Monatsarchiv für März 2009

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He’s got the whole world…

21. Mrz. 2009 · 1.734 mal gelesen | Kommentar schreiben »

Die ganze Welt können Blogger bekommen, wenn sie auf diese Aktion hinweisen: www.domain-karte.de
Gut, es ist ’nur‘ die Welt im Format 120 x 60 cm, aber immerhin…

Ja richtig, alle Blogger, die über die Aktion der Firma United-Domains berichten, bekommen eine Domain-Weltkarte für umsonst. Natürlich steht da: ’solange Vorrat reicht‘, aber für mich wird der Vorrat doch wohl noch reichen – hoffe ich.

Wenn nicht, tröste ich mich mit Worten aus dem Markus-Evangelium:

„Was hülfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewönne
und nähme an seiner Seele Schaden?“

(Markus 8,36)

Frühlingsanfang

20. Mrz. 2009 · 1.867 mal gelesen | Kommentar schreiben »

Zum heutigen Frühlingsanfang möchte ich nicht Goethe oder Schiller zitieren, sondern Willi Astor, den ungekrönten König der Wortspieler:

„Ich steh ja jeden Morgen meistens mit dem rechten Fuß auf. Heute habe ich meinen Tag aber anders begonnen, weil ich mir vorgestellt hab, wie das wäre, wenn ich heute früh links anfang.“

(Willi Astor)

Übrigens: wer ab heute seinen Wecker täglich um 6 Minuten früher klingeln lässt (was relativ leicht zu verkraften ist), hat sich pünktlich zur Sommerzeit an die Stunde Zeitumstellung gewöhnt und muss dann nicht darüber meckern, sondern kann sich vorbehaltlos über die gewonnene Abendstunde mit Tageslicht freuen – endlich wieder nach der Arbeit mit’m Fahrrad los…

Widerlich

19. Mrz. 2009 · 2.077 mal gelesen | Kommentar schreiben »

Sorry Anne, aber ich muss noch einmal zurück nach Winnenden:

Bei NDR Zapp gibt es einen interessanten Beitrag [via Stefan Niggemeier]:

NDR Zapp

Es ist einfach widerlich, was mit den Betroffenen gemacht wird.

Die Küche des Krankenhauses Winnenden liegt unmittelbar neben dem Schulzentrum. Die Küchenmitarbeiter haben die Tragödie aus nächster Nähe miterlebt. Seit mehr als einer Woche führt ihr Weg zur Arbeit durch das Spalier der Kameras, vorbei an trauernden Bekannten und Verwandten. Täglich haben sie die Albertville-Realschule direkt im Blickfeld, täglich gehen sie durch den Park, wo ein Krankenhausmitarbeiter getötet wurde. Es wäre höchste Zeit, dass auch sie einmal an einem freien Wochenende zur Ruhe finden können, dass auch sie Gelegenheit finden können, das Geschehene und Gesehene zu verarbeiten, dass auch sie Zeit für Gespräche mit ihren Kindern haben, die z.T. selbst dort zur Schule gehen.

Ein freier Tag ist am kommenden Samstag aber nicht möglich. Da werden zu der zentralen Trauerfeier mehrere zehntausend Menschen in Winnenden erwartet. Unter ihnen selbstverständlich auch zahlreiche Politiker, die in diesem Jahr wiedergewählt werden wollen. In der Küche des Krankenhauses Winnenden wird jede helfende Hand gebraucht. Da gilt es, die wichtigen Gäste zu verköstigen, damit sie nicht nur mit einer Butterbrezel abgespeist werden müssen.

Wäre doch auch schlimm, wenn die geladenen hohen Gäste ihr Mitgefühl mit den Betroffenen hungrig zum Ausdruck bringen müssten.

Ta-daaa

18. Mrz. 2009 · 1.310 mal gelesen | Kommentar schreiben »

100000Es ist eine schwierige Gratwanderung, einerseits ein herausragendes ‚Jubiläum‘ zu feiern, aber gleichzeitig nicht bei der Selbstbeweihräucherung stehen zu bleiben.

Heute morgen habe ich bemerkt, dass der Besucherzähler erstmals eine sechsstellige Zahl anzeigt.

Schnell ein kurzes Dankeschön an alle Leser, Suchmaschinen-Bots und Spam-Dreckschleudern, die meine Seite regelmäßig besuchen und den Zähler so vorwärts bewegen.

Und dann aber gleich – als sein nichts gewesen – vorwärts gedacht. Ich will mich von diesem Zwischenstand nicht aufhalten lassen und einfach weiter machen, wie der herrenlose Autoreifen in diesem Video.

Jeder weiß, was seine Aufgabe und wo sein Platz ist… Seht selbst:

St. Patrick’s Day

17. Mrz. 2009 · 3.197 mal gelesen | 3 Kommentare »

Am 17. März feiern die Iren ihren Nationalfeiertag, den St. Patrick’s Day.
Anlass genug für mich, auch mal wieder einen ‚irischen Tag‘ einzulegen.

Wie schon beim letzten Mal habe ich wieder einen sehr schönen Segen gefunden:

Das heißt genau genommen hab ich ihn nicht gefunden, sondern die Lisa hat ihn mir vor ein paar Tagen geschickt und einen Volltreffer damit gelandet.

Ich bekomme bei dem Video jedes mal eine Gänsehaut und ‚Heimweh’…

Nicht, dass keine Wolke deinen Weg überschatte
Nicht, dass dein Leben künftig ein Beet voller Rosen sei
Nicht, dass du niemals bereuen müsstest
Nicht, dass du niemals Schmerzen empfinden solltest
Nein, das wünsche ich dir nicht.

Mein Wunsch für dich lautet:
Dass du tapfer bist in Stunden der Prüfung
Wenn andere Kreuze auf deine Schultern legen
Wenn Berge zu erklimmen
Und Klüfte zu überwinden sind
Wenn die Hoffnung kaum mehr schimmert

Dass jede Gabe, die Gott dir schenkt, mit dir wachse
Und sie dir dazu diene
Denen Freude zu schenken, die dich mögen

Dass du immer einen Freund hast
Der es wert ist, so zu heißen
Dem du vertrauen kannst
Der dir hilft, wenn du traurig bist
Der mit dir gemeinsam den Stürmen des Alltags trotzt

Und noch etwas wünsche ich dir:
Dass du in jeder Stunde der Freude und des Schmerzes
Die Nähe Gottes spürst
Das ist mein Wunsch für dich
Und für alle, die dich mögen.

Drei Dinge, die ich überhaupt nicht kann

16. Mrz. 2009 · 2.144 mal gelesen | 2 Kommentare »

Es gibt einen ganzen Haufen Dinge, die ich kann:

Aber es gibt auch drei Dinge, die ich überhaupt nicht kann:

Das Video von der hüpfenden Geigerin [via Nerdcore] soll aber hier nur ein positives Gegengewicht sein zu Sprüchen wie „Meine Meinung zu „Bild“ ist ne sehr positive, weil ich jeden Tag diese Zeitung lese.“ (P. Lahm) oder „Also mir wäre ein bisschen mehr Bildung und ein bisschen weniger Meinung lieber!“ (J.B. Kerner)

Im Zusammenhang mit der aktuellenBerichterstattung“ sind solche Aussagen einfach nur peinlich und widerlich.

Auf die Frage: „Wie tief kann man sinken?“ findet man bei NDR Zapp andeutungsweise Erklärungen zu den Hintergründen der Werbekampagne.

So oder so

15. Mrz. 2009 · 2.529 mal gelesen | 2 Kommentare »

Es gibt mehrere Möglichkeiten, auf eine Katastrophe zu reagieren.
Es gibt mehrere Möglichkeiten, über eine Tragödie zu berichten.

0903130001*

So oder so:

0903130002

Es liegt nahe, jetzt auf die böse Presse zu schimpfen, die aus der Trauer der Betroffenen Profit schlägt. Aber so lange wir solche Berichte lesen und sehen wollen, so lange wird es solche Berichte geben. So lange wir Bilder von trauernden Angehörigen, von Kindern zwischen Kerzen und Blumen sehen wollen, so lange wird es auch Fotografen und Kameraleute geben, die den Trauernden das Abschied Nehmen unmöglich machen, weil sie um sie herum schleichen, ihre Tränen aufnehmen und ihnen Mikrofone ins Gesicht halten.
Dabei wollen die Angehörigen doch nur eines:

Lasst uns in Ruhe trauern

An dieser Stelle möchte ich auch meinen Respekt aussprechen für alle Helfer, Seelsorger und Pfarrer, die vor Ort sind. Große Hochachtung vor der Arbeit, die sie leisten, vor allen Worten, die sie finden.

„Unter Tränen blick ich hin zu Gott.“
(Hiob 16,20)

* [Gesicht von mir unkenntlich gemacht]

Auf der Suche nach Worten

14. Mrz. 2009 · 2.139 mal gelesen | Kommentar schreiben »

Aus dem riesigen Misthaufen der sensationsgierigen medialen Triebbefriedigung ragen immer wieder ganz vereinzelt durchdachte Texte wie Blumen heraus.

Auf der Suche nach Worten waren mir einige wenige Gedankenfetzen eine Hilfe. Mein Dank gilt den Autoren folgender Texte, die mir geholfen haben beim Versuch, die Sprache wieder zu finden:

„… Rund um den Tatort sah es aus wie auf einem Rummelplatz. Immerhin hielten die mutigsten Kameraleute einen Abstand von rund sieben Metern vor dem Blumenmeer ein. Trauernde Schüler und Schülerinnen, die nicht von Mikrofonen überfallen oder von grellen Kamerascheinwerfern geblendet werden wollten, wichen aus, legten ihre Blumen und Kerzen in der Nähe ab…“

(WUV – Medienterror in Winnenden)

„… dann muss man nicht erstaunt sein, wenn es emotionale Defizite gibt, die letztlich in derartigen Taten wie in Winnenden enden. Einzelpersonen dafür “haftbar” zu machen, bringt gar nichts.
“Erziehung” – so etwas gab es einmal und es bestand nicht nur aus der Vermittlung von Fachwissen und technischen Fertigkeiten für die Berufswelt. In einer Welt, in der alles auf Effizienz und Kostensenkung ausgerichtet ist, ist dafür aber kein Platz mehr…“

(Zeitsturz – Parallelen)

„… Die Frage nach persönlicher Verantwortung wird in Deutschland selten gestellt. Doch genau darum geht es jetzt. Wer, wenn nicht die Eltern, ist denn für das Handeln seiner Kinder verantwortlich? Wer sich nicht um seine Kinder kümmert, wer nicht weiß, was sie umtreibt, welcher Kummer sie plagt, […] der macht sich schuldig – zunächst mal an seinem Kind. […] Aber bevor wir über eine Familie herfallen, die wir nicht kennen: Wie heißt eigentlich der Klassennachbar Ihres Kindes? Welches Buch liest es gerade? Liest es überhaupt? Und was haben Sohn oder Tochter am kommenden Wochenende vor? Wann haben Sie ihrem Sohn oder Ihrer Tochter zuletzt etwas erklärt, womit die Kinder wirklich etwas anfangen konnten? …“

(Spiegel – Was machen ihre Kinder gerade?)

Nachtrag 14.3., 13:47 :

„…Was allzu gerne Vergessen wird: Diese Verbrechen werden von Menschen begangen. Nicht von Pistolen, Messern, Bomben oder Fäusten. Nicht von Killerspielen, Gewaltvideos oder schlechter Musik.
Die Menschen sind es, die viel intensiverer Zuwendung bedürfen. Es bedarf offener Augen, Ohren und Münder von Eltern,  Erzieherinnen und Erziehern, Lehrerinnen und Lehrern, Freundinnen und Freunden. Es bedarf gesunden Menschenverstands und der richtigen “Antennen”.
Wir haben es in der Hand unsere Kinder mit der richtigen Nase für Krisensituationen auszustatten, ihnen beizubringen ein Gespür für Probleme in ihrem Umfeld zu entwickeln und entsprechend zu handeln.
Die Welt retten können wir damit nicht – aber vielleicht machen wir sie ein kleines bißchen lebenswerter…“

(Die Olsenbande – Meine 2 Cents)

Tell me why

13. Mrz. 2009 · 1.365 mal gelesen | Kommentar schreiben »

Ich finde immer noch keine Worte – aber Musik:

They can see no reasons – ‚cause there are no reasons…

Eli lama

12. Mrz. 2009 · 1.997 mal gelesen | 3 Kommentare »

Eli lama – My God why – Mein Gott warum?

Es gibt nur ein Wort, das mir zu der Katastrophe in Winnenden einfällt:

Warum?

sunset

Ich hätte mir gewünscht, dass die Vertreter einiger Medien und einige Blogger-Kollegen auch keine anderen Worte gefunden hätten.

Oder zumindest überlegte Worte, wie die von Johannes Rau nach dem Unglück von Erfurt (2002):

Wir sollten unsere Ratlosigkeit nicht zu überspielen versuchen mit scheinbar naheliegenden Erklärungen. Wir sollten uns eingestehen: Wir verstehen diese Tat nicht.

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