Archiv für "Bücher"

Tag des irgendwas

23. Apr. 2009 · 1.766 mal gelesen | 2 Kommentare »

Ich weiß nicht, ob das nur mein subjektives Empfinden oder ob es wirklich so ist, aber ich habe das Gefühl, dass jeder Tag der „Tag des irgendwas“ sein darf.

Gestern war wohl der Tag des Trackback-Spams – ich persönlich habe ihn zum Tag des gelöschten Trackbacks gemacht. Mit Kommentaren, die außer 400 Links keinen Inhalt enthalten weiß ich einfach nicht anders umzugehen. Wie peinlich ist denn das: sich über Pillen- und Casino-Webung aufregen und dann selbst so einen Dreck verschicken?!

sanwaldAber ich wollte eigentlich etwas ganz anderes schreiben. Heute ist nämlich gleich zweimal „Tag des…“: heute ist Tag des Biers und gleichzeitig Tag des Buches.

Hm? Wer mag, darf da gerne einen irgendwie gearteten Zusammenhang herstellen. Ich versuche es gleich garnicht und halte auseinander, was nicht zusammen passt…

Zum Tag des Bieres ein Foto mit dem Titel „Früh übt sich…“

Zum Tag des Buches möchte ich mal wieder ein Buch vorstellen, in dem ich gerade lese.

Siegfried Zimmer ist Prof. für Theologie und Religionspädagogik an der PH Ludwigsburg, wo ich ihn im Studium „kennen gelernt“ habe.

Er hat mit seinem Buch „Schadet die Bibelwissenschaft dem Glauben? Klärung eines Konflikts“ einen echten Knaller gelandet.

Diskussionen zwischen liberalen und fundamentalistischen Christen eskalieren oft und immer wieder an der Frage, ob die Bibel wörtlich wahr ist oder wie sie zu interpretieren ist. Siegfried Zimmer versucht sehr sachlich, eine Lösung für diesen immer währenden Konflikt zu finden. Er analysiert verständlich das Verhältnis zwischen Gott und der Bibel und zeigt mögliche Ansatzpunkte für eine Verständigung zwischen Befürwortern und Gegnern der modernen Bibelwissenschaft.

Nicht nur zum Tag des Buches sehr zu empfehlen…

Abschließend noch der Hinweis, dass Johannes (der auf dem Bild) Bücher viel lieber mag als Bier…

Erholung

8. Mrz. 2009 · 5.105 mal gelesen | Kommentar schreiben »

Auch wenn es mir die wenigsten Tal-Bewohner glauben werden, ich habe tatsächlich gestern mehr als 5 Stunden damit zugebracht, Schnee zu schaufeln.

Kurzfristig habe ich mir sogar überlegt, ob ich den Schnee verfluchen soll – oder zumindest die ganzen Leute, die mich mit sinnfreien Zurufen („Gell heut isch der Schnee richtig schwer!?“ o.ä.) bei meiner Arbeit motiviert haben. Ich hab auf’s Verfluchen verzichtet und mich still weiter geschunden.

Heute habe ich mir als Ausgleich einen Tag Auszeit gegönnt. Volker vom Schnipselfriedhof beschreibt das so: „Manchmal bin ich sogar zum Prokrastinieren zu faul„. Genau so einen Tag habe ich heute. Jegliche Bewegung auf lebenserhaltende Funktionen beschränkt, keinerlei produktive oder kreative Tätigkeit, habe ich mir Regeneration gegönnt.

Um keine negativen Gefühle gegen Schnee und Eis aufkommen zu lassen, habe ich mir angeschaut, welch sensationelle Dinge Andy Goldsworthy unter anderem aus Schnee und Eis macht.

Goldsworthy Snowsticks goldsworthy_snow_11

Goldsworthy Ice Ball andy_goldsworthy_031

Einfach genial, was Andy Goldsworthy macht. Rivers and Tides, der Film über ihn und seine Arbeit ist genau das Richtige für solche Tage wie heute.

Der Coup, die Kuh, das Q

2. Nov. 2007 · 1.945 mal gelesen | Kommentar schreiben »

Der Coup, die Kuh, das Q. Das erstaunlichste Deutsch-Buch aller Zeiten hat mich total begeistert.

Auf der Rückseite steht: „Ein wunderbares Buch für Wortspieler, Sprachtüftler und alle Freunde des Dativs“ also musste ich das Buch sofort haben!

Und es hat sich gelohnt: die verblüffenden Fragen von CUS sind an keiner Stelle langweilig, sondern laden zum Mitknobeln ein.

Solche und noch viel mehr (z.T. noch verrücktere) Fragen werden gestellt und auch beantwortet.
Fazit: unzählige unterhaltsame Stunden Knobelei – sehr zu empfehlen.

Dosenmilch Trauma

7. Okt. 2007 · 2.132 mal gelesen | Kommentar schreiben »

Eine richtige Enttäuschung – um nicht zu sagen ein Trauma – habe ich erlebt mit dem Buch, das ich gerade lese:

Dosenmilch-Trauma

Das Dosenmilch-Trauma von Jess Jochimsen gibt sich zwar reichlich Mühe, eine Kindheit/Jugend in den 70ern und 80ern witzig zu beschreiben, aber bei den Bemühungen bleibt es leider größtenteils auch. Ich habe beim Lesen das Gefühl, dass der Autor eine Liste mit Begriffen vor sich liegen hatte, die dann krampfhaft irgendwie eingebaut werden mussten. Natürlich ist es schön, mal wieder an das Bonanza-Rad, Raider und Bundeswehr-Parkas erinnert zu werden, aber bei mir ist der Funke nicht übergesprungen.

Fazit: ziemlich schwach.