Archiv für "Zitate"

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Nun bist du fort

22. Nov. 2008 · 3.878 mal gelesen | 2 Kommentare »

Nun bist du fort,
und nichts auf dieser Welt bringt dich zurück.
Nun bist du fort.
Hätt‘ ich dich nie gekannt,
wär dieser Tag ein Tag wie tausende zuvor.
Doch nun wisch ich mir ganz verschämt
die erste Träne vom Gesicht.
Nun bist du fort …
Schon gut – ich weine nicht !

Du hast geglaubt an den,
der selbst die Auferstehung war.
Du hast geglaubt,
und du hast oft gesagt,
wenn du mal gehen musst, gehst du zu ihm.
Doch sag, was bleibt mir nun von dir,
was ist davon schon von Gewicht?
Nun bist du fort …
Schon gut – ich weine nicht !

Ich weiß, du lebst,
du bist nun frei und froh wie nie zuvor.
Ich weiß, du lebst,
doch schreibst du nie mehr einen Brief,
rufst nie mehr an.
Du lebst, als wärst du tot.
Ich weiß, ich weine nur um mich.
Wie ich ihn hasse, den Verzicht!
Nun bist du fort …
Schon gut – ich weine nicht !

Ich weiß nicht wie, doch hinter Wolken
sehe ich ein schwaches Licht.
Ich weiß nicht wie, doch du,
ich freu mich auf einmal ganz leis für dich.
Du weißt nun mehr als ich.
Ach du, ich tu dir sicher leid,
wie ich hier steh im Kerzenlicht.
Nun bist du fort …
Doch schau – ich weine nicht!

Du bist zu Haus,
du gingst mir nur ein kleines Stück voraus.
Du bist zu Haus!
Die Uhr an deinem Arm steht nun für immer still;
die Zeit hat ausgedient.
Der Tod, die Schmerzen sind vorbei.
Ich glaub, zurück willst du wohl nicht.
Nun bist du fort …
Denn du lebst in Gottes Licht.

(Jürgen Werth)

Ganz weit weg – ganz nah da

19. Nov. 2008 · 2.217 mal gelesen | Kommentar schreiben »

Es wundert mich, dass ich immer nur nach Nachhilfe in Mathematik gefragt werde. Manchem würde auch Nachhilfe in Erdkunde ganz gut tun. Aktuelles Beispiel: die Leute von last.fm:

Wenn Baton Rouge, New York oder Sydney in meiner Nähe sind, was ist dann so richtig weit weg? Weiter als Sydney geht von mir aus gesehen doch (fast) nicht. Ich hätte doch auf „Weitere anzeigen“ klicken sollen. Was wäre mir da wohl angeboten worden?

Vielleicht war das, was ich da auf last.fm gelesen habe, auch eher philosophisch gemeint.

Manchmal gibt es Tage (oder Wochen), da will man ganz weit weg. Egal wohin, New York, Sydney, egal – einfach ganz weit weg. Nur merkt man dann ganz schnell, dass man -egal wie weit man kommt- trotzdem nicht flüchten kann.

Vielleicht war das, was ich da auf last.fm gelesen habe, ein Fingerzeig auf den Gott an den ich glaube.

Dieser Gott verspricht immer ganz nah da zu sein.
Egal wie weit ich weg bin, egal wie es mir geht.
Gott will bei mir sein.

Ob ich sitze oder stehe, du weißt es,
du kennst meine Pläne von ferne.
Von allen Seiten umgibst du mich,
ich bin ganz in deiner Hand.
Fliege ich dorthin, wo die Sonne aufgeht,
oder zum Ende des Meeres, wo sie versinkt:
auch dort wird deine Hand nach mir greifen,
auch dort lässt du mich nicht los.

(aus Psalm 139)

Sprachlos

15. Nov. 2008 · 2.685 mal gelesen | 2 Kommentare »

Ich bin der HERR, dein Gott, der deine rechte Hand fasst
und zu dir spricht: Fürchte dich nicht, ich helfe dir!
(Jesaja 41,13)


für E. Bauer
(* 3.7.1944; † 13.11.2008)

Gedanken beim Laub Rechen

9. Nov. 2008 · 1.948 mal gelesen | Kommentar schreiben »

Damit kann ja keiner rechnen, dass ausgerechnet ein Mathematiker keine Laubrechen-Koryphäe ist.
Je stupider die Tätigkeit, desto verworrener die Gedanken, die mir dabei kommen. Oder kann man damit rechnen, dass mir beim Herbstputz ausgerechnet ein Zitat des Bundestrainers einfällt?

„Die Türken haben gezeigt, dass man, egal bei welchem Spielstand, immer mit ihnen rechnen kann. Das macht sie natürlich unberechenbar.“

(Jogi Löw)

Manche Lieder

11. Okt. 2008 · 3.688 mal gelesen | 2 Kommentare »

Manche Lieder hört man sich an, weil sie schön sind.

Manche Lieder haben einen interessanten Text.

Manche Lieder passen in die aktuelle Situation.

Aber manche Lieder hauen dich auch einfach um:

Hammermädel mit Hammerstimme singt Hammerlied mit Hammertext.

You see the smile that’s on my mouth
It’s hiding the words that don’t come out
And all of my friends who think that I’m blessed
They don’t know my head is a mess
No, they don’t know who I really am
And they don’t know what I’ve been through
Like you do

Manche Lieder, Texte und Situationen hauen mich einfach um.

Nachtrag: Einbetten ist nicht mehr gestattet. Hier der Link zum Original: http://www.lastfm.de/music/Brandi+Carlile/_/The+Story?autostart

The Way

30. Aug. 2008 · 2.221 mal gelesen | Kommentar schreiben »

Er hat seinen Engeln befohlen,
dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen,
dass sie dich auf den Händen tragen
und du deinen Fuß nicht an einen Stein stoßest.

(Psalm 91, 11-12)

Zitat des Tages: Unmöglich

9. Aug. 2008 · 1.787 mal gelesen | Kommentar schreiben »

Du weißt, es ist unmöglich
Und doch, es ist zum Lachen
Versuchst Du beinah täglich
Es jedem recht zu machen

(Karl-Heinz Söhler)

Einfach so

3. Jul. 2008 · 9.352 mal gelesen | 1 Kommentar »

Schön zu hören – gut zu wissen – wunderbar zu erfahren:

Public Viewing Mannenberg

29. Jun. 2008 · 2.121 mal gelesen | 1 Kommentar »

Endspiel der EM 2008 – man schaut gemeinsam Fußball:
600.000 in Berlin
70.000 in München
40.000 in Stuttgart
20 in Mannenberg

Für viele Zuschauer auf ungezählten Plätzen in ganz Deutschland wird das Public Viewing ein Erlebnis bleiben, das sie nicht so schnell vergessen.

So auch für mich.

Schon beim Public Hymne-Singing kam die Erinnerung an die technischen Pannen vom Halbfinale wieder auf, als Bild und Ton zeitlich zueinander versetzt waren. Wir waren mit dem Text merklich schneller fertig als die Herrschaften in Wien. Zu diesem Zeitpunkt habe ich mir erstmals inbrünstig gewünscht, die deutsche Hymne hätte wie die spanische auch keinen Text…

Aus den darauf folgenden gefühlten 3 Stunden habe ich nur noch bruchstückhafte Erinnerungen.

Hier nur einige Auszüge (alle Kommentare aus der ersten halben Stunde):

Ich habe es dann tatsächlich bis zur Halbzeitpause ausgehalten…

Es war kein schönes Spiel. Es war kein erfolgreicher Ausgang. Aber es war ein unvergessliches Erlebnis.

Es gibt keinen Gott

4. Jun. 2008 · 2.567 mal gelesen | 2 Kommentare »

„Diese kleine Geschichte war vor einiger Zeit in einer bekannten englischen Tageszeitung zu finden:

Stell‘ dir einmal eine große Mäusefamilie vor, deren Familienmitglieder alle in einem großen Klavier lebten, solange sie zurückdenken konnten. Ihre Klavierwelt war häufig erfüllt mit der wunderbaren Musik dieses Instrumentes – es war ein herrlicher, harmonischer Klang.

Zuerst waren die Mäuse davon ausgesprochen beeindruckt. Sie genossen die Musik und machten sich Gedanken, von wem sie wohl stammte. Ja, sie dachten gerne an den unsichtbaren Klavierspieler, den sie nicht sehen konnten, aber der ihnen doch so nahe sein musste.

Dann, eines Tages, machte sich eine besonders wagemutige Maus auf und erklomm die höher gelegenen Teile des Klaviers. Als sie von ihrem Ausflug zurückkehrte, war sie ganz in Gedanken versunken. Sie hatte herausgefunden, wie die Musik gemacht wird. Sie hatte das Geheimnis entdeckt: Metalldrähte ! Gespannte Metalldrähte verschiedener Länge zitterten und vibrierten und ließen so die Töne entstehen. So mussten die Mäuse ihren alten Glauben aufgeben: Keine der wirklich ernst zu nehmenden Mäuse konnte jetzt noch an den unsichtbaren Klavierspieler glauben.

Später sorgte eine andere Forschermaus für weitere Erklärungen. Jetzt waren kleine Hämmerchen das Geheimnis. Die Hämmerchen tanzten und sprangen auf den Metalldrähten. Diese neue Theorie war natürlich ein ganzes Stück komplizierter, aber sie zeigte besonders deutlich auf, in was für einer mechanischen und wissenschaftlichen Welt die Mäuse lebten. Der unsichtbare Klavierspieler wurde natürlich endgültig in die Welt der Märchen und Sagen verbannt.

Aber der Klavierspieler machte weiter seine wunderschöne Musik.“

(Rainer Haak)

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