin hat sich vermutlich nur die Lösung angeschaut, einen Haken dran gemacht und einen Punkt dafür gegeben.

Natürlich sind wir die Aufgabe nochmal durchgegangen, und ich hab die Schülerin gefragt: „Was hast du denn da gemacht? Also den Punkt hast du ja wohl geschenkt bekommen.“

Ihre Antwort darauf war interessant. (Und bevor mich jemand danach fragt: Nein, ich habe ihr auch den Umgang mit Redewendungen nicht so beigebracht.)

Die Schülerin hat geantwortet:
Da hat sie mir wohl ein Auge zugedrückt

Auge zugedrückt

Nachhilfe nötig

30. Apr. 2009 · 1.928 mal gelesen | 2 Kommentare »

In der Online-Ausgabe der Frankfurter Rundschau ‚FR-Online‘ habe ich gestern einen Artikel gefunden, der sich mit Nachhilfe im Allgemeinen und mit Mathe-Nachhilfe im Besonderen beschäftigt.

Wenn auch unfreiwillig zeigen der Artikel und die Studie, auf die er sich beruft, doch überdeutlich, dass Nachhilfe viel häufiger nötig wäre als man denkt:

Schlechte Noten gab es auch für die Mathematik-Lehrer: Während fast die Hälfte der Schüler ihren Lehrern attestiert, gut bis sehr gut erklären zu können, geben 31,5% der Schüler ihren Mathematiklehrer höchstens die Note vier für ihre Kompetenz, mathematische Inhalte erklären zu können.

Die Lehrer bekommen also angeblich ’schlechte Noten‘. Fast die Hälfte werden ‚gut‘ oder ’sehr gut‘ bewertet – das sollen schlechte Noten sein?

Den Leuten bei der FR ist das wohl aufgefallen. Sie lassen die guten und sehr guten Noten unter den Tisch fallen und geben diese Stelle gekürzt wieder:

Bei einer Umfrage zu den didaktischen Fähigkeiten ihrer Pädagogen hagelte es von Schülerseite laut Jäger schlechte Noten: „Ein Drittel bekam eine Vier oder eine schlechtere Note.“

Aber selbst das Drittel für Note vier und schlechter ist ein wesentlich besseres Ergebnis, als man bei einer Normalverteilung der Noten erwarten dürfte.

Auch das ist ein Inhalt des Mathematikunterrichts: „Wie interpretiert man man Statistiken und Umfragen?“
Gerade hier ist der Bedarf nach Nachhilfe sehr weit verbreitet…

Müde

1. Apr. 2009 · 3.110 mal gelesen | Kommentar schreiben »

The life of Pumi – aktueller Zwischenstand:

Fazit: Ich bin müde – so richtig müde:

Aber hey, der Frühling hat heute seinen ersten schüchternen Auftritt gehabt. Früher oder später werd ich nicht mehr heizen müssen. Früher oder später werd ich wieder Zeit für mein Fahrrad haben. Früher oder später heb ich wieder so richtig ab – wie in diesem Video:

PS: Das zweite Video hat die BBC im letzten Jahr pünktlich zum 1. April veröffentlicht. Mal schauen, wer in diesem Jahr den besten April-Fool-Scherz abliefert…

McMathe

29. Mrz. 2009 · 1.660 mal gelesen | Kommentar schreiben »

McMatheDie Nachricht des Wochenendes habe ich bei Pressetext.de gefunden.

Die Pommesbude mit dem großen M auf’m Dach möchte australischen Schülern Mathe-Nachhilfestunden erteilen. Die Online-Kurse, die sonst ca. 20 Euro kosten würden, sollen gratis angeboten werden. Die Schüler müssen nur immer wieder Werbeeinblendungen ertragen und bekommen beim Einloggen einen schönen Gruß vom Sponsor zu sehen.

So, und was sollen wir nun davon halten?

Zuerst habe ich nur den Kopf geschüttelt und mit dem Untergang der abendländischen Kultur gerechnet. Dann habe ich mir mich selbst vorgestellt, wie ich bei meinen eigenen Nachhilfestunden die eine oder andere Werbepause einbaue. Die Vorstellung fand ich auch recht absurd.

Aber ich denke, dass die Idee an sich garnicht zu verachten ist.

Warum soll man nicht Mathe mit etwas in Verbindung bringen, was für die Kids zweifellos positiv besetzt ist? Genau genommen macht mit dieser Aktion McDonalds Werbung für Mathe und nicht umgekehrt.
Warum sollte nicht ein solventer Sponsor den Schülern die Mathematik schmackhaft machen? Gut, das Wort ’schmackhaft‘ ist im Zusammenhang mit diesem Werbepartner vielleicht nicht ganz geschickt gewählt…

Warum soll man solches Bildungs-Sponsoring nur auf Online-Nachhilfestunden beschränken? Warum sucht man sich nicht Sponsoren, die den alltäglichen öffentlichen Schulunterricht unterstützen? Es muss ja nicht unbedingt ein Klingelton-Vertreiber den Musikunterricht sponsoren oder o.b. den Biologieunterricht. „Die Religionsstunde wird präsentiert von Durex“ wäre unpassend und die großen Bier-Abfüller als Unterstützer des Schulsports auch nicht ganz geeignet. Aber es ließen sich sicher auch passende Werbepartner finden.

Warum sollte die Werbung den Kindern in der Schule mehr schaden als die, die sie eh schon tagtäglich eingetrichtert bekommen? Mit Hilfe der Sponsoren könnte man vielleicht endlich den Schulen genügend Geld zur Verfügung stellen, damit vernünftig ausgebildete Pädagogen in Klassen mit vernünftiger Schülerzahl vernünftigen Unterricht machen können. Da wäre dann vielleicht sogar noch genügend Zeit, um den Schülern den vernünftigen Umgang mit den Medien und der Werbung beizubringen, was die meisten Eltern nicht mehr leisten können.

Warum dürfen Unternehmen im Sport Kinder- und Jugendmannschaften unterstützen, warum dürfen in sie Kinder- und Jugendzeitschriften werben, warum werden Kinder- und Jugendsendungen im Fernsehen von ihnen finanziert, aber in den Schulen soll Werbung verwerflich sein?

Ich denke, das ist zumindest nachdenkenswert.

Schon vor einiger Zeit hat übrigens auch Volker Pispers über das Thema nachgedacht – und ich muss sagen: „Er hat Recht!“ – Seht selbst:

Teil 1: www.youtube.com/watch?v=2UmAadpN-Po

Teil 2: www.youtube.com/watch?v=VhszHx2K0Ok

Pages: 1 2 3 4 >>>