Monatsarchiv für Dezember 2007

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Licht an oder aus?

8. Dez. 2007 · 2.974 mal gelesen | 1 Kommentar »

Licht aus

Für Bild und Pro7 soll heute zwischen 20:00 und 20:05 Uhr das Licht aus gehen.

Unsere Enkel werden richtig stolz auf unsere Generation sein. Nachdem das Problem seit Jahrzehnten bekannt ist*, ergreift man nun endlich Maßnahmen zur Rettung der Erde:

Zuerst wird „Klimakatastrophe“ zum Wort des Jahres 2007 gewählt. Und wenn das die Welt nicht endgültig retten sollte, dann schalten wir eben mal schnell für 5 Minuten das Licht aus. Mit den besten Genesungswünschen an den Patienten Erde.

Beim besten Willen – ich sehe wirklich keinerlei Sinn in dieser Aktion. Komplett hirnlos unverständlich und der Gipfel der Aktion ist für mich die Tatsache, dass Pro7 live berichtet… Hä ? Licht aus – Fernseher an? Grandiose Aktion! In meinen Augen ist „Licht aus“ ein Paradebeispiel für sinnlosen Aktionismus.

Auch andere sehen das ähnlich wie ich. Gut gefällt mir die Aktion Licht an! Hier findet man ein paar Ideen, wie man der Aktion „Licht aus“ vielleicht etwas sinnvolles abgewinnen kann.

Na ja, vielleicht ist es ja auch schon einiges wert, wenn man die unsäglich hässlichen dauerblinkenden „Weihnachts“-Beleuchtungen in den Fenstern wenigstens für 5 Minuten nicht ertragen muss…

Nachtrag: der Blog-Beitrag von Stefan Niggemayer: „Greenpeace geht ein Licht aus“ ist zwar schon ein paar Tage alt, ich bin aber jetzt erst auf ihn gestoßen. Sein Beitrag ist das Beste, was ich bisher zu dem Thema gelesen habe. Er kündigt seine Förder-Mitgliedschaft bei Greenpeace als Reaktion auf die Zusammenarbeit mit der Bild-Zeitung. Respekt!

* Ich kann mich erinnern, dass einer unserer Lehrer uns schon im Jahr 1985 ziemlich genau erklärte, dass es ein „global warming“ gibt, und dass als Folge der Erwärmung Herbststürme in unseren Breiten deutlich zunehmen werden…

Ich liebe deutsches Sprach

6. Dez. 2007 · 1.344 mal gelesen | Kommentar schreiben »

Gerade gefunden auf www.icq.com:

„Es ist immer einfacher um sich in seine Muttersprache auszudrűcken. Chatte hier auf Deutsch“

Irgendwie drollig, oder?

Nachtrag:  Google findet den genialen Satz nicht nur bei ICQ, sondern auch in 20 (jawohl zwanzig!) weiteren Chats… Haben die denn alle voneinander abgeschrieben?

Nikolaus

6. Dez. 2007 · 3.533 mal gelesen | 2 Kommentare »

Johannes hat heute angerufen: „Der Nikolaus war bei mir“. Die Freude in seiner Stimme war unüberhörbar. Johannes ist halt einer, der noch Bäume ausreißen kann.

Er hat den Nikolaus zwar nicht selbst gesehen: „Der war glaub schon wieder im Auto…“, aber immerhin hat er etwas mitgebracht, nämlich „Ostereier“.

Jetzt ist er also ganz schön durcheinander gekommen, der Johannes. Ist aber auch wirklich bescheuert schwer nachvollziehbar, dass die Schokoladen-Hersteller (im vorliegenden Fall der mit der lila Kuh) in der Weihnachtszeit unbedingt Schoko-Eier verkaufen müssen.

Segen

5. Dez. 2007 · 2.031 mal gelesen | Kommentar schreiben »

Der Herr denkt an uns und segnet uns.
Psalm 115,12

Der Herr segne dich
Er mache dich frei
Von allen inneren und äußeren Zwängen
Er gebe dir Mut und Kraft
Deinen eigenen Weg zu gehen
Den für dich bestimmten Weg
Zu suchen und zu finden

Er behüte dich
Und schütze dich vor allem Unheil
Nie sollst du dich verlassen fühlen
Und widrigen Umständen
Hilflos ausgesetzt sein
Er stelle dir jederzeit
Einen guten Menschen zur Seite

Er lasse sein Angesicht über dir leuchten
Er sei dir gnädig
Und schenke dir offene Augen und Ohren
Auf dass du allezeit seine Taten
Und Wunder erkennst
In den unscheinbaren Dingen des Alltags

Er schenke dir jeden Tag ein fröhliches Herz
Ein Lächeln auf deinen Lippen
Ein Lachen, das andere mitreißt und frei macht
Und die Gabe
Dich selbst nicht so ernst zu nehmen

Mit seinem Segen sei er dir alle Zeit nahe
Umgebe dich mit seinem Beistand
Auf dass du wachsen und reifen kannst
Und deinen Weg findest
So bewahre dich der Herr, dein Gott
Der dich ins Leben rief und will
Dass du lebst und glücklich bist

Lotto-Jackpot

2. Dez. 2007 · 2.722 mal gelesen | 3 Kommentare »

Anscheinend gibt es derzeit kaum andere Themen als den Rekord-Lotto-Jackpot von 38 Millionen €. Man kann dem Thema nur schwer entgehen.

Ich habe mir auch meine Gedanken gemacht. Nicht darüber, ob ich mitspielen soll, auch nicht darüber, was ich mit 38 Mio € machen würde, sondern darüber, was eine Gewinnwahrscheinlichkeit von 1 : 140 000 000 bedeutet:

Die Chance auf einen Sechser mit Zusatzzahl beträgt 1 : 140 000 000. Aber was sagt mir das? Einhundertvierzig Millionen ist eine Zahl, die man sich nur schwer vorstellen kann.

Ich habe einen Versuch unternommen, mir die Chance auf einen Gewinn zu verdeutlichen.

Die Chance auf den Jackpot ist dieselbe, wie wenn man mit verbundenen Augen versucht, aus einer Reihe von 140000000 Euro-Stücken die alle mit der Zahl nach oben auf dem Boden liegen, das eine einzige Euro-Stück zu finden, das mit dem Adler nach oben zeigt.

So viele Euro-Stücke kann sich natürlich genau so wenig jemand vorstellen. Anschaulich wird der Vergleich, wenn man sich die Strecke von Stuttgart nach Paris (ca. 630 km) vorstellt. Auf dieser Strecke liegen die Euro-Stücke in 5-er Reihen nebeneinander. Und jetzt wird wie gesagt versucht, mit verbundenen Augen, aus diesen 140000000 Euro-Stücken, die alle mit der Zahl nach oben auf dem Boden liegen, das eine einzige Euro-Stück zu finden, das mit dem Adler nach oben zeigt.

Viel Spaß beim Suchen. Wer denkt: „Unmöglich!“, der kann ja trotzdem versuchen, im Lotto den Jackpot zu knacken.

Ich hoffe, dass der Jackpot gestern geknackt wurde, damit sich der Hype wieder für eine Weile beruhigt.

Hochwasser

2. Dez. 2007 · 1.394 mal gelesen | Kommentar schreiben »

Ein Mann ist von Überschwemmungsfluten eingeschlossen, Und als das Wasser ansteigt, klettert er auf das Dach seines Hauses und wartet darauf, das ihn jemand rettet. Ein Bursche in einem Motorboot fährt vorbei und sagt: „Spring rüber, ich rette dich.“
„Nein, danke“, sagt der Mann auf dem Dach, „Gott wird mich retten.“
Aber das Wasser steigt weiter. Ein paar Minuten später fliegt ein Rettungshubschrauber über das Haus und der Pilot wirft eine Leine runter.
„Nein, danke“, sagt der Mann auf dem Dach, „Gott wird mich retten.“
Aber die Fluten steigen immer höher, überschwemmen das Dach, und der Mann ertrinkt.
Als er in den Himmel kommt, stellt er Gott zur Rede: „Mein Gott warum hast du mich nicht gerettet?“
„Du Idiot“, sagt Gott, „ich habe doch ein Rettungsboot geschickt und dann noch einen Hubschrauber.“
(aus Lance Armstrong: Tour des Lebens)

Lichblitze vom Himmel, brennende Büsche und Engel mit Posaunen sind eher selten. Der Gott, an den ich glaube, wirkt viel häufiger durch alltägliche Kleinigkeiten und durch die Menschen um uns herum…

Ganz unten

1. Dez. 2007 · 1.819 mal gelesen | Kommentar schreiben »

Dienstag, der 13.: Es gibt Tage, da geht einfach alles schief. Aber manchmal kommt alles noch viel schlimmer… So viel schlimmer, dass die Zweifel kommen, ob es überhaupt irgendwas wie nen Gott da oben geben soll. „…wenn, dann hat er mich wohl aus Versehen fallen gelassen…“

Gedanken für ins Loch Gefallene…

Es war einmal ein Mädchen, die ist in ein tiefes Loch gefallen. In ein so tiefes Loch, dass sie nicht wieder raus kam. Sie strengte sich an, versuchte zu hüpfen und zu klettern. Aber was sie auch versuchte, sie kam nicht aus diesem Loch raus. Verzweifelt wie sie war, starrte sie nach oben. Und da oben sah sie nichts als den blauen Himmel. Jetzt fiel ihr ein: „Himmel? Da war doch was? Dort muss doch irgendwo Gott sein!“ Aber so sehr sie auch nach oben starrte, sie sah nur den Himmel. Von Gott war da keine Spur. Da fing sie an zu zweifeln: „Gibt es diesen Gott wirklich? Hat er mich wohl aus Versehen fallen gelassen? Wahrscheinlich ist er sogar dran schuld, dass ich hier unten bin! … wenn es ihn überhaupt gibt.“ Sie schaute weiter nach oben, sie streckte den Hals und versuchte ganz genau zu schauen. Aber ohne Erfolg. Da steckte sie nun in ihrem Loch starrte nach oben und konnte keinen Gott finden.

Vielleicht hätte sie nicht nach oben schauen sollen, sondern nach unten. Der Gott, den sie da oben vergeblich suchte, war schon lange zu ihr hinunter geklettert. Er war bei ihr da unten. Er wartete nur darauf, dass sie auf seine Schultern stieg um aus dem Loch raus zu kommen.

(c) Pumi – Unveränderte Weitergabe erlaubt unter Angabe der Quelle:
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