Archiv für "Pumi unterwegs"

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Allein…?

9. Jun. 2011 · 1.914 mal gelesen | Kommentar schreiben »

Die Frage, die mir in den letzten Tagen am häufigsten gestellt wurde, war:
„Fährst du da allein?“

Es hat alles seine Vor- und Nachteile:

Zu zweit kann man einiges an Gepäck einsparen, bzw. nur einmal mitnehmen (Werkzeug, Karten etc.). Zu zweit hat man immer jemand, der nach Gepäck und Rädern schaut, während man einkaufen ist o.ä. Und zu zweit sind auch die Übernachtungskosten deutlich geringer, vor allem in Frankreich, wo nach Zimmern, nicht nach Personen abgerechnet wird.

Andererseits muss man allein auf niemand Rücksicht nehmen. Man kann sein eigenes Tempo fahren, Pause machen und weiter fahren wann man möchte. Und – was bei einer Tour über drei Wochen an der Belastungsgrenze besonders wichtig ist – man muss nur seine eigenen Launen ertragen…
😀

Ich fahre also allein. Meine häufigste Antwort war: „So verrückt ist sonst niemand.“

Aber ich fahre auch nicht wirklich allein. Beim Packen ist mir eine Weihnachtskarte von meinem Neffen in die Hände gefallen. Darauf steht:

„Gott wird euch ans Ziel bringen, euch Kraft und Stärke geben.“
(1. Petrus 5,10)

Darauf will ich mich mal verlassen…

Ich packe meinen Koffer…

7. Jun. 2011 · 2.574 mal gelesen | 1 Kommentar »

Wenn man plant, 3 Wochen lang unterwegs zu sein, dann möchte man möglichst viel einpacken, damit man unterwegs nichts vermisst.
Wenn man plant, mit dem Fahrrad über alle Berge zu fahren, dann möchte man so wenig wie möglich einpacken, weil jedes Kilogramm so richtig weh tun kann.

Mit diesem Dilemma hab ich mich dran gemacht, das Gepäck für die Tour nach Nizza zu packen. Bei so viel bergauf und bergab wollte ich mir natürlich so wenig wie möglich aufladen. Trotzdem aber alles, was ich unterwegs brauche um für alle Fälle gerüstet zu sein.

Was bringt es mir, wenn ich mehr Kleider dabei habe, um abends Essen zu gehen, aber dafür weniger Platz für Proviant für tagsüber? Was bringt es mir, wenn ich jedes Gramm Gewicht spare, aber bei einer Panne irgendwo in den Bergen nicht mehr weiter fahren kann?

Zu all diesen Überlegungen kam dann noch das ‚Problem‘, dass ich das ganze Gepäck am Ende auch mit dem Flugzeug wieder nach Hause bringen muss.

Als ich dann alles auf einem Haufen hatte, sah das so aus:

Das Gepäck wird verteilt auf die Taschen, die links zu sehen sind: eine Lenkertasche für alles, was direkt griffbereit sein muss (Foto, Geld, Landkarte, Vesper…), eine Satteltasche für alle schweren Sachen und einen Rucksack für den Rest.
Vom Bikerucksack „Trans Alpine 30“ bin ich ganz besonders begeistert. Sein Fassungsvermögen von 30 Litern hätte mir fast gereicht, um ohne Satteltasche zu fahren. Nur ist es natürlich nicht zu empfehlen, mit so viel Gewicht auf den Schultern (und damit auch auf dem Sattel) zu fahren. Der Rucksack ist sehr gut einzustellen, sitzt auch voll beladen gut und lässt trotzdem erstaunlich viel Luft an den Rücken. Ich weiß zwar nicht, wie er sich nach 3 Wochen anfühlt, aber nach den ersten Test-Fahrten bin ich sehr begeistert von dem Rucksack.

Nach langem Überlegen habe ich mich auch entschlossen, meinen Laptop mitzunehmen. Zum einen um die Fotos von der Tour gleich ‚in Sicherheit‘ zu bringen. Um unterwegs Strecken auf oder vom Garmin Edge 500 – GPS Radcomputer zu laden. Und nicht zuletzt um hier auf meinem Blog ‚live‘ von der Tour zu berichten (vorausgesetzt ich finde Unterkünfte, die den Zugang zum Internet ermöglichen).

Alles in allem komme ich derzeit auf etwas über 10 kg Gepäck (ohne Getränkeflaschen). Ich denke, das ist ein recht guter Wert. Und in den Taschen ist auch noch ein bisschen Platz frei, so dass ich nicht übermäßig stopfen muss. Ich hatte es mir schwieriger vorgestellt. Aber vielleicht habe ich ja auch was Wichtiges vergessen…

Wer Fragen hat, darf sie gerne in den Kommentaren stellen.

Der Plan steht

4. Jun. 2011 · 2.335 mal gelesen | 4 Kommentare »

Vor einiger Zeit habe ich hier von einem verrückten Plan erzählt. Über ein Jahr ist seither vergangen. Der Plan ist nicht verloren gegangen oder vergessen worden, sondern ständig weiter entwickelt und ausgefeilt worden.

Kommenden Freitag geht es nun endgültig los:

Über alle Berge bis ans Meer – die verrückteste Tour meines Lebens

Klick für größere Ansicht

Ursprünglich hatte ich geplant, mit dem Zug bis Salzburg zu fahren und von dort aus die ganze Breite der Alpen auszunutzen. Das ist aber daran gescheitert, dass die Bahn anscheinend mein Fahrrad nicht transportieren kann oder will. Schon am ersten Tag, an dem die Verbindung buchbar war, bekam ich für alle Züge an dem betreffenden Wochenende den Hinweis, dass alle Fahrrad-Plätze belegt seien.

So musste ich ein wenig umplanen. Jetzt fahre ich halt von meiner Haustür weg bis Nizza. Das hat auch was.

Die Strecke ist dadurch nicht weniger schwer geworden – im Gegenteil. Die Rahmendaten sind ungefähr die gleichen geblieben:

Das Ganze habe ich aufgeteilt in 19 Etappen mit jeweils ca. 110 km (max. 180 km) und ca. 2500 Höhenmeter (max. 3400 hm).

Wie man auf dem Streckenplan sieht, habe ich einige vermeintlich sinnlose Kringel eingebaut. Dafür gibt es zwei Erklärungen: zum einen möchte ich die schönsten Ecken, die schönsten Pässe und die schönsten Strecken der Alpen mitnehmen und nicht nur auf der kürzesten Strecke nach Nizza kommen.

„Man reist ja nicht um anzukommen, sondern um zu reisen.“
(Johann Wolfgang von Goethe)

Zum anderen kann ich die ‚unnötigen‘ Umwege notfalls auch auslassen, wenn ich wegen Pannen oder schlechtem Wetter Verspätung habe oder einfach mal einen Ruhetag einlegen will. Und auch wenn ich sie fahre, ist es da sicher angenehmer, dass ich mal einen Tag lang keine Unterkunft suchen muss und das große Gepäck im Hotel lassen kann.

In den nächsten Tagen werde ich noch ein bisschen mehr über die Strecke, die Vorbereitung und meine Ausrüstung erzählen.
Und am Freitag geht es dann endlich los. Ich platze schon fast vor Reisefieber…

Runner’s High

1. Aug. 2010 · 3.199 mal gelesen | Kommentar schreiben »

Runner’s High bzw. Läuferhoch bezeichnet ein beim Langstreckenlauf sowie in Einzelfällen beim Radsport auftretendes Hochgefühl. Der Sportler erlebt idealerweise einen schmerzfreien und euphorischen Gemütszustand, der ihn die körperliche Anstrengung vergessen lässt und ihm das Gefühl gibt, „ewig“ weiterlaufen zu können.

(de.wikipedia.org)

Überprüft – stimmt!

Liebe Autofahrer

9. Mai. 2010 · 2.357 mal gelesen | 1 Kommentar »

Es ist wohl jedes Jahr genau das Gleiche. Jedes Jahr im Mai müssen die Autofahrer wieder von Neuem lernen, dass sie auf der Straße auch Fahrzeugen mit weniger als 4 Rädern begegnen könnten.

Wie sonst wäre es zu erklären, dass ich heute auf meinen Fahrrad an einem einzigen Nachmittag 6x (in Worten sechs mal) nur um weniger als 10 cm einem Unfall entgangen bin?!

Liebe Autofahrer,
es ist jetzt wieder Mai. Bitte bemüht euch doch ein wenig, auch auf Fahrzeuge mit weniger als einer Tonne Gewicht zu achten. Ich habe mich informiert. Es stimmt tatsächlich: selbst bei Regen dürfen Fahrräder am Straßenverkehr teilnehmen. Auch beim Überholen eines Radfahrers darf man seine Fahrspur ganz oder teilweise verlassen um dem Überholten einen Seitenabstand im zweistelligen Zentimeterbereich zuzugestehen.

Vielen Dank für eure Bemühungen

* Notiz an mich selbst:
Regengefüllte Schlaglöcher und Biergefüllte Arschlöcher sicherheitshalber weiträumig umfahren.

Absagen sind angesagt

27. Mrz. 2010 · 3.387 mal gelesen | 3 Kommentare »

Eine außergewöhnliche Woche liegt hinter mir: nach vielen Wochen mit vollem oder übervollem Stundenplan haben in der vergangenen Woche sage und schreibe fünf Schüler ihre Stunden abgesagt. Ein Lebensgefühl, das ich schon fast ganz vergessen hatte – Zeit, unverplante Freizeit.

Genau betrachtet tut es mir offensichtlich nicht gut, wenn ich „so viel“ freie Zeit habe: ich habe in den letzten Tagen eine vollkommen bescheuerte Idee ausgebrütet.

Angefangen hat alles mit einer Übersichtskarte der Alpen in Postkartengröße. Ich hab sie bei mir liegen gesehen und gedacht: da müsste man mal mit dem Fahrrad drüber fahren. Aber nicht in Nord-Süd-Richtung, wie es viele Alpencrosser machen (und was auch ich schon mehrfach gemacht habe). Nein, es soll in Ost-West-Richtung gehen – quasi eine volle Breitseite.

Kaum war die Idee geboren, habe ich mit vielen Karten und vor allem mit Hilfe des Routenplaners von quaeldich.de den Plan konkretisiert. Hier nur ein paar erste Stichworte:

Wie schon erwähnt: eine eigentlich vollkommen bescheuerte Idee. Genau richtig, um sie umzusetzen! Ich werde sicher hier noch mehr darüber schreiben.

Wenn ich im Sommer 2011 zu dieser verrückten Tour starten werde, sind genau genommen Maren, Jeremias, Marco, Lisa und Valerie dran „schuld“, weil sie mir in der vergangenen Woche abgesagt haben.

Albula – Flüela

4. Jun. 2009 · 6.348 mal gelesen | 4 Kommentare »

Albula – Flüela

31.5.2009

Albula-Flüela-Karte

Karte von quaeldich.de

Filisur – Bergün – Albulapass – La Punt – Zernez – Flüelapass – Davos – Filisur

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erleben…

Ich hatte es ja hier schon angekündigt, dass ich am Pfingstwochenende mal wieder einen Ausflug in die Berge machen will. Gesagt – getan. Am Sonntag habe ich mein Fahrrad und meine Sachen ins Auto gepackt und mich auf den Weg in die Schweiz, genauer nach Filisur in Graubünden gemacht.

Christo goes LandwasserDort angekommen habe ich erst einmal ausführlich gefrühstückt und versucht, mich von 4 Std. Autofahrt zu erholen.

Zweierlei hat mich schon zu diesem frühen Zeitpunkt gestört: zum einen sah das Landwasserviadukt ganz anders aus als erwartet:

Wurde ich Zeuge des Geheimprojekts „Christo goes to Landwasser“ oder war es vielleicht doch nur eine gewöhnliche Baustelle? Etwas anderes beschäftigte mich mehr: da waren Schilder, die besagten, dass der Albula-Pass von 11:00 bis 20:00 Uhr wegen Belagsarbeiten gesperrt wird. Ich konnte mir also höchstens zweieinhalb Stunden Zeit lassen.

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Geisterfahrer

25. Mai. 2009 · 2.211 mal gelesen | 2 Kommentare »

Gestern war wieder einmal die Formel 1 zu Gast in Monaco.

Ansonsten finde ich es nicht so sonderlich interessant, wenn irgendwelche Rennwagen im Kreis herum fahren, aber der Grand Prix von Monaco und der Gedanke, dass die mit knapp 300 km/h durch die Straßen einer Stadt fahren, fasziniert mich immer wieder.

Vor mittlerweile 5 Jahren haben wir es uns nicht nehmen lassen, am Ende einer Radtour von Genf nach Nizza, am letzten Tag noch einen Abstecher nach Monaco zu machen. Wir waren damals wenige Wochen nach der Formel 1 dort. Durch die schwarzen Gummistreifen auf der Straße war es leicht für uns -auch als Nicht-Fachleute- die Grand-Prix-Strecke zu erkennen. Und so sind wir die Strecke (entgegen der ‚richtigen‘ Richtung) einmal abgefahren.

Monaco

Das Bild zeigt mich beim Ferrari-Jagen kurz oberhalb der Einfahrt in den Tunnel. Für alle, die sich nicht so gut auskennen – das ist die Stelle:

Formel 1

(Eines Tages werde ich dann irgendwann auch mal den kompletten Tour-Bericht hier veröffentlichen…)

Ganz alleine nur für dich

2. Mai. 2009 · 2.304 mal gelesen | 1 Kommentar »

Ja, mein lieber Straßen-Mitbenutzer,

diesen Beitrag habe ich ganz alleine nur für dich geschrieben. Keinem außer nur dir allein sei er gewidmet.

Mein lieber Straßen-Mitbenutzer,

zuerst möchte ich dir sagen, dass mir dein Fahrzeug schon immer sehr gut gefallen hat. Deines hat zwar nicht die attraktive Lackierung wie im Film Jurassic Park II, aber es ist ansonsten das gleiche Modell. Ich finde es auch gut, dass du dein Fahrzeug nicht nur in deiner Garage herum stehen lässt, sondern auch manchmal damit spazieren fährst.

Mein lieber Straßen-Mitbenutzer,

es ist mir sehr wohl bewußt, dass ich als Radfahrer ganz besonders am 1. Mai nichts auf ausgerechnet genau der Straße verloren habe, die du in dem Moment gerade auch benutzen willst. Genau genommen habe ich überhaupt keine Existenzberechtigung, atme ich dem Verbrennungsmotor deines Fahrzeugs doch den dringend benötigten Sauerstoff weg.

Mein lieber Straßen-Mitbenutzer,

gestern Nachmittag habe ich gehört, wie du von hinten näher gekommen bist. Ich habe es aber leider versäumt, mich deshalb augenblicklich in Luft aufzulösen oder die Straße in den nächstgelegenen Acker zu verlassen. Wie töricht war es von mir zu denken, auf einer zweispurigen Straße dieser Breite hätten sowohl ich mit meinem Fahrrad als auch du mit deinem Auto gleichzeitig Platz. Wie töricht war es von mir zu denken, dass du einfach in angemessenem Seitenabstand an mir vorbei fahren könntest wie so viele andere vor dir auch.

Mein lieber Straßen-Mitbenutzer,

ich möchte dir hiermit herzlichst danken für die kleine Nachhilfe-Lektion, die du mir aus deinem Auto heraus erteilt hast. Ich bewundere deine fahrerischen Fähigkeiten, die es dir ermöglicht haben, bei einer Geschwindigkeit jenseits der 30 km/h mir aus dem geöffneten Seitenfenster deine Auslegung der geltenden Straßenverkehrsordnung zu erklären und gleichzeitig den seitlichen Abstand von konstant 10 cm zu mir einzuhalten.

Mein lieber Straßen-Mitbenutzer,

ich habe auf deine Ausführungen nur mit einem knappen „Jaja, alles klar“ geantwortet, weil ich in dem Moment mehr Wert auf die körperlich unversehrte Fortsetzung meiner Radtour gelegt habe als auf eine gepflegte Konversation mit dir.
Auf deine Ausführungen möchte ich aber jetzt auf diesem Weg noch antworten.

Mein lieber Straßen-Mitbenutzer,

zuletzt will ich dir noch für deine letzte Lektion danken: dadurch dass du, nachdem du dich von mir verabschiedet hast, beim Beschleunigen einen Motorradfahrer samt Sozius fast über den Haufen gefahren hast, hast du mir eindrücklich gezeigt, dass man sich lieber um seinen eigenen Scheißdreck kümmern sollte, als anderen (falsche) Belehrungen zukommen zu lassen.

Danke für deine Bemühungen und allzeit gute Fahrt wünscht dir

Pumi

Dickkopf

15. Apr. 2009 · 1.938 mal gelesen | 5 Kommentare »

Es ist jetzt zwar schon 5 Jahre her, trotzdem möchte ich heute von meinem bisher einzigen ernst zu nehmenden Unfall mit dem Fahrrad erzählen:

Da war eine Frau, die ist mir reichlich angetrunken mit ihrem Auto (inkl. Kind auf dem Rücksitz) entgegengekommen. Sie wollte abbiegen und irgendwie sind wir uns nicht richtig darüber einig geworden, wer wohl Vorfahrt hat. Beziehungsweise eigentlich hat sie hinterher gesagt, dass sie nur nach Autos geschaut und garnicht auf mich geachtet hat. Zum Glück ist ihr kein Panzer, sondern nur ich auf meinem Fahrrad entgegen gekommen…

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