Monatsarchiv für Juni 2009

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Beginn einer politischen Karriere

10. Jun. 2009 · 2.006 mal gelesen | 2 Kommentare »

John F. Kennedy wurde mit 43 Präsident der USA, Helmut Kohl wurde mit 52 Bundeskanzler, Gaius Julius Caesar war 54 als er Diktator wurde.

Ich selbst bin noch nicht einmal 39. Da habe ich doch noch genug Zeit, meine politische Karriere zu starten. Einen viel versprechenden Anfang habe ich am vergangenen Wochenende gemacht.

In meinem früheren Wohnort stand neben der Wahl zum Europaparlament und den Kommunalwahlen auch noch die Wahl zum Bürgermeister an. Der bisherige Amtsinhaber stellte sich zur Wiederwahl und es gab keinen Gegenkandidaten.

Ich werde den 7. Juni 2009 immer als Beginn meiner politischen Laufbahn in Erinnerung behalten. An diesem Tag ist es mir nämlich gelungen, bei der Wahl zum Bürgermeister eine Stimme zu bekommen!

Wenn man bedenkt, dass ich diesen grandiosen Erfolg ohne jeglichen Aufwand errungen habe, dass ich weder Wahlplakate geklebt, noch Prospekte oder Kugelschreiber verteilt habe, dann kann man doch einfach hochrechnen, welch überzeugende Ergebnisse ich bei entsprechend gesteigertem Einsatz erzielen könnte.

Senatus Romanum ich komme!

Nachtrag: Nein, ich habe mir die Stimme nicht selbst gegeben. Ich habe in meinem jetztigen Wohnort gewählt.

Was man so alles suchen kann

9. Jun. 2009 · 2.163 mal gelesen | 1 Kommentar »

Von Zeit zu Zeit schaue ich nach, welche Suchbegriffe zu Ergebnissen auf meinem Blog führen.

Jetzt ist es wieder so weit, dass ich eine kleine Sammlung veröffentlichen kann:

Hm, irgendwann war die Haarpracht verschwunden, die zum Namen ‚Pumuckl‘ geführt hatte, dann wurde ‚Pumi‘ daraus.

Ich hab zwar keine Ahnung von ‚World of Warcraft‘, aber jede Wette, dass der Sucher hier nicht das gefunden hat, was er suchte. Ganz ehrlich: wirkliche Landschaften sind auch besser als die von WoW…

Kein Kommentar… Erstaunlich nur, dass die Suche an dem Tag eingegeben wurde, als der Transfer zu den Bayern bekanntgegeben wurde. Als ob Arroganz direkt mit einem Verein zusammenhängen würde.

Ich auch!

40 Dinge muss dieses Jahr noch nicht sein. Dieses Jahr tun es auch 39 Stück. Aber du hast nicht mal mehr 3 Wochen Zeit, dir was zu überlegen.

Habe ich nicht. Höchstens einen BMW, der mit sich drehenden Rädern im Carport steht. Ehrlich! Schau selbst!

Das könnte eine der Touren für die nächsten Wochen werden. Wahrscheinlich in der anderen Richtung als 2004.

Kleine Anleitung für Suchmaschinen – Teil 1:
in das Suchfeld muss nicht ‚Google‘ eingegeben werden.

Kleine Anleitung für Suchmaschinen – Teil 2:
Auch wenn Google fast alles findet, deine nächste Klassenarbeit oder gar deine Note bekommst du so nicht heraus.

Kleine Anleitung für Suchmaschinen – Teil 3:
Für eine einigermaßen brauchbare Antwort muss die Frage ein minimales Maß an Präzision aufweisen.

Mathe für Anfänger (9)

8. Jun. 2009 · 2.422 mal gelesen | 2 Kommentare »

Der Tag nach irgendwelchen Wahlen ist immer prädestiniert für einen weiteren Teil aus der Reihe “Mathe für Anfänger“.

Heute: “Prozentrechnung – Grundwert/Prozentwert”.

2009 ist ein sogenanntes ‚Superwahljahr‘. Ich würde es als ‚Superschreikrampfjahr‘ für all jene bezeichnen, die ihren Lebensunterhalt damit verdienen, anderen die Prozentrechnung richtig beizubringen.

Nach jedem Wahlsonntag haben die Politikerreden mit Schreikrampfpotential Hochkonjunktur. Zur Verdeutlichung ein zufällig ausgewähltes Beispiel unter vielen:

CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla sprach am Abend von einem Vertrauensbeweis für die Union […]. Die Union habe gegenüber der Bundestagswahl 2005 zugelegt, rechnete er vor.

(Spiegel.de)

Profalla rechnet vor – Pumi rechnet nach:

Bundestagswahl 2005:
CDU/CSU 35,2% der abgegebenen Stimmen, Wahlbeteiligung 77,7%

Europaparlamentswahl 2009:
CDU/CSU 37,9% der abgegebenen Stimmen, Wahlbeteiligung 42,5%

Wenn man diese Zahlen überhaupt vergleichen will/kann, dann nur auf der Ebene von „Wie viele der Wahlberechtigten haben CDU/CSU gewählt?“

Dazu multipliziert man die zugehörigen Prozentfaktoren (35,2% = 35,2/100 = 0,352) miteinander:

2005: 35,2% von 77,7% = 0,352 * 0,777 = 0,2735= 27,4%

2009: 37,9% von 42,5% = 0,379 * 0,425 = 0,161= 16,1%

Haben also 2005 noch 27,4% der Wahlberechtigten CDU/CSU gewählt, waren es 2009 gerade einmal 16,1%.

Schlussbemerkung: solche Apfel-Birnen-Vergleiche hört man natürlich nicht nur bei Herrn Profalla. Nein, sie sind (wo es gerade passt) allgegenwärtig bei Politikern aller Richtungen und in allen Medien.

Nachtrag: Falls irgendwer in diesem Beitrag eine politische Botschaft sucht – beabsichtigt war allerhöchstens diese:
Ich finde es erschreckend, in einer Demokratie zu leben, in der fast 3 von 5 Menschen ihr Recht zu wählen so scheißegal ist, dass sie nicht Wählen gehen.

Bing oder Google

7. Jun. 2009 · 4.280 mal gelesen | 4 Kommentare »

Oller Osel fragt wie viele andere auch: Google oder Bing?

Kann die neue Suchmaschine aus dem Hause Microsoft dem Platzhirsch Google das Wasser reichen? Wo gibt es die besseren Suchergebnisse? Wer findet sich besser zurecht im WWW?

Ich habe beide Suchmaschinen dem ultimativen Test unterzogen:

Getestet wurde die Suche nach „Pumi“, also google.de : pumi gegen bing.de : pumi.

Ergebnis bei google: eine Menge ungarischer Hirtenhunde und auf Platz 3 das wirklich relevante Ergebnis pumi.net.

Ergebnis bei bing: eine Menge ungarischer Hirtenhunde und auf Platz 2 das wirklich relevante Ergebnis pumi.net.

Fazit: Bing kennt sich aus und kann die Relevanz der Suchergebnisse besser (wenn auch noch nicht optimal) einschätzen als der bisherige Fast-Monopolist.

Im Ernst: Mir sind bisher keine nennenswerten Unterschiede in den Suchergebnissen aufgefallen – auch wenn man nicht nach „Pumi“ sucht.

Bei der Suche nach Videos hat Bing ein Gimmick eingebaut: als Suchergebnis werden Vorschaubilder der Videos angezeigt. Geht man mit der Maus über eines der Bilder (ohne Klick), läuft das Video schon im Kleinformat ab. So kann man gleich abschätzen, ob das Suchergebnis tauglich ist, ohne das ganze Video zu laden.

Ansonsten ist Bing ein wenig bunter – aber ob das ein Vor- oder Nachteil ist?

Es ist Geschmackssache, ob man Google oder Bing nutzt. Bei manchen Recherchen wird man evtl. auch beide Maschinen einsetzen.

Ganz sicher wird es noch einige Zeit dauern, bis sich „bingen“ als eigenständiger Begriff etabliert hat wie „googlen“.

Was es nicht alles gibt

6. Jun. 2009 · 1.714 mal gelesen | 1 Kommentar »

Gestern in der Backnanger Kreiszeitung:

Spaziergänge

Wenn das mit der Selbstfindung und den Gesprächen nicht klappen sollte, ein bisschen Gewichtsreduktion sollte zumindest drin sein.

Sachen gibt es…

Früher konnte man das auch ohne (teure ?) Anleitung machen: einfach nach draußen gehen.

Draußen – das ist die Welt, von der das Fernsehen und das Internet immer berichten, wo man den Fernseher und den Computermonitor aber nicht mehr sieht. Diese Welt dort draußen ist sehr zu empfehlen. Jeder sollte sie sich einmal genauer anschauen. Ob es dabei dann um Selbstfindung, Gespräche mit Gott, Interpretationen oder um Gewichtsreduktion geht ist völlig nebensächlich. Es ist so oder so eine Erfahrung, die man jedem nur nahelegen kann.

Und das Beste: es kostet keinen Eintritt, keine Gebühren und kein Honorar.
Nur Zeit muss man investieren – und die ist lohnend angelegt.

Everlasting Love

5. Jun. 2009 · 2.012 mal gelesen | 2 Kommentare »

sweetheartNila hat mich in diesem Kommentar schwer kritisiert, weil ich kein Herz-Schmerz-Blogger bin. Das habe ich mir zu Herzen genommen und den Entschluss gefasst, zukünftig auch immer wieder die Nachfrage nach Herz-Schmerz-Geschichten zu bedienen.

Heute waren Frau und Herr L. wieder im Laden. Die beiden haben die Goldene Hochzeit schon einige Jahre hinter sich. Sie kommen regelmäßig miteinander zum Einkaufen (Herr L.: „Die lässt mich ja nicht allein aus dem Haus“ – Frau L.: „Wenn ich alleine gehe, bringt der seither daheim alles durcheinander“).

Wenn die beiden da sind, ist immer was los. Sie sind für jeden Spaß zu haben und ärgern sich gegenseitig. Immer mal wieder erzählen sie auch eine Geschichte von früher. Meistens ist nicht nachvollziehbar, wie sie jetzt darauf gekommen sind – so wie heute. Heute haben sie erzählt, wie sie sich kennengelernt haben:

Er (romantisch verklärt): „Wenn sie draußen war um den Gehweg zu kehren, habe ich mich immer daneben gestellt und hab gesagt: ‚So isch es recht: immer sauber kehren!’…“

Sie (staubtrocken): „… und heute isch er immer noch ganz genau so!“

Albula – Flüela

4. Jun. 2009 · 6.447 mal gelesen | 4 Kommentare »

Albula – Flüela

31.5.2009

Albula-Flüela-Karte

Karte von quaeldich.de

Filisur – Bergün – Albulapass – La Punt – Zernez – Flüelapass – Davos – Filisur

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erleben…

Ich hatte es ja hier schon angekündigt, dass ich am Pfingstwochenende mal wieder einen Ausflug in die Berge machen will. Gesagt – getan. Am Sonntag habe ich mein Fahrrad und meine Sachen ins Auto gepackt und mich auf den Weg in die Schweiz, genauer nach Filisur in Graubünden gemacht.

Christo goes LandwasserDort angekommen habe ich erst einmal ausführlich gefrühstückt und versucht, mich von 4 Std. Autofahrt zu erholen.

Zweierlei hat mich schon zu diesem frühen Zeitpunkt gestört: zum einen sah das Landwasserviadukt ganz anders aus als erwartet:

Wurde ich Zeuge des Geheimprojekts „Christo goes to Landwasser“ oder war es vielleicht doch nur eine gewöhnliche Baustelle? Etwas anderes beschäftigte mich mehr: da waren Schilder, die besagten, dass der Albula-Pass von 11:00 bis 20:00 Uhr wegen Belagsarbeiten gesperrt wird. Ich konnte mir also höchstens zweieinhalb Stunden Zeit lassen.

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Es geht voran

3. Jun. 2009 · 1.722 mal gelesen | Kommentar schreiben »

Eigentlich wollte ich heute den Bericht von der Pfingsttour fertig schreiben. Doch dann kam Fritz mit der Idee, eine Radtour zu machen und zwei neugeborene Kinder (und ihre Eltern) zu besuchen.

Der Bericht muss also noch ein wenig warten. Aber ich kann sagen: es geht voran.

Es geht voran; genauso wie auf der Baustelle, auf der das ehemalige Neckarstadion zur Mercedes-Benz-Arena umgebaut wird:

live

(Bild Stand 2.6. – aktueller Stand bei Klick auf das Bild)

Wie man erkennen kann, ist die Untertürkheimer Kurve schon teilweise abgerissen. Vor allem aber ist das Spielfeld abgetragen, auf dem so viele grandiose VfB-Siege errungen wurden und auf dem vor allem das legendäre 1:0 von Irland gegen England stattfand mit dem unvergesslichen Siegtreffer von Ray Haughton.

Jetzt bin ich doch ein wenig vom Thema abgekommen, aber das Wichtigste ist auch gesagt: es geht voran.

Zitat des Tages: Not getting what you want

2. Jun. 2009 · 1.530 mal gelesen | Kommentar schreiben »

Gestern habe ich mich noch gegen Twitter ausgesprochen,
heute folgt gleich ein Twitter-Zitat:

„Remember that not getting what you want
is sometimes a wonderful stroke of luck.“

(Dalai Lama)

Wie oft sind wir unzufrieden damit, wenn unsere Wünsche nicht in Erfüllung gehen, wenn wir nicht bekommen, was wir gerne hätten.
Selten genug bemerken wir, dass das im Nachhinein das Beste für uns war.

„Ich sage euch: Sorgt nicht um euer Leben, was ihr essen und trinken werdet; auch nicht um euren Leib, was ihr anziehen werdet. Ist nicht das Leben mehr als die Nahrung und der Leib mehr als die Kleidung?
Seht die Vögel unter dem Himmel an: sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater ernährt sie doch. Seid ihr denn nicht viel mehr als sie?“

(Matthäus 6,25-26)

Warum ich nicht twittere

1. Jun. 2009 · 1.412 mal gelesen | Kommentar schreiben »

Wenn ich twittern wollte, wie mein gestriger Tag war, sähe das ungefähr so aus:

Geniale Radtour in der Schweiz: von Filisur über Albulapass (2312m) ins Engadin, zurück über Flüelapass (2381m). Sonne und Schneesturm erleb

Und das waren dann 140 Zeichen… Schluss und Finito.

Nee, ich lass mir doch nicht vorschreiben, was und vor allem wie viel ich zu sagen habe!

Der vollständige Bericht – mit Bildern, Karte, Höhenprofil und Survival-Tipps für Pass-Abfahren im Schneesturm folgt später (dauert halt ein wenig länger als 140 Zeichen).

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