Archiv für "Klugscheisser"

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Mathe für Anfänger (8)

27. Mai. 2009 · 361 mal gelesen | 3 Kommentare »

Und auch heute wieder ein weiterer Teil aus der Reihe “Mathe für Anfänger“.

Heute: “Multiplikation mit Zehnerpotenzen”.

stern1

Anscheinend hat man aber über das Wochenende Nachhilfe bekommen und bemerkt, dass bei so vielen Nullen doch etwas schief gelaufen sein könnte. Der Artikel hat jetzt einen Fehler weniger und sieht so aus:

stern2

Man hat sich bemüht…

[via]

Nachtrag: bei Spiegel Online hat man auch Probleme mit Nullen oder falschen Stellen:

“Der erste Transfer aus der Bundesliga, für den eine zweistellige Summe überwiesen wurde, war der von Jörg Heinrich, der 1998 für 12,5 Millionen Euro vom BVB nach Florenz transferiert wurde.”

Ein Auge zugedrückt

21. Mai. 2009 · 404 mal gelesen | 1 Kommentar »

Eine Nachhilfe-Schülerin hat gestern eine Klassenarbeit zurück bekommen. Wir haben sie gemeinsam durchgeschaut. In Aufgabe 4 hat sie eine Gleichung gelöst:

[...]
0 = 1 – x   | + x
x = – x       | : (- x)
x = 1

Bevor mich jemand danach fragt: Nein, ich habe ihr das nicht so beigebracht.

Die Lehrerin hat sich vermutlich nur die Lösung angeschaut, einen Haken dran gemacht und einen Punkt dafür gegeben.

Natürlich sind wir die Aufgabe nochmal durchgegangen, und ich hab die Schülerin gefragt: “Was hast du denn da gemacht? Also den Punkt hast du ja wohl geschenkt bekommen.”

Ihre Antwort darauf war interessant. (Und bevor mich jemand danach fragt: Nein, ich habe ihr auch den Umgang mit Redewendungen nicht so beigebracht.)

Die Schülerin hat geantwortet:
Da hat sie mir wohl ein Auge zugedrückt

Auge zugedrückt

Nachhilfe nötig

30. Apr. 2009 · 330 mal gelesen | 2 Kommentare »

In der Online-Ausgabe der Frankfurter Rundschau ‘FR-Online’ habe ich gestern einen Artikel gefunden, der sich mit Nachhilfe im Allgemeinen und mit Mathe-Nachhilfe im Besonderen beschäftigt.

Wenn auch unfreiwillig zeigen der Artikel und die Studie, auf die er sich beruft, doch überdeutlich, dass Nachhilfe viel häufiger nötig wäre als man denkt:

Schlechte Noten gab es auch für die Mathematik-Lehrer: Während fast die Hälfte der Schüler ihren Lehrern attestiert, gut bis sehr gut erklären zu können, geben 31,5% der Schüler ihren Mathematiklehrer höchstens die Note vier für ihre Kompetenz, mathematische Inhalte erklären zu können.

Die Lehrer bekommen also angeblich ’schlechte Noten’. Fast die Hälfte werden ‘gut’ oder ’sehr gut’ bewertet – das sollen schlechte Noten sein?

Den Leuten bei der FR ist das wohl aufgefallen. Sie lassen die guten und sehr guten Noten unter den Tisch fallen und geben diese Stelle gekürzt wieder:

Bei einer Umfrage zu den didaktischen Fähigkeiten ihrer Pädagogen hagelte es von Schülerseite laut Jäger schlechte Noten: “Ein Drittel bekam eine Vier oder eine schlechtere Note.”

Aber selbst das Drittel für Note vier und schlechter ist ein wesentlich besseres Ergebnis, als man bei einer Normalverteilung der Noten erwarten dürfte.

Auch das ist ein Inhalt des Mathematikunterrichts: “Wie interpretiert man man Statistiken und Umfragen?”
Gerade hier ist der Bedarf nach Nachhilfe sehr weit verbreitet…

Oxymoron

7. Apr. 2009 · 406 mal gelesen | 1 Kommentar »

readabilityNur so ein schneller Gedanke:

Ist es eigentlich auch ein Oxymoron, wenn ausgerechnet das Wort “Readability” so schwer leserlich ist?

(gefunden bei bücher-online-lesen.de)

Praktikant gab sich als schlechter Überschriftenschreiber aus

27. Mrz. 2009 · 233 mal gelesen | Kommentar schreiben »

Höchste Zeit, mal wieder etwas für mein Klugscheisser-Image zu tun. Ist aber auch wirklich schwer, so etwas zu lesen und trotzdem zu schweigen…

falscherdoktor

So ein unglaublicher Schwindel: da gibt sich jemand als falscher Doktor aus:

“Guten Tag, mein Name ist XXX. Ich bin falscher Doktor”, oder wie kann man sich das vorstellen? Wie gerne wäre ich dabei gewesen, als der Schwindel aufgeflogen ist und herauskam, dass der Schwindler garkein falscher Doktor ist, sondern womöglich ein richtiger…

Naja, Kwick.de ist ja nur ein kleines Portal, da kann es schon mal vorkommen, dass die Artikel (und vor allem die Überschriften) nicht nochmal durchgelesen werden bevor sie veröffentlicht werden.

So etwas passiert bei den ganz Großen – wie z.B. Bild.de – nicht, niemals, nie.

Kinderpornografie

(nein, ich lese Bild.de nicht – ich hab das bei bildblog.de gefunden)

Tag des Blindtextes

10. Mrz. 2009 · 397 mal gelesen | 2 Kommentare »

Texte, die mit vielen Worten wenig oder garnichts sagen, sind kein Privileg der Politik und der Werbung. Manchmal verwendet man solche Texte auch, um das Design einer Website zu testen. Um eine Vorstellung zu bekommen, wie die Seite aussieht, füllt man sie erst mit einem so genannten Blindtext. Vor der Veröffentlichung wird der Blindtext natürlich durch tatsächliche Inhalte ersetzt.

Lorem ipsum dolor sit amet, consectetuer sadipscing elitr, sed diam nonumy eirmod tempor invidunt ut labore et dolore magna aliquyam erat, sed diam voluptua. Dies ist irgendein Text, ein Text, ein Text, ein Text. Nur wenn wir diese Ursachen benennen, können wir die Welt aus dieser Krise führen. Dazu brauchen wir klare Grundsätze: Der Staat ist der Hüter der wirtschaftlichen und sozialen Ordnung. Der Wettbewerb braucht Augenmaß und soziale Verantwortung. Das sind die Prinzipien der sozialen Marktwirtschaft. Sie gelten bei uns, aber das reicht nicht… Meine Devise ist: Wir wollen die Auswirkungen der weltweiten Finanzkrise nicht einfach überstehen. Wir wollen stärker aus ihr herausgehen, als wir hineingekommen sind. Das geht, das können wir gemeinsam schaffen! At vero eos et accusam et justo duo dolores et ea rebum. The quick brown fox jumps over the lazy dog.

Immer mal wieder kommt es vor, dass irgendwo in der weiten Welt des Internet versehentlich ein solcher Blindtext veröffentlicht wird. Manchmal – wie z.B. heute – passiert auch fast gleichzeitig bei den Online-Ausgaben von zwei großen Zeitungen ein solches Malheur:

Blindtext Welt

Blindtext SZ

Bei der Textguerilla versucht man das dadurch zu erklären, “dass das Qualitäts- und Sorgfaltsgefälle zwischen Online- und Print-Ausgaben vieler großer Zeitungen so groß ist”. Demnach sollte man meinen, dass man in den Print-Ausgaben von solchen Faux-pas verschont bleibt.

Doch dem ist nicht so. Hier gibt es den dritten Blindtext des Tages:
http://www.bildblog.de/6350/

Suchbegriffe des Tages

18. Feb. 2009 · 674 mal gelesen | 2 Kommentare »

Ich habe mich ja schonmal darüber gewundert, mit welchen Suchbegriffen die Leser auf meinem Blog landen. Heute wundere ich mich auch wieder über eine Suchanfrage. Diesmal wundere ich mich hauptsächlich, dass man mit diesen Suchbegrifffen überhaupt irgendwo landet.

formrl fürs grundwert

wurde da gesucht und wunderlicherweise bei mir gefunden…

Der Suchende ist vermutlich bei diesem Artikel gelandet. Ich hoffe, dass ihm geholfen hat, was er dort finden konnte. Wenn nicht – hier die Grundformeln für die Prozentrechnung:

Zwischen Grundwert (G), Prozentsatz (p%) und Prozentwert (P) gelten folgende Beziehungen:

Wobei ‘p%’ für p/100 steht (bei p = 2,5% ist p% = 2,5/100 = 0,025)

Und lieber Suchender,
mach dir keine Sorgen um deine Mathe-Schwierigkeiten!
Deine Deutsch-Schwierigkeiten sind viel größer.

Reibungslos

14. Feb. 2009 · 295 mal gelesen | Kommentar schreiben »

Nach der Erfahrungen am gestrigen Tag bin ich natürlich sensibel für so etwas – vielleicht sogar übersensibel.

Aber es ist nun mal auch heute ein Wintertag mit Neuschnee und glatten Straßen. Ist es da aus der Sicht eines Radiosprechers wirklich sinnvoll, den Hörern im Anschluss an die Verkehrsnachrichten folgenden guten Wunsch mit zu geben:

Ich wünsche ihnen allen eine reibungslose Fahrt.

Hoffentlich hat er das nicht wörtlich gemeint.

Todesstrafe in Berlin

26. Jan. 2009 · 433 mal gelesen | Kommentar schreiben »

0901250003Zeitschriften, die nicht verkauft worden sind, schicken wir zurück an den Großhändler. Wenn ich sie zusammenpacke, habe ich einen Schnelldurchgang durch die Titelblätter und Schlagzeilen der letzten Tage. Das hier fand ich très jolie:

Jetzt im Nachhinein ärgere ich mich schon ein wenig, dass ich nicht schnell nachgelesen habe, ob Angelina Jolie wirklich etwas Wichtiges zu sagen hatte über die Todestrafe in Berlin oder ob sie nur eine dicke Lippe riskiert hat gegenüber dem deutschen Grundgesetz, wo in Artikel 102 steht:

“Die Todesstrafe ist abgeschafft.”

Drollig übrigens, dass die Todesstrafe in der hessischen Verfassung bis heute noch vorgesehen ist.

Artikel 21: (1) Ist jemand einer strafbaren Handlung für schuldig befunden worden, so können ihm auf Grund der Strafgesetze durch richterliches Urteil die Freiheit und die bürgerlichen Ehrenrechte entzogen oder beschränkt werden. Bei besonders schweren Verbrechen kann er zum Tode verurteilt werden.

Aber in Hessen haben sie ja auch noch nicht gemerkt, dass das Sprichwort “Zu viele Köche verderben den Brei” durchaus seine Richtigkeit hat.

Und außerdem gehört das ja auch garnicht hierher, weil Berlin nicht in Hessen liegt.

Fremde Sprachen

13. Jan. 2009 · 300 mal gelesen | Kommentar schreiben »

Bei der Textguerilla habe ich heute einen Artikel über Deutsch auf Mallorca gefunden.

Dabei ist mir mal wieder ein Warnschild eingefallen, das ich vor ein paar Jahren in Frankreich gefunden habe:

Ganz ehrlich: ohne die französische Version hätte ich nur raten können, was gemeint sein könnte.

In dem Moment verstand ich endlich, warum mir meine Lehrer immer gasagt haben, dass man nicht alles immer Wort für Wort übersetzen darf.

Das Schild steht übrigens an der Straße von Jausiers zum Restefond de la Bonnette. Auch eine Tour, über die ich noch ganz dringend schreiben sollte…

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