« | Home | »

Wer nicht hören will, muss…

26. Mai. 2009 · 2.932 mal gelesen | 1 Kommentar »

Mario GomezWer nicht hören will, muss… zu den Bayern.

Hätte er besser mal auf mich gehört: ich habe schon vor einem Jahr darüber geschrieben, was ich von einem Wechsel zu den Bayern halte (bzw. auch was die Toten Hosen darüber denken).

Horst Held wird auf der Homepage des VfB so zitiert: „Wir haben es zweimal geschafft, Mario zu halten. Jetzt hat er sich für einen Wechsel entschieden. Das ist sehr schade.“

Jetzt wiederholt sich die Geschichte also zum x-ten Male, es ist wie immer: wenn der Wurstfabrikant mit dem Verlauf einer Saison nicht einverstanden ist, reagiert er genau so, wie man es klischeehaft unglücklichen Frauen nachsagt: er geht frustshoppen. Nur dass Uli Hoeneß nicht auf Schuhe oder Handtaschen aus ist, sondern systematisch die Konkurrenz schwächt, indem er ihr die Leistungsträger wegkauft. Nur ein paar beliebig ausgewählte Namen als Bestätigung, dass das wirklich nichts Neues ist: Kalle del Haye, Lothar Matthäus, Mehmet Scholl, Michael Tarnat, Giovanne Elber, Michael Ballak, Lucio, Marcell Jansen, Tim Borowski, Mario Gomez …

Ich muss angesichts sehr aktueller Beispiele sicher nicht erwähnen, dass es recht häufig vorgekommen ist, dass Spieler, die vorher die großen Stars in ihrem Verein waren, bei den Bayern keinen Stich mehr machten und die Spiele auf der Bank neben einem roten Kopf sitzend beobachten durften.

Wie gesagt: ‚Wer nicht hören will…‘

Mir tut es leid für Mario Gomez. Für den VfB Stuttgart ist der Verlust zu verschmerzen. Hier hat man sich an solche Abgänge von Leistungsträgern gewöhnt:
Ende der Neunziger wurde das ‚Magische Dreieck‘ zerlegt: Elber (1997 zu Bayern) und Bobic (1999 zu Dortmund). Ein paar Jahre später spielten die ‚Jungen Wilden‘ in der Champions League und wurden dann vom großen Geld von den besseren sportlichen Perspektiven weggelockt: Aljaksandr Hleb, Marcelo Bordon, Kevin Kurányi, Andreas Hinkel und Timo Hildebrand gingen zwischen 2004 und 2007.

Wenn man eines daraus lernen kann, dann das, dass niemand unersetzlich ist. Die Abgänge von Elber und Bobic schafften Platz für Kurányi. Der Abgang von Kurányi war die große Chance für Gomez. Und auch den Abgang von Gomez wird man kompensieren können. Nicht zuletzt deshalb, weil man aus München 30 Milionen Euro überwiesen bekommt. 30.000.000 Euro, das ist eine ordentliche Stange Geld, das wieder (hoffentlich sinnvoll) investiert werden kann.

Darum hier nun zum Abschluß mein persönlicher Wunschzettel:

Bei transfermarkt.de gibt es zwar auch noch eine Menge anderer Gerüchte, aber das ist ja verständlich, wenn plötzlich 30 Millionen ‚verteilt‘ werden sollen.

Ich bin gespannt, welcher Kader in 2 Monaten vorgestellt wird.

Eine Reaktion zu “Wer nicht hören will, muss…”

  1. Pumi schreibt:
    Am 11. Juni 2009 um 18:58 Uhr

    Schade: Hleb bleibt in Barcelona (11Freunde.de)

Einen Kommentar schreiben