Mein Jahr 2008 (1.Teil)
29. Dez. 2008 · 1.284 mal gelesen | 3 Kommentare »
Man kann das vergangene Jahr nicht einfach so abschütteln.

In dieser Jahreszeit tauchen die Jahresrückblicke geradezu inflationär auf. Manch einem hängen sie wohl zum Hals heraus. Trotzdem ist es meiner Meinung nach wichtig, noch einmal auf das vergangene Jahr zurück zu schauen.
Die Wege Gottes sind wie ein hebräisches Buch, das man nur von hinten lesen kann.
(Martin Luther)
Es war von A – Z ein interessantes Jahr. Ich habe viele positive aber auch einige negative Erinnerungen.
Ohne Wertung und ohne jeden Anspruch auf Vollständigkeit möchte ich hier mein A – Z des Jahres 2008 vorstellen:
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Mathe für Anfänger (5)
28. Dez. 2008 · 581 mal gelesen | Kommentar schreiben »
Auf eine Anfrage einer interessierten Leserin hin, hier ein weiterer Teil aus der Reihe “Mathe für Anfänger“:
Die Frage:
“Ich bin grade am Putzen, und finde es doch immer wieder beeindruckend, wie viel Dreck auf so wenig Platz passt. Gibt es dazu eigentlich eine mathematische Formel??”
Meine Antwort:
Für dein Dreck-Problem habe ich noch keine mathematische Formel gefunden. Ich habe mich dem Problem aber experimentell genähert. Erste Vermutungen am praktischen Beispiel meines Schlafzimmers gehen in diese Richtung:
Sei d(t) die Gesamtmenge des Drecks auf einer begrenzten Fläche nach einer staubsaugerfreien Zeitdauer t, so ist der Grenzwert von d(t) für t gegen Unendlich auch unendlich groß, d.h. d(t) ist vermutlich divergent.
Schwerwiegend – Gedanken des Tages
26. Dez. 2008 · 588 mal gelesen | Kommentar schreiben »
Es ist doch seltsam, dass es beim weihnachtlichen Festessen so leicht ist, einen schwerwiegenden Fehler zu machen.
Und so kann es leicht sein, dass das Essen schwerwiegende Folgen hat.
Stille Nacht
25. Dez. 2008 · 941 mal gelesen | Kommentar schreiben »
Was muss das für ein Durcheinander gewesen sein?
Die lange Reise. Die Suche nach einer Unterkunft. Die ganzen Vorbereitungen. Und dann die Geburt. Und die ganzen Gäste. Alle hatten so viel zu erzählen. Die Hirten waren vor Aufregung ganz durcheinander. Die Gelehrten mit ihren Geschenken. Und dann aber gleich weiter. ‘Das müssen wir weitersagen’.
Was muss das für ein Durcheinander gewesen sein?
Was muss das für eine Ruhe gewesen sein?
Am nächsten Morgen. Als alles vorbei war. Als niemand mehr da war. Als sie tief durchatmen konnten. Als sie Zeit für das Kind in der Krippe hatten.
Was muss das für eine Ruhe gewesen sein?
Was war das für ein Durcheinander?
Die lange Zeit vorher. Woran man alles denken muss. Die ganzen
Vorbereitungen. Und dann das Fest. Und die ganzen Gäste. Alle hatten
so viel zu erzählen. Die Kinder waren vor Aufregung ganz durcheinander. Und die ganzen Geschenke. Und dann aber gleich weiter. ‘Morgen gibt es einen Festbraten’.
Was war das für ein Durcheinander?
Was könnte das für eine Ruhe sein?
Am nächsten Morgen. Wenn alles vorbei ist. Wenn niemand mehr da ist. Wenn man tief durchatmen kann. Wenn man Zeit für das Kind in der Krippe hat.
Was könnte das für eine Ruhe sein?
Ich wünsche euch allen eine erholsame Weihnachtszeit. Ich wünsche euch allen viel Ruhe in all dem Durcheinander. Ich wünsche euch allen, dass ihr auch Zeit für das Kind in der Krippe habt.
Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids.
Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens.
(Lukas 2; 10,11+14)
Tag Cloud Einstellungen
23. Dez. 2008 · 2.042 mal gelesen | 4 Kommentare »
Die ‘tag cloud’ (also die Stichwortsammlung, die bei mir in der Sidebar mit ‘Kreuz und Quer’ überschrieben ist) hat mir in den Standard-Einstellungen nicht so recht gefallen.
Ich wollte die Einstellungen für die Größe und die Sortierung ändern. Die tag cloud wird in meinem WordPress aber als widget in die sidebar geladen. Darum hat man keinen direkten Zugriff auf die Einstellungen. Zumindest habe ich im WordPress-Forum keine Lösung gefunden.
Also habe ich als Lösung nur eine Änderung der zuständigen Core-Datei gesehen:
ich habe in der ‘wp_includes/category-template.php’ die Funktion wp_tag_cloud gesucht. Sie wird bei mir in Zeile 522 definiert.
Hier habe ich jetzt einfach die Default-Werte nach meinen Wünschen geändert (vor allem ‘order’ => ‘RAND’). Eine genaue Beschreibung der Parameter und die wirklichen Default-Werte finden sich unter codex.wordpress.org/Template_Tags/wp_tag_cloud
Die kleine Änderung in der Quell-Datei hat natürlich auch Nachteile:
- beim nächsten Update ist die Änderung wieder weg, bzw. muss neu gemacht werden
- eine falsche Änderung kann das ganze WordPress zerschießen
Aber mit der notwendigen Vorsicht (Backup, Backup, Backup…) ist es wirklich kein Problem. Eine Notiz mit den durchgeführten Änderungen macht es einfach, die Änderungen nach dem nächsten Update zu wiederholen.
Und wenn jetzt jemand bei all dem Fachchinesisch nichts verstanden hat – ist auch überhaupt nicht wichtig…
Favourite George W. Bush moments
20. Dez. 2008 · 1.020 mal gelesen | 2 Kommentare »
Dezember – Zeit der Jahresrückblicke.
David Letterman inspiriert mich, auch ein paar Jahresrückblicke zu machen.
Aber zuerst darf er selbst einen Rückblick halten auf seine ‘Favourite George W. Bush moments’:
Ich möchte nicht mehr dazu beitragen als ein Zitat aus den Kommentaren:
“Funny as Dubya can be, I don’t think I’ll miss him much…”
[via netzpolitik.org]
Mathe für Anfänger (4)
17. Dez. 2008 · 933 mal gelesen | Kommentar schreiben »
Endlich mal wieder gibt es ein neues Kapitel der Reihe “Mathe für Anfänger“.
Heute: “Achsensymmetrie”.
Das Schaubild K einer Funktion f(x) ist symmetrisch zu der Geraden x = x0 wenn für alle h gilt:
f(x0+h) = f(x0-h)
Deutlich einfacher wird dieser Sachverhalt den Mathe-Schülern schon vor der Pupertät gelehrt:
Eine Figur ist symmetrisch, wenn es zu jedem Punkt P einen Abbildpunkt P’ gibt, der den gleichen Abstand wie P zu jedem Punkt auf der Symmetrieachse hat.
Oder noch einfacher: auf beiden Seiten der Spiegelachse ist das gleiche – nur spiegelverkehrt.
Warum diese Mathe-Lektion?
Nun ja: als Hobby-Fotograf interessiere ich mich natürlich für die Werke der Profis. Und so habe ich bei National Geographic den ‘Photo Contest‘ gefunden. Genauer – ich habe einen der ’2008 winners’ gefunden:

Gute Bildbearbeitungs-Programme sind nicht alles. Man sollte trotzdem noch nachdenken.
Fazit: Leute passt in Mathe besser auf – dann merkt man es nicht so schnell, wenn ihr bei Fotowettbewerben bescheißen wollt!
Do they know it’s Christmastime
16. Dez. 2008 · 744 mal gelesen | Kommentar schreiben »
Schon wieder ein Video…
Diesmal möchte ich mit einem Satz aus dem Abspann beginnen: “At Christmastime we should always spare a thought for those less fortunate than us.”
Ich möchte mich dem anschließen und einen Gedanken verschwenden verschenken an all die bemitleidenswerten Investment-Banker, Hedge-Fonds-Manager, Analysten und Spekulanten, die von der Finanzkrise getroffen wurden.
Mein Dank gilt allen Journalisten, die versuchen mir zu erklären, wie man in wenigen Monaten Hunderte von Milliarden Euro vernichten kann, außerdem den kreativen Genies, die dieses Video gemacht haben und Malte von Spreeblick, durch den ich es gefunden habe…
Anti-boredom
15. Dez. 2008 · 640 mal gelesen | Kommentar schreiben »
Eine Weihnachtsgeschichte
12. Dez. 2008 · 2.002 mal gelesen | 1 Kommentar »
Heute ist der achte Todestag meiner Oma. Wie in jedem Jahr gibt es als Erinnerung daran eine verfrühte Weihnachtsgeschichte:
Für meine Oma
Im Advent 2000: Kann es Weihnachten werden, wenn wenige Tage vorher ein geliebter Mensch gestorben ist? Müsste nicht die Welt um mich herum stehen bleiben? Diese Fragen habe ich mir selbst mit dieser frei erfundenen aber wahren Weihnachtsgeschichte beantwortet. Und es wurde wirklich Weihnachten…
Eine Weihnachtsgeschichte:
Es war eine saukalte Nacht, eine Nacht wie jede andere.
Wir sind draußen auf dem Feld beim Lagerfeuer gelegen. Jeder hat sich so seine Gedanken gemacht.
Es war eine saukalte Nacht, eine Nacht wie keine andere.
Es war schon ein paar Tage her. Ein Schaf war ausgerissen. Daniel war losgegangen: »Bleibt ihr ruhig hier, ich finde es schon wieder«. Und dann ist er nicht mehr wieder gekommen. Ein falscher Schritt im Dunkeln. Er ist die Felsen runter gestürzt und war sofort tot.
Es war eine saukalte Nacht, eine Nacht wie keine andere.
Wir sind wieder draußen auf dem Feld beim Lagerfeuer gelegen. Aber alles, was mich sonst in solchen Nächten beschäftigt hat, war heute so weit weg. Der Streit mit Ruben. Die Sorgen um die Familie daheim. Was die im Dorf über uns Außenseiter hier draußen denken. Alles schien nur an mir vorbei zu laufen. Die Angst, ob ich den Job behalten werde, und ob das Geld reicht. Alles, was sonst so unglaublich wichtig war, alles war nun verschwommen und ganz weit weg. Nur noch ein Gedanke war da: Daniel – tot – nie mehr wird er bei uns sein – nie mehr mit uns arbeiten – nie mehr mit uns diskutieren – nie mehr mit uns lachen – nie mehr.
Es war eine saukalte Nacht, eine Nacht wie keine andere.
Wir sind draußen auf dem Feld beim Lagerfeuer gelegen. Jeder hat sich so seine Gedanken gemacht. Jeder war woanders, keiner war wirklich da.
»Und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde bei den Hürden, die hüteten des Nachts ihre Herde.
Und der Engel des Herrn trat zu ihnen, und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie; und sie fürchteten sich sehr.
Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr.« (Lukas 2; 8-11)
Es war eine saukalte Nacht, eine Nacht wie keine andere.
In dieser Nacht hat Gott gesagt: »Fürchtet euch nicht!«. In dieser Nacht hat Gott gesagt:
Ich lasse euch nicht allein hier draußen.
Ich komme zu euch. Ich will bei euch sein, bei euren Problemen, bei eurem Streit, bei eurer Angst.
Ich komme zu euch. Ich bin bei euch, egal was euch beschäftigt, egal was euch wichtig ist.
Ich komme zu euch. Ich bin bei euch, bei euren Sorgen, bei eurer Furcht und bei eurer Trauer.
»Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude.«



