Archiv für "Internet"

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Praktikant gab sich als schlechter Überschriftenschreiber aus

27. Mrz. 2009 · 1.544 mal gelesen | Kommentar schreiben »

Höchste Zeit, mal wieder etwas für mein Klugscheisser-Image zu tun. Ist aber auch wirklich schwer, so etwas zu lesen und trotzdem zu schweigen…

falscherdoktor

So ein unglaublicher Schwindel: da gibt sich jemand als falscher Doktor aus:

„Guten Tag, mein Name ist XXX. Ich bin falscher Doktor“, oder wie kann man sich das vorstellen? Wie gerne wäre ich dabei gewesen, als der Schwindel aufgeflogen ist und herauskam, dass der Schwindler garkein falscher Doktor ist, sondern womöglich ein richtiger…

Naja, Kwick.de ist ja nur ein kleines Portal, da kann es schon mal vorkommen, dass die Artikel (und vor allem die Überschriften) nicht nochmal durchgelesen werden bevor sie veröffentlicht werden.

So etwas passiert bei den ganz Großen – wie z.B. Bild.de – nicht, niemals, nie.

Kinderpornografie

(nein, ich lese Bild.de nicht – ich hab das bei bildblog.de gefunden)

Was ich so alles brauche

23. Mrz. 2009 · 2.548 mal gelesen | 2 Kommentare »

Ich hab beim Fellmonster was Witziges gefunden:

Anleitung zum Mitmachen: Gib bei der Google-Suche “DeinName needs” oder auf deutsch “DeinName braucht” (immer mit Anführungszeichen) ein und schreib die ersten 10 Treffer ab (gerne mit Deinem Kommentar dazu).

Ähnlich wie sie hab auch ich meinen richtigen Namen ausprobiert. ‚Pumi‘ ist nun mal auch eine ungarische Hunderasse und deshalb gab es nur Ergebnisse wie: „Pumi braucht dringend ein liebevolles Zuhause“ oder „Pumi braucht dringend Auslauf und die ‚Rudelnähe'“.

Also hab ich es mit ‚Martin braucht‚ probiert:

Ganz ehrlich: bei der Aktion hab ich ein bisschen Angst vor Google bekommen. Wissen die wirklich alles?

Wer möchte, darf gern auch einen Versuch starten. Bin gespannt auf eure Ergebnisse.

He’s got the whole world…

21. Mrz. 2009 · 1.734 mal gelesen | Kommentar schreiben »

Die ganze Welt können Blogger bekommen, wenn sie auf diese Aktion hinweisen: www.domain-karte.de
Gut, es ist ’nur‘ die Welt im Format 120 x 60 cm, aber immerhin…

Ja richtig, alle Blogger, die über die Aktion der Firma United-Domains berichten, bekommen eine Domain-Weltkarte für umsonst. Natürlich steht da: ’solange Vorrat reicht‘, aber für mich wird der Vorrat doch wohl noch reichen – hoffe ich.

Wenn nicht, tröste ich mich mit Worten aus dem Markus-Evangelium:

„Was hülfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewönne
und nähme an seiner Seele Schaden?“

(Markus 8,36)

Auf der Suche nach Worten

14. Mrz. 2009 · 2.139 mal gelesen | Kommentar schreiben »

Aus dem riesigen Misthaufen der sensationsgierigen medialen Triebbefriedigung ragen immer wieder ganz vereinzelt durchdachte Texte wie Blumen heraus.

Auf der Suche nach Worten waren mir einige wenige Gedankenfetzen eine Hilfe. Mein Dank gilt den Autoren folgender Texte, die mir geholfen haben beim Versuch, die Sprache wieder zu finden:

„… Rund um den Tatort sah es aus wie auf einem Rummelplatz. Immerhin hielten die mutigsten Kameraleute einen Abstand von rund sieben Metern vor dem Blumenmeer ein. Trauernde Schüler und Schülerinnen, die nicht von Mikrofonen überfallen oder von grellen Kamerascheinwerfern geblendet werden wollten, wichen aus, legten ihre Blumen und Kerzen in der Nähe ab…“

(WUV – Medienterror in Winnenden)

„… dann muss man nicht erstaunt sein, wenn es emotionale Defizite gibt, die letztlich in derartigen Taten wie in Winnenden enden. Einzelpersonen dafür “haftbar” zu machen, bringt gar nichts.
“Erziehung” – so etwas gab es einmal und es bestand nicht nur aus der Vermittlung von Fachwissen und technischen Fertigkeiten für die Berufswelt. In einer Welt, in der alles auf Effizienz und Kostensenkung ausgerichtet ist, ist dafür aber kein Platz mehr…“

(Zeitsturz – Parallelen)

„… Die Frage nach persönlicher Verantwortung wird in Deutschland selten gestellt. Doch genau darum geht es jetzt. Wer, wenn nicht die Eltern, ist denn für das Handeln seiner Kinder verantwortlich? Wer sich nicht um seine Kinder kümmert, wer nicht weiß, was sie umtreibt, welcher Kummer sie plagt, […] der macht sich schuldig – zunächst mal an seinem Kind. […] Aber bevor wir über eine Familie herfallen, die wir nicht kennen: Wie heißt eigentlich der Klassennachbar Ihres Kindes? Welches Buch liest es gerade? Liest es überhaupt? Und was haben Sohn oder Tochter am kommenden Wochenende vor? Wann haben Sie ihrem Sohn oder Ihrer Tochter zuletzt etwas erklärt, womit die Kinder wirklich etwas anfangen konnten? …“

(Spiegel – Was machen ihre Kinder gerade?)

Nachtrag 14.3., 13:47 :

„…Was allzu gerne Vergessen wird: Diese Verbrechen werden von Menschen begangen. Nicht von Pistolen, Messern, Bomben oder Fäusten. Nicht von Killerspielen, Gewaltvideos oder schlechter Musik.
Die Menschen sind es, die viel intensiverer Zuwendung bedürfen. Es bedarf offener Augen, Ohren und Münder von Eltern,  Erzieherinnen und Erziehern, Lehrerinnen und Lehrern, Freundinnen und Freunden. Es bedarf gesunden Menschenverstands und der richtigen “Antennen”.
Wir haben es in der Hand unsere Kinder mit der richtigen Nase für Krisensituationen auszustatten, ihnen beizubringen ein Gespür für Probleme in ihrem Umfeld zu entwickeln und entsprechend zu handeln.
Die Welt retten können wir damit nicht – aber vielleicht machen wir sie ein kleines bißchen lebenswerter…“

(Die Olsenbande – Meine 2 Cents)

Eli lama

12. Mrz. 2009 · 1.997 mal gelesen | 3 Kommentare »

Eli lama – My God why – Mein Gott warum?

Es gibt nur ein Wort, das mir zu der Katastrophe in Winnenden einfällt:

Warum?

sunset

Ich hätte mir gewünscht, dass die Vertreter einiger Medien und einige Blogger-Kollegen auch keine anderen Worte gefunden hätten.

Oder zumindest überlegte Worte, wie die von Johannes Rau nach dem Unglück von Erfurt (2002):

Wir sollten unsere Ratlosigkeit nicht zu überspielen versuchen mit scheinbar naheliegenden Erklärungen. Wir sollten uns eingestehen: Wir verstehen diese Tat nicht.

Tarnung ist alles

11. Mrz. 2009 · 6.222 mal gelesen | 3 Kommentare »

Zwei Studentinnen von der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe hatten eine witzige Idee: für ihr Projekt ‚Urban Camouflage‚ treiben sie sich -gut getarnt- in verschiedenen Supermärkten herum.

Lappen 17_lappen051

(Mehr über das Projekt bei Spreeblick)

Im Grunde bin ich garnicht unglücklich, dass bei uns im Laden noch keiner auf so eine Idee gekommen ist. Ich stell mir grade vor, dass da jemand getarnt als Hefewürfel oder 5-Minuten-Terrine sein Unwesen treibt…

Tag des Blindtextes

10. Mrz. 2009 · 2.294 mal gelesen | 2 Kommentare »

Texte, die mit vielen Worten wenig oder garnichts sagen, sind kein Privileg der Politik und der Werbung. Manchmal verwendet man solche Texte auch, um das Design einer Website zu testen. Um eine Vorstellung zu bekommen, wie die Seite aussieht, füllt man sie erst mit einem so genannten Blindtext. Vor der Veröffentlichung wird der Blindtext natürlich durch tatsächliche Inhalte ersetzt.

Lorem ipsum dolor sit amet, consectetuer sadipscing elitr, sed diam nonumy eirmod tempor invidunt ut labore et dolore magna aliquyam erat, sed diam voluptua. Dies ist irgendein Text, ein Text, ein Text, ein Text. Nur wenn wir diese Ursachen benennen, können wir die Welt aus dieser Krise führen. Dazu brauchen wir klare Grundsätze: Der Staat ist der Hüter der wirtschaftlichen und sozialen Ordnung. Der Wettbewerb braucht Augenmaß und soziale Verantwortung. Das sind die Prinzipien der sozialen Marktwirtschaft. Sie gelten bei uns, aber das reicht nicht… Meine Devise ist: Wir wollen die Auswirkungen der weltweiten Finanzkrise nicht einfach überstehen. Wir wollen stärker aus ihr herausgehen, als wir hineingekommen sind. Das geht, das können wir gemeinsam schaffen! At vero eos et accusam et justo duo dolores et ea rebum. The quick brown fox jumps over the lazy dog.

Immer mal wieder kommt es vor, dass irgendwo in der weiten Welt des Internet versehentlich ein solcher Blindtext veröffentlicht wird. Manchmal – wie z.B. heute – passiert auch fast gleichzeitig bei den Online-Ausgaben von zwei großen Zeitungen ein solches Malheur:

Blindtext Welt

Blindtext SZ

Bei der Textguerilla versucht man das dadurch zu erklären, „dass das Qualitäts- und Sorgfaltsgefälle zwischen Online- und Print-Ausgaben vieler großer Zeitungen so groß ist“. Demnach sollte man meinen, dass man in den Print-Ausgaben von solchen Faux-pas verschont bleibt.

Doch dem ist nicht so. Hier gibt es den dritten Blindtext des Tages:
http://www.bildblog.de/6350/

Freude und Jubel

5. Mrz. 2009 · 1.286 mal gelesen | Kommentar schreiben »

Dieses Video vom Jubel eines Tischtennisspielers habe ich heute bei failblog.org gefunden.

Extremer Jubel und überschwängliche Freude über eine Kleinigkeit – da war es kein weiter Weg zu meiner Assoziation:

„Genauso ist bei Gott im Himmel mehr Freude
über einen Sünder, der ein neues Leben anfängt,
als über neunundneunzig andere, die das nicht nötig haben.“

(Lukas 15,7) – aus dem Gleichnis vom verlorenen Schaf

Barbarisch

27. Feb. 2009 · 1.695 mal gelesen | Kommentar schreiben »

Am Dienstag hat das Landesarbeitsgericht Berlin geurteilt, dass die fristlose Entlassung einer Kassiererin rechtens ist, auch wenn sie nur Pfandbons im Wert von 1,30 Euro unterschlagen hat.

Dieses Urteil hat einigen Wirbel verursacht. Die Zeitung mit den großen Buchstaben hat der Geschichte eine Titelseite gewidmet. Und auch sonst kann man fast überall von dem Fall lesen und hören.

Gestern hat sich jetzt auch Bundestags-Vizepräsident Wolfgang Thierse (SPD) zu Wort gemeldet:

„Das ist ein barbarisches Urteil von asozialer Qualität“

Es verletze das Gerechtigkeitsempfinden, dass die Frau „wegen einer Nichtigkeit“ entlassen werde (Stuttgarter Nachrichten).

Herr Thierse hat übersehen, dass es ‚das Gerechtigkeitsempfinden‘ nicht gibt. Jedes Empfinden, so auch das Gerechtigkeitsempfinden, ist immer subjektiv.

Mein subjektives Gerechtigkeitsempfinden wird dadurch verletzt, dass es anscheinend eine Nichtigkeit sein soll, das Eigentum anderer zu entwenden. Diebstahl ist keine Nichtigkeit. Für mich spielt es dabei keine Rolle, ob es sich um 1,30 Euro oder sonst irgend einen Betrag handelt.

In unserer Gesellschaft ist Ehrlichkeit sehr selten geworden. Völlig normal und weit verbreitet sind dagegen kleine oder große Tricksereien bei der Steuererklärung, Nebenverdienste oder geringere Kosten durch Schwarzarbeit, kleinere oder größere Missachtungen von Eigentumsverhältnissen usw. usw.

Einen Diebstahl und den dazu gehörigen Vertrauensverlust als Nichtigkeit zu bezeichnen, ist in meinen Augen nichts anderes als Anstiftung zum Diebstahl. Das Urteil des Gerichtes, das sich auf bestehendes Recht beruft, als barbarisch zu bezeichnen, ist ein Schlag ins Gesicht der Richter.

Selbst wenn hinter dem Fall mehr stehen sollte als nur die 1,30 Euro (wie bei Spiegelfechter zu lesen ist), selbst dann bleibt der Beitrag von Wolfgang Thierse eine populistische Peinlichkeit.

Rezept des Monats

24. Feb. 2009 · 2.221 mal gelesen | 1 Kommentar »

Ich überlege mir schon längere Zeit, ob ich nicht immer mal wieder hier ein Kochrezept veröffentlichen soll. Zuerst aber etwas ganz anderes…

Dieses Bild habe ich vor ein paar Tagen bei failblog.org gefunden:

fail owned pwned pictures
failblog.org

Interessante, ausbaufähige Geschäftsidee, oder!?

So, jetzt aber zum Rezept des Monats:

‚Ofenschnitzel Hawaii‘

Man nehme (für 4 Personen):

– Schnitzel mit Salz, Paprika und Pfeffer würzen.
– Mit wenig Fett in einer Pfanne von beiden Seiten kurz scharf anbraten.
– Mit Sahne ablöschen.
– Schnitzel und Sahne in eine Auflaufform legen.
– Schinkenscheiben, Ananas und Käse auf die Schnitzel legen.
– Nach Geschmack mit etwas Curry bestreuen.
– Im vorgeheizten Backofen bei ca. 200° C  20 min. lang überbacken.
Fertig. Lecker!

Guten Appetit wünscht Pumi.

0902110001

Ach ja, nochmal zurück zu dem Bild vom Failblog:

Ich finde, es ist eine wirklich drollige Idee, für teures Geld etwas zu verkaufen, was jeder problemlos selbst machen kann. Seien es Schneebälle oder sei es ganz etwas anderes…

Was um alles in der Welt mag in dieser Packung Fix für Ofenschnitzel drin sein, wenn man dazu noch Schnitzel, Schinken, Ananas, Sahne und Käse braucht?

Vermutlich ist der einzige Fehler des Schneeballverkäufers, dass er seiner Kundschaft nicht das Gefühl gibt, sie habe die Schneebälle selbst gemacht.

Vielleicht müsste er nicht die fertigen Schneebälle anbieten, sondern eine Tüte mit einer Fix-Mischung für Schneebälle. Aufschrift: „Frisch dazu: 150g Schnee“.

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