Wenn ich mal ganz viel Zeit habe
8. Jul. 2009 · 276 mal gelesen | Kommentar schreiben »
Wenn ich mal irgendwann ganz viel Zeit habe, dann drehe ich meinen eigenen Film.
Einen Film in Stop-Motion, also zusammengesetzt nur aus Einzelbildern. Weil ich nicht so arg gut zeichnen kann und im Kneten auch höchstens rudimentär begabt bin, werde ich nur mit ganz einfachen Gegenständen arbeiten.
Hm, Streichhölzer und Streichholzschachteln wären z.B. eine gute Idee…
LAÏKA (short version) from Guillaume Blanchet on Vimeo.
Schade – wenn man keine Zeit hat, sind die besten Ideen schon verwirklicht, bevor man sich selbst dran macht… Aber so gut hätte ich das auch nicht hin bekommen.
[via Schmunzelpause, Feingut]
Die wirklich großen Probleme
7. Jul. 2009 · 288 mal gelesen | 1 Kommentar »
Es ist schon erstaunlich, wie die ganze Welt die Augen vor den wirklich großen Problemen unserer Gesellschaft verschließt.
Eine weltweite Banken- und Wirtschaftskrise oder eine sich global verbreitende Schweinegrippe werden vorgeschoben, damit das Volk von den wirklich wichtigen Problemen abgelenkt ist. Alibi-Probleme wie die Zensur des Internets oder der Tod des King of Pop sollen vertuschen, welches die wirklich entscheidenden Fragestellungen unserer Zeit sind:
Das sind die Fragen, die die Welt wirklich bewegen. Oder zumindest den “Adler” in Leimerstetten…
Anschaubefehl!
(Endlich neue Folgen von “Die Welt auf schwäbisch” auf youtube. Einbetten leider nicht möglich.)
Gehirn und Geist für alle
6. Jul. 2009 · 284 mal gelesen | Kommentar schreiben »
Vor Kurzem bin ich auf eine sehr interessante Zeitschrift und den dazu gehörigen Internetauftritt gestoßen:
In der Zeitschrift Gehirn&Geist aus dem Verlag Spektrum der Wissenschaft berichten renommierte Wissenschaftler und Journalisten in hoch interessanten Artikeln über neue Erkenntnisse aus Psychologie und Hirnforschung. Das Spektrum reicht dabei sehr weit: Verhaltenspsychologie, Intelligenz und Kreativität, Gedächtnis, Medizin und Psychotherapie, Psychologie des Lernens, Erziehung, Glaube und Bewusstsein, Gefühle und viele Themen mehr.
Die Zeitschrift erscheint in 10 Ausgaben pro Jahr. Ein Heft kostet 7,90 Euro. Im Abonnement gibt es einen Jahrgang für 68.- bzw. ermäßigt 55.- Euro deutlich günstiger frei Haus. Interessant hören sich auch die Mini-Abos an mit drei Heften für 15,30 Euro oder zwei Heften für 10,30 Euro.
Wer Geist & Gehirn erst kennen lernen will, findet auf der gleichnamigen Website unter www.gehirn-und-geist.de zahlreiche aktuelle Nachrichten und das komplette Heftarchiv inkl. Suchfunktion. Hier können auch aktuelle oder ältere Artikel als PDF-Datei herunter geladen werden – zum Teil kostenlos, zum Teil nur für Abonnenten.
Aber es kommt noch besser: als aktuelle Aktion besteht die Möglichkeit, ein kostenloses Probeheft zu bestellen. Im Gegensatz zu vielen Bauernfänger-Gratisaktionen ist diese mit Positivoption, d.h. der Besteller muss nichts abbestellen, er bekommt nur das Heft und einen Fragebogen und geht keine weitere Verpflichtung ein.
Im aktuellen Heft geht es in der Titelgeschichte um das Thema Spielen:
“Finden sie auch, Spielen sei zwar ein netter, aber doch ziemlich unnützer Zeitvertreib – vor allem für Erwachsene? Dann sollten Sie jetzt umdenken! Denn viele Studien von Psychologen und Hirnforschern zeigen, wie sehr die geistige Entwicklung, Kreativität und Empathie vom ‘Freispiel’ profitieren. Wir stellen die Ergebnisse der Forscher vor.”
Ich habe die Online-Ausgabe ein wenig durchstöbert und das Archiv durchsucht. Was ich gefunden habe, war durchweg sehr interessant geschrieben und wissenschaftlich nicht zu seicht.
Mich interessieren vor allem Artikel zu Thema Glaube und Wissenschaft. Dazu habe ich den Artikel “Homo Religiosus” von Michael Blume gefunden, der sehr zu empfehlen ist.
Fazit: Ich werde ganz sicher immer wieder bei Geist & Gehirn vorbei schauen, weil da eine Menge faszinierende Artikel zu finden sind. Und von Zeit zu Zeit werde ich mir auch eine Printausgabe gönnen.
Erfolgsprämie
5. Jul. 2009 · 365 mal gelesen | 3 Kommentare »
Als Nachhilfelehrer berechne ich einen festen Stundensatz und z.T. noch einen Zuschlag für die Anfahrt. Schon seit einiger Zeit überlege ich mir, ob ich nicht besser weg käme, wenn ich einen niedrigeren Stundensatz und zusätzlich eine Erfolgsprämie verlangen würde. Meine, bzw. die Erfolge meiner Schüler sprechen nämlich für sich.
Ich überlege mir noch, wie ich das praktisch umsetzen könnte und freue mich in der Zwischenzeit darüber, dass eine Schülerin mein Vorhaben schon praktisch umgesetzt hat: aus Freude über ihre 1,4 in der schriftlichen Prüfung und dem “Sehr gut” im Abschlusszeugnis hat sie mir nämlich gestern unerwartet meine Erfolgsprämie vorbei gebracht:
Die Eins hat sie nicht nur in Mathe, sondern auch im Kuchenbacken verdient!
Ausschuss
4. Jul. 2009 · 379 mal gelesen | Kommentar schreiben »
Ist ein Ausschuss eigentlich nur dann ein Ausschuss,
wenn er ausschließlich geistigen Ausschuss ausscheidet?
Was für’n Schuss müssen die Leute in diesem Ausschuss haben,
dass sie so einen Dünnschiss absondern?
[gefunden bei Lonesome Walker via nerdcore]
Geblitzdingst
3. Jul. 2009 · 492 mal gelesen | 5 Kommentare »
Traditionen sind etwas wichtiges und wertvolles. Sich wiederholende Ereignisse geben ein Gefühl der Sicherheit.
So langsam glaube ich daran, dass sich in meinem Leben eine neue Tradition etablieren will: wie schon vor ziemlich genau einem Jahr hat heute mal wieder der Blitz bei mir eingeschlagen.
Ich weigere mich aber noch, mich an den alljährlichen Blitztreffer zu gewöhnen. Vor allem deshalb, weil es doch jedes Mal zu recht viel Rennerei führt (auch wenn sich da eine gewissen Routine einspielen könnte):
15:45 – Ich bin grad zuhause, weil eine Stunde abgesagt wurde.
15:55 – Ein Gewitter ist vorbei gezogen, der Himmel hellt sich auf.
16:00 – Ich setze mich nochmal schnell an den Computer bevor ich weiter muss.
16:05 – Ein Blitz zeitgleich mit einem infernalischen Knall schreckt mich hoch.
16:06 – Bei mir alles OK. Der rechte Arm fühlt sich so an, als ob ich einen leichten Stromschlag bekommen hätte. So in der Größenordnung eines Weidezauns. Kein Vergleich mit letztem Jahr.
16:07 – Der Strom ist weg. Computer, Licht und Radio aus. Das einzige, was man hört ist das Alarmpfeifen der Gefriertruhe.
16:08 – Das Telefon tut nicht. Liegt aber am Router, der keinen Strom bekommt.
16:09 – Die Nachbarschaft hat auch keinen Strom.
16:10 – Kann jetzt eh nichts ändern. Muss zur Nachhilfe, Parabeln erklären. Heftigster Regen. Wasser steht auf den Straßen.
17:30 – Strom ist immer noch nicht wieder da. Die Uhr am Schulhaus steht noch auf 16:05 – ‘n bisschen wie ‘Zurück in die Zukunft’
18:30 – Komisches Gefühl, so ruhig. Nur ein ‘Piep-Piep-Piep’ von der Gefriertruhe. So langsam überlege ich mir, ob ich den Inhalt evakuieren muss.
18:35 – Die Gefriertruhe ist ruhig. Die Hälfte des Hauses hat wieder Strom. War schon letztes Jahr so. Hängt damit zusammen, dass der früher landwirtschaftlich genutzte Teil einen gesonderten Stromanschluss hat.
18:36 – In der Wohnung selbst fehlt der Strom immer noch. Vermutlich muss wieder eine Hauptsicherung gewechselt werden.
18:37 – Erst mal Verlängerungskabel durch die Wohnung verlegen. Der Kühlschrank braucht dringend Strom.
18:40 – Mit zweitem Verlängerungskabel die anderen Geräte testen: TV, Anlage, Computer und Mikrowelle sind OK, aber den Router hat es wieder erwischt – kein Lebenszeichen.
18:45 – Wenn ich das Telefon direkt an die Leitung anschließe, tut es. Gleich versuchen, den Elektriker zu erreichen – keiner geht ran. Naja, bis morgen, zur Not bis über’s Wochenende komme ich schon klar.
19:30 – Neuen Router besorgt. Mein dritter in etwas mehr als einem Jahr!
20:15 – Bei den Eltern vorbei geschaut, mehr Verlängerungskabel holen. “Hast du in den Nachrichten gesehen, was für Gewitter da waren?” – “Hm, Nachrichten gibt’s bei mir grad keine, aber ich war live dabei.”
20:20 – Wieder daheim brennt das Licht und das Radio ist an. Häää? Der Strom ist in beiden Haushälften wieder da. Häää? Werd ich wirklich über zwei getrennte Leitungen versorgt, die mit einem Zeitabstand von eineinhalb Stunden wieder eingeschaltet werden? Naja, wenigstens brauch ich so keinen Elektriker…
22:00 – Computer kann wieder auf das Internet zugreifen. Das Einrichten des Routers erschien mir deutlich einfacher als letztes Jahr und vor allem beim ersten Mal. Routine ist doch etwas positives…
Und jetzt suche ich erst mal ein paar Steckerleisten mit Überspannungsschutz.
Alles Käse
2. Jul. 2009 · 503 mal gelesen | 1 Kommentar »
Meine Vermutung:
Die Verwirrung der Leute im Laden ist proportional zu den herrschenden Außentemperaturen.
Beleg:
Kunde: “Kann man den Mai-Gouda wohl noch essen? Immerhin ist ja schon Juli.”
Nicht ganz Käse-fachmännische Verkäuferin: “Wissen sie, das heiß nur, dass der Gouda von der neuen Ernte ist.”
Ich konnte mir weder das Lachen verkneifen, noch mir vorstellen, wie wohl Käse geerntet wird. Ob der wohl auf Bäumen oder Sträuchern wächst, auf dem Boden wie Melonen oder gar unterirdisch?
Vielleicht wollte sie ja auch tatsächlich sagen, dass der Mai-Gouda von der Milch gemacht wird, die im Mai gemolken wird, wenn die Kühe erstmals wieder Frischfutter bekommen. Vielleicht hat sie sich nur sehr unglücklich ausgedrückt.
Naja, so lange nicht wieder eine Kundin fragt, ob man den Montagnolo auch am Dienstag essen kann, kann es ruhig noch heißer werden.
Sofort endgültig raus
1. Jul. 2009 · 354 mal gelesen | 2 Kommentare »
Mein Klassenlehrer im Wirtschaftsgymnasium war ein herzensguter Mann. Kurz vor der Pensionierung, aber trotzdem motiviert, stets ein wenig überfordert, aber trotzdem nicht aus der Ruhe zu bringen – fast nicht.
Ich selbst war meistens ein pflegeleichter Schüler, zwar stets faul, aber selten störend. Rausgeworfen wurde ich in meiner ganzen Schullaufbahn vielleicht 5 mal.
An eine Ausnahme erinnere ich mich immer noch:
Anfang der Stunde, oben erwähnter Lehrer hat sich noch vorbereitet, noch herrschte allgemeine Unruhe. Um nicht durch das ganze Zimmer laufen zu müssen, habe ich eine leere Getränkedose in bester Dirk-Nowitzki-Manier (den damals noch niemand kannte) also eigentlich in Air-Jordan-Manier über die Zimmerwand und einen Metall-Schrank als Bande direkt zu einem klassischen 3-Punkte-Treffer in den Mülleimer versenkt. Ärgerlich, dass es in der Zwischenzeit völlig ruhig war und der Lehrer durch das infernalische Geschepper davon abgehalten wurde anzufangen.
Mit rotem Kopf und einer Lautstärke, die ihm niemand zugetraut hätte und über die er selbst wohl genauso erschrocken war wie alle anderen, schrie er mir nur zwei Worte entgegen: “Martin! RAUS!”
Sofortiger bedingungsloser Rauswurf – sicher wohlverdient…
Ganz was anderes:
In meinem Feed-Reader findet sich ein Blog schon längere Zeit. Ich habe immer gern dort mitgelesen, weil es immer wieder witzige Geschichten interessant erzählt wurden.
Gestern habe ich dort über den Confederation Cup gelesen. Ich kam aber nicht über den ersten Satz hinaus. Da las ich: “…bei den Südaffen Südafrikanern…”
Hahaha – unglaublich witzig – hahaha – da hat sich jemand ‘aus Versehen’ versprochen – hahaha – ich lach mich tot.
Genau wie für meinen Lehrer damals, gab es auch für mich nur eine mögliche Reaktion – sofort und endgültig raus.
Wenn ich eines nicht hören kann, dann sind das rassistische Witze auf allerniedrigstem Niveau – sofort und endgültig raus.
Frage an alle: Welche weiteren Gründe gibt es für euch, irgendwelche Blogs aus dem Reader zu werfen?
Manche Tage
30. Jun. 2009 · 329 mal gelesen | Kommentar schreiben »
Manche Tage sind die Tinte nicht wert, mit der man sie aus dem Kalender streichen will.
Für manche Tage findet man einfach keine Worte.
Manche Tage sind es auch nicht wert, Worte für sie zu suchen.
Wenn es an ganz genau so einem Tag trotzdem für ein Lächeln und einen wippenden Fuß reicht, dann ist das auf jeden Fall eine Erwähnung wert.
Danke Razorlight !
Danke für ‘Hostage of love’:
Google schickt sie halt zu mir
29. Jun. 2009 · 766 mal gelesen | 1 Kommentar »
Google ist der Weltmarktführer (man könnte fast sagen der Monopolist) für Leute, die mehr oder weniger sinnloses Zeug suchen.
Basti von das-unwort.de meint zwar: “Niemals wird Google aufhören, diese Sinnloses Suchenden sofort auf mein Blog zu leiten…”, aber ich kann ihn beruhigen: ich glaube, dass die Sucher recht gleichmäßig verteilt zu ihm oder zu mir geschickt werden.
Hier die Suchergebnis-Highlights wie ich sie immer und immer wieder sammle:
- mathematisch einfach kompliziert
Was willst du finden? Was Einfaches oder was Kompliziertes? Oder was einfach Kompliziertes? Einfach was Kompliziertes? Was Einfaches wird kompliziert werden. Die ganze Suche ist einfach kompliziert.
- alles suchen
Das könnte noch komplizierter werden. Mal schauen, ob dir die Suchergebnisse nicht vielleicht doch ein wenig zu viel sind. Google täuscht sich: bei mir kann man nicht alles suchen.
- radtour google
Auf einer Radtour muss man oft mal was suchen, sei es der Weg, das Ziel, Mitfahrer, Verpflegung oder eine Unterkunft. Bei der Suche hilft aber eine Suchmaschine recht wenig – vor allem wenn man bei Google in die Suchmaske “Google” eingibt.
- radweg malojapass
Da gibt es keinen Radweg. Unten ab Grenze Schweiz ist der übliche Seitenstreifen für Radler auf der Straße. Weiter oben ist die Straße zu schmal für diesen Streifen. Da musst du hoffen, dass dir der hier nicht begegnet :
- maloja-pass mit dem wohnmobil möglich
Vieles ist möglich. Nur führt so ein Wohnmobil auf einer Passtraße oft dazu, dass man …
- fahrrad seitlicher abstand
…nicht ordentlich einhalten kann. 2 m wären schön. Bei 1,5 m ist der Luftdruck beim Vorbeifahren erträglich. Bei 1 m ist man locker im Schwankungsbereich des Radfahrers. Bei 0,5 m zertrümmerst du ihm die Hand, wenn er links abbiegen will und das anzeigt. 0,3 m sind völlig normal aber für den Radler jedes Mal lebensgefährlich.
Wenn du einen Radler überholen willst, stell dir einfach vor, da fährt ein Traktor vor dir und überhole ihn auf der anderen Straßenseite.
- vertrauen dummheit
Darauf zu vertrauen, dass man mit dem vorgeschriebenen Seitenabstand überholt wird ist eine Dummheit.
Ansonsten ist da sehr wohl eine gewisse Abgrenzung zwischen Vertrauen und Dummheit. Vertrauen ist nicht grundsätzlich dumm.
- bing kostenlos laden
Solche Suchanfragen sind schon eher dumm.
Bing zu laden kostet ganz genau so viel wie die große Konkurrenz – nix.
- ausländer witze
Ja! Ausländer machen wirklich die besseren Witze. Ist aber auch nicht wirklich schwer, wenn man das inländische Angebot (Barth, Pocher, Schröder…) als Benchmark nimmt. Billy Connolly z.B. steckt sie alle mit links in die Tasche.
- mathelektion frau = problem
Ich glaube nicht, dass man das als Mathelektion verwenden kann. Frauen sind unberechenbar. Das ist ein Problem.
- wie kommt ein roter kopf
Ganz klar: Arrogante Fußballspieler wahlos zusammenkaufen, eine Mannschaft ohne Mannschaftsgefühl zusammenschustern, Millionen rauswerfen und lernen, dass auch Millionenteams manchmal so richtig eine auf den Sack bekommen – so kommt ein roter Kopf unmittelbar neben dem Trainer.
Aber bald geht der rote Kopf – und ich glaub ich werde ihn vermissen.
- pumi <3
Ich auch – danke!




