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Auge um Auge

8. Feb. 2008 · 2.268 mal gelesen | 3 Kommentare »

In Frankreich hat ein Lehrer einen Schüler geschlagen. Ich möchte mir jetzt kein Urteil bilden, ob das richtig ist oder nicht. Ich will nicht darüber entscheiden, ob es pädagogisch besser ist, dem Schüler beizubringen, dass er ohne Konsequenzen seinem Lehrer auf der Nase herum tanzen und ihn beleidigen kann, oder ihm vorzuleben, dass man mit Gewalt Probleme lösen kann.

Ich mache mir nur Gedanken über die Frage: Ist es eigentlich journalistisch bzw. sprachlich gelungen, wenn in einem Artikel über den Vorfall diese Formulierung zu finden ist:

„Das Verständnis für den Ohrlaschen-Lehrer ist in Frankreich groß.
Sympathien schlagen ihm auch von Seiten der Politik entgegen.“ ???

Na ja, so lange der Lehrer nicht einschlägig vorbestraft ist, sollte man ihm die Bitte nicht abschlagen, wieder in den Schuldienst zurückzukehren. Seine nächste Schulstunde wird auf jeden Fall ein durchschlagender Erfolg sein. Auf der anderen Seite wird der Schüler – wenn er schlagfertig ist – eine Abschlagszahlung auf das Schmerzensgeld fordern…

Stellt sich mir nur noch die Frage, ob Profi-Golfer eigentlich nur von Abschlagszahlungen leben. Aber das gehört ja überhaupt nicht zu diesem Thema.

3 Reaktionen zu “Auge um Auge”

  1. Matze schreibt:
    Am 2. Oktober 2008 um 13:06 Uhr

    Hey Pumi…

    geniales ding, hab mir erst mal en brett gelacht als ich den text gelesen hab…
    in wortspielen bist du echt (fast) nicht zu schlagen!!
    auf jeden fall weiter so!!!

    Gruß Matze

  2. Pumi schreibt:
    Am 2. Oktober 2008 um 13:39 Uhr

    Hm, „(fast) nicht zu schlagen“ – ich überleg mir grad, ob du das in dem Zusammenhang absichtlich so formuliert hast oder ob das ein „Aus-Versehen“-Wortspiel ist…?

    🙂

  3. Matze schreibt:
    Am 6. Oktober 2008 um 18:17 Uhr

    hehe… war tatsächlich ein „aus-Versehen-Wortspiel“
    aber vielleicht angeregt durch deinen text…

    man weiß es nicht…

    gruß Matze

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