Nun bist du fort
22. Nov. 2008 · 608 mal gelesen | 1 Kommentar »

Nun bist du fort,
und nichts auf dieser Welt bringt dich zurück.
Nun bist du fort.
Hätt’ ich dich nie gekannt,
wär dieser Tag ein Tag wie tausende zuvor.
Doch nun wisch ich mir ganz verschämt
die erste Träne vom Gesicht.
Nun bist du fort …
Schon gut – ich weine nicht !
Du hast geglaubt an den,
der selbst die Auferstehung war.
Du hast geglaubt,
und du hast oft gesagt,
wenn du mal gehen musst, gehst du zu ihm.
Doch sag, was bleibt mir nun von dir,
was ist davon schon von Gewicht?
Nun bist du fort …
Schon gut – ich weine nicht !
Ich weiß, du lebst,
du bist nun frei und froh wie nie zuvor.
Ich weiß, du lebst,
doch schreibst du nie mehr einen Brief,
rufst nie mehr an.
Du lebst, als wärst du tot.
Ich weiß, ich weine nur um mich.
Wie ich ihn hasse, den Verzicht!
Nun bist du fort …
Schon gut – ich weine nicht !
Ich weiß nicht wie, doch hinter Wolken
sehe ich ein schwaches Licht.
Ich weiß nicht wie, doch du,
ich freu mich auf einmal ganz leis für dich.
Du weißt nun mehr als ich.
Ach du, ich tu dir sicher leid,
wie ich hier steh im Kerzenlicht.
Nun bist du fort …
Doch schau – ich weine nicht!
Du bist zu Haus,
du gingst mir nur ein kleines Stück voraus.
Du bist zu Haus!
Die Uhr an deinem Arm steht nun für immer still;
die Zeit hat ausgedient.
Der Tod, die Schmerzen sind vorbei.
Ich glaub, zurück willst du wohl nicht.
Nun bist du fort …
Denn du lebst in Gottes Licht.
Im alten und im neuen Jahr
1. Jan. 2008 · 642 mal gelesen | Kommentar schreiben »
Am Ende des alten Jahres, ist es schön, rückblickend zu erkennen, dass Gott immer bei mir war.
Und am Anfang des neuen Jahres Freue ich mich darüber, dass er mir auch weiterhin diese Zusage macht:
“Siehe, ich habe dir geboten, dass du getrost und unverzagt seist.
Lass dir nicht grauen und entsetze dich nicht;
denn der Herr, dein Gott, ist mit dir
in allem, was du tun wirst.”
(Josua 1,9)
Zum Jahreswechsel
31. Dez. 2007 · 803 mal gelesen | Kommentar schreiben »
Zum Jahreswechsel
(Käthe Walter)
Du, der in Ewigkeiten ist und war,
du hast die Zeit als Leben uns gegeben.
Ein anvertrautes Pfand war jedes Jahr,
das deine Güte schenkte unserm Leben.
Und wieder kommt ein Jahr aus deiner Hand.
Schenk allem Wollen gnädiges Gelingen
und segne dieses neue Lebensland,
daß es dir volle Ähren möge bringen !
Wohin der Weg uns führt, weißt du allein,
nur du kennst auch die noch verhüllten Weiten.
Doch auch im Dunkel : welch Geborgensein,
du willst uns ja mit deinen Augen leiten.
So ist ein jeder Tag voll Zuversicht,
ein gnadenvolles Dir-Entgegengehen,
bis wir, wenn du es schenkst, im ewgen Licht
lobpreisend einst vor deinem Throne stehen.
“Befiehl dem Herrn deine Wege
und hoffe auf ihn, er wird’s wohlmachen.”
(Psalm 37, 5)
Hochwasser
2. Dez. 2007 · 348 mal gelesen | Kommentar schreiben »
Ein Mann ist von Überschwemmungsfluten eingeschlossen, Und als das Wasser ansteigt, klettert er auf das Dach seines Hauses und wartet darauf, das ihn jemand rettet. Ein Bursche in einem Motorboot fährt vorbei und sagt: “Spring rüber, ich rette dich.”
“Nein, danke”, sagt der Mann auf dem Dach, “Gott wird mich retten.”
Aber das Wasser steigt weiter. Ein paar Minuten später fliegt ein Rettungshubschrauber über das Haus und der Pilot wirft eine Leine runter.
“Nein, danke”, sagt der Mann auf dem Dach, “Gott wird mich retten.”
Aber die Fluten steigen immer höher, überschwemmen das Dach, und der Mann ertrinkt.
Als er in den Himmel kommt, stellt er Gott zur Rede: “Mein Gott warum hast du mich nicht gerettet?”
“Du Idiot”, sagt Gott, “ich habe doch ein Rettungsboot geschickt und dann noch einen Hubschrauber.”
(aus Lance Armstrong: Tour des Lebens)
Lichblitze vom Himmel, brennende Büsche und Engel mit Posaunen sind eher selten. Der Gott, an den ich glaube, wirkt viel häufiger durch alltägliche Kleinigkeiten und durch die Menschen um uns herum…


