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Heinz Erhardt zum 100.

21. Feb. 2009 · 1.706 mal gelesen | Keine Kommentare »

Bereits gestern wäre der 100. Geburtstag von Heinz Erhardt gewesen. Grund genug, einen der größten deutschen Komiker zu Wort kommen zu lassen.

Bei allen, die gestern an Heinz Erhardt erinnerten, wurde er als Meister des Kalauers und des albernen Wortspiels vorgestellt. Das ist auch richtig so. Bekannt Legendär wurde er durch Gedichte, wie dieses:

Der Berg

Hätte man sämtliche Berge der Welt
Zusammengetragen und übereinander gestellt
Und wäre zu Füßen dieses Massivs
Ein riesiges Meer, ein breites und tief’s
Und stürzte dann unter Donnern und Blitzen
Der Berg in dies Meer
Na, das würd spritzen.

Wer solche Gedichte kennt und dazu die zahlreichen Kalauer-Filme aus der Wirtschaftswunderzeit, der würde kaum erwarten, dass Heinz Erhardt auch philosophisch wertvolles Gedankengut geschrieben hat. Doch, ehrlich:

Der Spatz

Es war einmal ein grauer Spatz,
der saß ganz oben auf dem Dache,
und unten hielt die Miezekatz
schon seit geraumer Weile Wache.

Da sagte sich das Spätzlein keck:
»Mich kann das Biest nicht überlisten!«
Bums, kam ein Habicht um die Eck
und holte sich den Optimisten.

So kann es allen denen gehn,
die glauben, nur sie wären die Schlauen.
Man darf nicht nur nach unten sehn,
man muss auch mal nach oben schauen!

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