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Alles Käse (2)

8. Jun. 2010 · 395 mal gelesen | Kommentar schreiben »

Vor etwa einem Jahr habe ich unter dem Stichwort “Alles Käse” die Vermutung aufgestellt:

“Die Verwirrung der Leute im Laden ist proportional zu den herrschenden Außentemperaturen.”

Kaum ist in den letzten Tagen das Thermometer wieder in Richtung ‘Sommer’ gerückt, habe ich wieder einen neuen Beleg für diese Vermutung. (Erschreckend ist für mich, dass beide Handelnden tatsächlich wieder dieselben waren – wirklich!)

Nicht ganz Käse-fachmännische Verkäuferin: “Wie viel möchten sie denn von dem Gouda?”
Kunde: “Ach, 4 Scheiben”
Nicht ganz Käse-fachmännische Verkäuferin: “Geschnitten oder am Stück?”

Ähm… ???

Hey du, Wettermann…

2. Feb. 2010 · 641 mal gelesen | 3 Kommentare »

Hey du, Wettermann,

ich wollte dir nur schnell sagen, dass ich den Schnee von gestern Nachmittag und heute Nacht jetzt weggeräumt habe. Du kannst wieder neuen schicken…

Ach – und was ich noch sagen wollte: wenn du meinst, dass du mich mürbe machen kannst, musst du schon mehr auffahren als die ganzen letzten 6 Wochen. Da reicht heute so eine lächerliche 1-Meter-Schneewehe nicht aus. Was sind schon 200 m im Rückwärtsgang durch den Tiefschnee, durch den man grad schon vorwärts fast nicht durch gekommen ist?! Und auch die vier Getränkepaletten hab ich durch den Schnee gezogen bekommen. Also wie gesagt: wenn du mich mürbe machen willst, musst du dir schon mehr einfallen lassen.

Aber bitte warte noch einen Moment! Ich möchte jetzt erst mal gemütlich meinen Tee trinken und 2 Doppelkekse dazu essen.

Ach, ein kleiner Tipp noch: Womit du mich vielleicht unterkriegen könntest: wenn du mir noch mehr Leute schickst, die mich beim Schneeschippen mit klugen Sprüchen und Ratschlägen “unterhalten”. Vorzugsweise solche, die sich mit Zigarette im Mund mir in den Weg stellen und mir etwas drüber vorjammern, wie schlimm Schneeschippen ist.

Brückentag

2. Jan. 2010 · 448 mal gelesen | Kommentar schreiben »

Ich habe es geahnt.
Genau genommen: ich habe es gewusst.

Schon im Juni habe ich geschrieben: “Der nächste “Brückentag” ist erst am 2. Januar 2010.”

Und -wie erwartet- war es auch heute genau so wie ich es damals beschrieben habe. Abgesehen vielleicht von den Erdbeeren…

Aber naja. Brückentage gehören nun mal dazu. Es gilt trotzdem: Der Kunde ist König.

Dankeschön übrigens an alle positiven Überaschungen…

Wir lieben Lebensmittel

28. Jul. 2009 · 536 mal gelesen | Kommentar schreiben »

Soll keiner denken, Werbung sei immer wirklichkeitsfern. Manche überzeichnete Figur aus manchem Werbespot ist realer als man es sich vorstellen kann.

Jeder wird den Edeka-Werbespot kennen mit dem Kunden, der Schwierigkeiten hat, Zucchini und Gurke auseinander zu halten. Und jeder wird sich schon einmal gedacht haben: “So doof kann man doch garnicht sein.”

Themawechsel – gaaanz was anderes:

Gestern war eine Kundin im Laden, Typ “Notorische Nörglerin”. Sie findet immer etwas, was grad nicht da ist. Und irgendetwas passt ihr immer nicht. Mal sind die Bananen zu grün, mal sind sie zu gelb. Mal sind die Brötchen zu hell, mal zu dunkel.

Gestern stand sie mit einer Petersilienwurzel in der Hand da und hat mit entrüsteter Stimme gefragt:

“Haben sie eigentlich auch frischeren Rettich da? Der hier ist schon ganz weich!”

Manchmal bin ich selbst überrascht über meine Körperbeherrschung. Wer hätte in dem Moment nicht lauthals loslachen müssen? Ich konnte es mir tatsächlich verkneifen bis ins Kühllager…

Alles Käse

2. Jul. 2009 · 502 mal gelesen | 1 Kommentar »

Meine Vermutung:
Die Verwirrung der Leute im Laden ist proportional zu den herrschenden Außentemperaturen.

Beleg:
Kunde: “Kann man den Mai-Gouda wohl noch essen? Immerhin ist ja schon Juli.”
Nicht ganz Käse-fachmännische Verkäuferin: “Wissen sie, das heiß nur, dass der Gouda von der neuen Ernte ist.”

Ich konnte mir weder das Lachen verkneifen, noch mir vorstellen, wie wohl Käse geerntet wird. Ob der wohl auf Bäumen oder Sträuchern wächst, auf dem Boden wie Melonen oder gar unterirdisch?
Vielleicht wollte sie ja auch tatsächlich sagen, dass der Mai-Gouda von der Milch gemacht wird, die im Mai gemolken wird, wenn die Kühe erstmals wieder Frischfutter bekommen. Vielleicht hat sie sich nur sehr unglücklich ausgedrückt.

Naja, so lange nicht wieder eine Kundin fragt, ob man den Montagnolo auch am Dienstag essen kann, kann es ruhig noch heißer werden.

Geflügelte Worte

24. Jun. 2009 · 297 mal gelesen | Kommentar schreiben »

Heute versuche ich mal, eine neue Themenreihe auf dem Pumi Blog anzufangen. Ich nenne sie:

Das falsche Wort am falschen Platz

Heute: “Schiss haben“:
“Schiss” in seiner ursprünglichen Bedeutung ist eine umgangssprachliche Beschreibung für Exkremente (sowohl menschlichen als auch tierischen Ursprungs).
Die Redewendung “Schiss haben” kann aber auch als Umschreibung für “sich fürchten”, “Angst haben” verwendet werden. Vorausgesetzt es steht im passenden Zusammenhang.

Heute hat eine ältere Stammkundin eine ausführliche Katzenstreu-Beratung gebraucht. Ihr Problem: “Ich brauche dringend wieder das XYZ-Katzenstreu. Beim letzten Mal habe ich das andere mitgenommen, aber das mögen meine Katzen nicht. Und jetzt habe ich Schiss…”

So genau wollte ich das garnicht wissen.

Vielleicht kennt ihr auch Geschichten mit dem falschen Wort am falschen Platz, dann her damit!

Noch was ganz anderes:
ist “Red Bull” eigentlich auch ein geflügeltes Wort?

Der Kunde ist König

12. Jun. 2009 · 1,617 mal gelesen | 6 Kommentare »

Vorbemerkung: Fronleichnam ist in Baden-Württemberg Feiertag, der gestrige Tag war also für große Teile der Bevölkerung frei.

Ich hasse “Brückentage” !

Genau genommen ist es nach jedem Feiertag das selbe: die Kundschaft konnte einen Tag lang nicht aus der Familienidylle zur Arbeit flüchten, weil ja frei war. Den Brückentag hat man natürlich auch noch ausgenutzt, damit man länger frei hat, übersieht dabei aber, dass man ja dann noch einen Tag länger der Familie nicht aus dem Weg gehen kann. Entsprechend gereizt taucht die Kundschaft beim Lebensmittelhändler auf. (Ich habe mir übrigens von Insidern versichern lassen, dass es auf der Bank fast genauso ist.)

An solchen Brückentagen haben wir im Laden nicht nur damit zu kämpfen, dass in der Woche ein Tag fehlt, es aber gleich viel Arbeit bleibt, sondern wir haben es auch noch (verständlicherweise) mit überdurchschnittlich vielen gereizten, genervten, unfreundlichen… Kunden zu tun.

Natürlich heißt es auch an einem solchen Tag “der Kunde ist König”. Egal mit welcher Stinkstiefeligkeit er dir den Tag versauen will, er/sie wird trotzdem freundlich und zuvorkommend behandelt. Auch wenn sie einen Aufstand macht, weil sie in 4 Schalen Erdbeeren, die sie gekauft hat, tatsächlich 5 Erdbeeren mit einer Druckstelle gefunden hat. Auch wenn seine Familie nun einen grausamen Hungertod sterben muss, weil in unserer Sammlung von mehr als 50 verschiedenen Fix-Produkten dasjenige fehlt, das er heute braucht. Auch wenn die Welt untergeht, weil sie nicht als erste bedient wird, obwohl sie zuerst da war und nur mal schnell etwas holen musste. Auch in all diesen Fällen, die natürlich nur ein seeehr kleiner Ausschnitt aus dem brückentäglichen normalen Wahnsinn sind, auch in all diesen Fällen muss man sich zurück halten und darf keinem von ihnen eine Nachhilfe-Lektion in Englisch geben wie in diesem Video:

Billy Connolly – Fuck off

Ihr könnt euch sicher vorstellen, wie ich mich freue, dass der nächste Feiertag, der 3. Oktober, auf einen Samstag fällt. Allerheiligen ist an einem Sonntag und auch Weihnachten liegt optimal. Der nächste “Brückentag” ist erst am 2. Januar 2010.

[Video via Atomtigerblog]

Etwas für die Gesundheit tun

3. Mai. 2009 · 270 mal gelesen | Kommentar schreiben »

Auch als Außenstehender kann man sicher verstehen, dass es nicht gerade angenehm ist, arbeiten zu müssen, wenn überall von einem ‘langen Wochenende’ zu hören ist und (fast) alle frei haben. Noch dazu an einem Samstag direkt nach einem Feiertag, an dem alles drunter und drüber geht – an dem Lieferanten kommen, die sonst auf Freitag und Samstag verteilt kommen, an dem Bestellungen geschrieben werden müssen, die sonst auf Freitag und Samstag verteilt geschrieben werden, von den Kunden ganz zu schweigen…

Doch manchmal kann eine kleine Begebenheit den ganzen Chaos-Tag retten. Manchmal lässt eine kleine Geschichte die ganze Arbeit und das ganze Durcheinander vergessen. Die kleine Geschichte von gestern hat mich so begeistert, dass ich sogar heute am Sonntag gerne an die Arbeit denke.

Das war so: da ist die Rentners-Frau, die oft mit ihrem Mann zusammen zum Einkaufen kommt. Gestern war sie mal alleine da. Sie hat gefragt, ob wir denn kein Tipp-Ex mehr haben. Wir hatten tatsächlich keines. Also habe ich sie gefragt: “Vielleicht können Sie auch Deckweis für den Wasserfarbenkasten gebrauchen. Was machen sie denn damit?”.

Die Antwort hat mir den ganzen Chaos-Tag gerettet. Die Kundin hat geantwortet: “Au ja, das geht sicher auch. Wissen Sie, mein Mann streicht immer die Texte auf den Zigarrettenschachteln aus.”

rauchenIch habe zwar vergessen, wie ich es geschafft habe, in dem Moment ernst zu bleiben und mich nicht laut lachend auf dem Boden zu wälzen, aber diese Idee werde ich mit Sicherheit nicht wieder vergessen. Welch geniale Idee, etwas für die Gesundheit zu tun, indem man die Gefährdung der Gesundheit einfach ausstreicht.

Wieder einmal behält der legendäre Fachman für Sport und Gesundheit Recht:

“Ein leidenschaftlicher Raucher,
der immer von der Gefahr des Rauchens für die Gesundheit liest,
hört in den meisten Fällen auf
- zu lesen.”

Winston Churchill

Fachmännische Diagnose

22. Apr. 2009 · 421 mal gelesen | 4 Kommentare »

Wir leben in einer Zeit, in der jeder auf das gesammelte Fachwissen der ganzen Welt zugreifen und es nutzen kann. Dieser Umstand macht jeden zu einem uneingeschränkten Fachmann für alles. Präzise Diagnosen und wertvolle Ratschläge machen den vermeintlichen Laien zum universellen Spezialisten.

So auch die Kundin, die irgendwie bemerkt hat, dass ich niesend und mit roten Augen meine Arbeit verrichtet habe.

Ihre fachmännische Diagnose: “Vielleicht sind Sie gegen Heuschnupfen allergisch…”

Krösus

14. Apr. 2009 · 270 mal gelesen | Kommentar schreiben »

Nach langem gibt’s heute (endlich) mal wieder eine Geschichte aus dem Laden:

Ferienzeit ist die Zeit, wo auch Schulkinder mal wieder mit der Mutti zum Einkaufen mitkommen dürfen. Und diese Chance kann man ja nutzen, um auch mal ausgefallene Wünsche zu äußern.

Schade nur, wenn die Mutti nicht einverstanden ist und die Frage mit einer Gegenfrage beantwortet: “Bin ich vielleicht Krösus?”

Aber der Junior heute blieb trotzdem Punktsieger – dank seiner spontanen, kreativen und trotzigen Reaktion:

“Und wenn du’s wärst – du würdest mir trotzdem nichts kaufen!”

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