Archiv für "Laden"
Extreme-Puzzeling
4. Apr. 2009 · 459 mal gelesen | Kommentar schreiben »
Nachdem es schon gestern aus gutem Grund keinen Blog-Eintrag gab, werde ich auch heute vermutlich nichts schreiben können – ich habe mir nämlich ein außergewöhnlich schweres Puzzle gekauft:

Den heutigen Tag werde ich damit zubringen, die Tomaten gemäß dem ‘Serviervorschlag’ auf der Verpackung wieder zusammen zu setzen.
Tarnung ist alles
11. Mrz. 2009 · 697 mal gelesen | 3 Kommentare »
Zwei Studentinnen von der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe hatten eine witzige Idee: für ihr Projekt ‘Urban Camouflage‘ treiben sie sich -gut getarnt- in verschiedenen Supermärkten herum.


(Mehr über das Projekt bei Spreeblick)
Im Grunde bin ich garnicht unglücklich, dass bei uns im Laden noch keiner auf so eine Idee gekommen ist. Ich stell mir grade vor, dass da jemand getarnt als Hefewürfel oder 5-Minuten-Terrine sein Unwesen treibt…
Barbarisch
27. Feb. 2009 · 567 mal gelesen | Kommentar schreiben »
Am Dienstag hat das Landesarbeitsgericht Berlin geurteilt, dass die fristlose Entlassung einer Kassiererin rechtens ist, auch wenn sie nur Pfandbons im Wert von 1,30 Euro unterschlagen hat.
Dieses Urteil hat einigen Wirbel verursacht. Die Zeitung mit den großen Buchstaben hat der Geschichte eine Titelseite gewidmet. Und auch sonst kann man fast überall von dem Fall lesen und hören.
Gestern hat sich jetzt auch Bundestags-Vizepräsident Wolfgang Thierse (SPD) zu Wort gemeldet:
“Das ist ein barbarisches Urteil von asozialer Qualität”
Es verletze das Gerechtigkeitsempfinden, dass die Frau “wegen einer Nichtigkeit” entlassen werde (Stuttgarter Nachrichten).
Herr Thierse hat übersehen, dass es ‘das Gerechtigkeitsempfinden’ nicht gibt. Jedes Empfinden, so auch das Gerechtigkeitsempfinden, ist immer subjektiv.
Mein subjektives Gerechtigkeitsempfinden wird dadurch verletzt, dass es anscheinend eine Nichtigkeit sein soll, das Eigentum anderer zu entwenden. Diebstahl ist keine Nichtigkeit. Für mich spielt es dabei keine Rolle, ob es sich um 1,30 Euro oder sonst irgend einen Betrag handelt.
In unserer Gesellschaft ist Ehrlichkeit sehr selten geworden. Völlig normal und weit verbreitet sind dagegen kleine oder große Tricksereien bei der Steuererklärung, Nebenverdienste oder geringere Kosten durch Schwarzarbeit, kleinere oder größere Missachtungen von Eigentumsverhältnissen usw. usw.
Einen Diebstahl und den dazu gehörigen Vertrauensverlust als Nichtigkeit zu bezeichnen, ist in meinen Augen nichts anderes als Anstiftung zum Diebstahl. Das Urteil des Gerichtes, das sich auf bestehendes Recht beruft, als barbarisch zu bezeichnen, ist ein Schlag ins Gesicht der Richter.
Selbst wenn hinter dem Fall mehr stehen sollte als nur die 1,30 Euro (wie bei Spiegelfechter zu lesen ist), selbst dann bleibt der Beitrag von Wolfgang Thierse eine populistische Peinlichkeit.
Rezept des Monats
24. Feb. 2009 · 715 mal gelesen | 1 Kommentar »
Ich überlege mir schon längere Zeit, ob ich nicht immer mal wieder hier ein Kochrezept veröffentlichen soll. Zuerst aber etwas ganz anderes…
Dieses Bild habe ich vor ein paar Tagen bei failblog.org gefunden:
Interessante, ausbaufähige Geschäftsidee, oder!?
So, jetzt aber zum Rezept des Monats:
‘Ofenschnitzel Hawaii’
Man nehme (für 4 Personen):
- 4 Schnitzel (Schwein oder Pute, je ca. 150 g)
- 4 Scheiben Ananas
- 4 Scheiben Schinken
- 4 Scheiben Käse (z.B. Gouda)
- 1 Becher Sahne (200 ml)
- Schnitzel mit Salz, Paprika und Pfeffer würzen.
- Mit wenig Fett in einer Pfanne von beiden Seiten kurz scharf anbraten.
- Mit Sahne ablöschen.
- Schnitzel und Sahne in eine Auflaufform legen.
- Schinkenscheiben, Ananas und Käse auf die Schnitzel legen.
- Nach Geschmack mit etwas Curry bestreuen.
- Im vorgeheizten Backofen bei ca. 200° C 20 min. lang überbacken.
Fertig. Lecker!
Guten Appetit wünscht Pumi.

Ach ja, nochmal zurück zu dem Bild vom Failblog:
Ich finde, es ist eine wirklich drollige Idee, für teures Geld etwas zu verkaufen, was jeder problemlos selbst machen kann. Seien es Schneebälle oder sei es ganz etwas anderes…
Was um alles in der Welt mag in dieser Packung Fix für Ofenschnitzel drin sein, wenn man dazu noch Schnitzel, Schinken, Ananas, Sahne und Käse braucht?
Vermutlich ist der einzige Fehler des Schneeballverkäufers, dass er seiner Kundschaft nicht das Gefühl gibt, sie habe die Schneebälle selbst gemacht.
Vielleicht müsste er nicht die fertigen Schneebälle anbieten, sondern eine Tüte mit einer Fix-Mischung für Schneebälle. Aufschrift: “Frisch dazu: 150g Schnee”.
Schnee isch schee
17. Feb. 2009 · 492 mal gelesen | Kommentar schreiben »
An dieser Stelle möchte ich mich dafür entschuldigen, dass ich heute leider keinen Blog-Beitrag schreiben kann. Mein heutiger Tag bot einfach keine Gelegenheit dazu:
* aufgewacht
* Schnee geschaufelt
* auf den Schneepflug gewartet
* Schnee geschaufelt
* durch Schneehaufen zum Geschäft gefahren
* Schnee geschaufelt
* auf die Lieferanten gewartet
* Schnee geschaufelt
* telefoniert: “1. Lieferant steckt 8 km von hier fest, kommt 2 Stunden später”
* Schnee geschaufelt
* 2. Lieferant kommt an,
* Lichtmaschine kaputt, Hebebühne funktioniert nicht
* Batterieladegerät besorgt
* Schnee geschaufelt
* Hebebühne funktioniert sporadisch
* Ware abgeladen
* 1. Lieferant bzw. ein Ersatzfahrzeug kommt an
* Schnee geschaufelt
* Getränkepaletten durch Schneematsch gehieft
* Ware abgeladen und eingeräumt
* Schneematsch geschaufelt
* heim gefahren
* Schnee geschaufelt (da wo ich früh morgens geschaufelt habe, hat sich eine Dachlawine nieder gelassen)
* Mathe erklärt
* Schnee geschaufelt
Tut mir leid, dass hinterher einfach keine Lust auf das Pumi Blog mehr hatte.
Ein herzliches Dankeschön geht heute an alle, die einen blöden Kommentar zum Schneeschaufeln abgegeben und mir damit die nötige Aggressivität für den Kampf gegen den Schnee gegeben haben.
Frage des Tages (2)
12. Feb. 2009 · 388 mal gelesen | Kommentar schreiben »
Die Frage des Tages war problemlos zu verstehen, einfach zu beantworten und trotzdem im Zusammenhang (bzw. in ihrer Zusammenhangslosigkeit) eher außergewöhnlich.
Eine Kundin fragte mich:
“Herr Bauer kennen sie freche Mädchen?”
Ich habe kurz gestutzt und dann nachgedacht, ob ich antworten soll: ‘Ja, klar kenne ich freche Mädchen‘. Aber ich glaube nicht, dass sie daran interessiert gewesen wäre.
Es was etwas ganz anderes, was die Kundin wollte:

Kopfnuss
30. Jan. 2009 · 1.109 mal gelesen | 3 Kommentare »

Die Frage des Tages ist für mich heute: “In welcher Welt leben wir denn eigentlich?”
In welcher Welt leben wir denn eigentlich, wenn auf einer Packung Erdnüsse die Warnung aufgedruckt ist, dass darin eventuell Nüsse enthalten sein könnten…?!
Ich will ja nicht schimpfen und schon gleich garnicht auf die EU und ihre Vorschriften. Immerhin sind die Vorschriften für die maximale Krümmung von Salatgurken und die minimale Größe von Äpfeln wieder abgeschafft worden.
So etwas wie die Warnung vor den Nüssen, das hätte ich allerdings bisher nur den US Amerikanern zugetraut. Gut, ich denke, da kommt diese Vorschrift auch ursprünglich her (failblog.org – Link), aber man muss denen ja nicht alles nachmachen, oder?!
Todesstrafe in Berlin
26. Jan. 2009 · 715 mal gelesen | Kommentar schreiben »
Zeitschriften, die nicht verkauft worden sind, schicken wir zurück an den Großhändler. Wenn ich sie zusammenpacke, habe ich einen Schnelldurchgang durch die Titelblätter und Schlagzeilen der letzten Tage. Das hier fand ich très jolie:
Jetzt im Nachhinein ärgere ich mich schon ein wenig, dass ich nicht schnell nachgelesen habe, ob Angelina Jolie wirklich etwas Wichtiges zu sagen hatte über die Todestrafe in Berlin oder ob sie nur eine dicke Lippe riskiert hat gegenüber dem deutschen Grundgesetz, wo in Artikel 102 steht:
“Die Todesstrafe ist abgeschafft.”
Drollig übrigens, dass die Todesstrafe in der hessischen Verfassung bis heute noch vorgesehen ist.
Artikel 21: (1) Ist jemand einer strafbaren Handlung für schuldig befunden worden, so können ihm auf Grund der Strafgesetze durch richterliches Urteil die Freiheit und die bürgerlichen Ehrenrechte entzogen oder beschränkt werden. Bei besonders schweren Verbrechen kann er zum Tode verurteilt werden.
Aber in Hessen haben sie ja auch noch nicht gemerkt, dass das Sprichwort “Zu viele Köche verderben den Brei” durchaus seine Richtigkeit hat.
Und außerdem gehört das ja auch garnicht hierher, weil Berlin nicht in Hessen liegt.
Frage des Tages
23. Jan. 2009 · 1.006 mal gelesen | Kommentar schreiben »
Die virtuelle Anstecknadel für die Frage des Tages geht heute an eine Kundin im Laden.
Mit einem gewöhnlichen braunen Ei in der Hand stellte sie die Frage:
“Sind das richtige Eier?”
Ja hallo, was hätte ich denn da antworten sollen?
Dagegen ist sogar die Eisfrage, von der der Shopblogger heute erzählt, noch nachvollziehbar und verständlich…
Zu was brauche ich denn das?
20. Jan. 2009 · 579 mal gelesen | 3 Kommentare »
Ich bin eigentlich den ganzen Tag dafür da, um Fragen zu beantworten. Vormittags im Laden sind es Fragen wie: “Wo haben sie denn die Hefe?” oder “Haben sie auch Maggi Fix für Currywurst?”. Nachmittags bei der Nachhilfe sind es eben Mathe-Fragen.
Die Frage, die mir am häufigsten gestellt wird, ist dabei mit großem Abstand: “Zu was brauche ich denn das?”
Als Antwort auf diese Frage versuche ich immer zu erklären, dass man das was wir jetzt im Moment machen eigentlich nie braucht. Ich sage aber immer auch dazu, dass die Frage “Zu was brauche ich denn das?” nicht entscheidend ist.
Die Frage “wozu brauch ich…” gehört nicht in die Schule.
Wozu brauche ich die Schlacht von Waterloo, Photosynthese, Orbitale, die Millionenstädte Südostasiens oder den Erlkönig in meinem späteren Leben?
Parabeln, Logarithmen und Volumen von Pyramidenstümpfen werden in Mathe durchgenommen, damit man lernt, mathematische Sachverhalte/Probleme zu abstrahieren. Im Matheunterricht lernt man komplexe Probleme, die man noch nie gelöst hat, in kleinere Probleme zu zerlegen, die man dann lösen kann. Und genau das braucht man dringender als die Ordnungszahl von Sauerstoff oder die Hauptstadt von Honduras.
Manchmal wird aber auch im ganz normalen Alltag Mathe gebraucht. Bei ‘Riffers kleiner Welt’ ist ein Problem aufgetaucht:
“Meine Freundin hat ein Rezept für eine 18 cm Backform und muss das Rezept auf 22 cm mit einer jeweiligen Höhe von 7 cm umrechnen.”
Wer da einen Denkfehler macht, hat plötzlich eine mäßig gefüllte Backform oder, im umgekehrten Fall, eine Menge Teig übrig.
Riffer hat es sich mit seiner Lösung aber unnötig schwer gemacht. Es ist nicht nötig, das Teigvolumen zu Hilfe zu nehmen. Da beide Formen gleich hoch gefüllt werden sollen, reicht der Vergleich der beiden Kreisflächen. Und die sind eben nicht proportional zum Radius bzw. Durchmesser, sondern proportional zum Quadrat des Radius bzw. Durchmessers.
Anders gesagt: für eine Form mit doppeltem Durchmesser hätte man nicht die doppelte, sondern genau die vierfache Teigmenge gebraucht. Anschaulich machen kann man sich das mit Hilfe eines Quadrats: wenn man die Seitenlänge verdoppelt, wird die Fläche viermal so groß.
Beim vorliegenden Problem nimmt der Durchmesser um den Faktor x = 11/9 zu. Die Fläche und damit die benötigte Teigmenge nehmen also -wie Riffer richtig gerechnet hat- um x2 = (11/9)2 = 1,49 zu.
Hoffentlich standen im Rezept nicht 3 Eier – sonst hätte seine Freundin 4,5 Eier abmessen müssen.



