Heilige drei Könige

Das Jahr 2008 fängt ja gut an: gleich der zweite Feiertag des Jahres fällt auf einen Sonntag und fällt damit als Feiertag aus (Anmerkung: der 6. Januar ist bei uns in Baden-Württemberg ein gesetzlicher Feiertag).

Aber egal ob zusätzlicher freier Tag oder nicht - auf jeden Fall steht bei mir im Kalender heute “Heilige Drei Könige”.

Dieser kirchliche Feiertag ist - vor allem wegen seinem Namen - ein guter Grund, mal wieder die Bibel aufzuschlagen und darin zu lesen. Es ist nämlich sehr interessant festzustellen, dass die wohlbekannten “Heiligen drei Könige” tatsächlich weder “heilig”, noch “drei”, noch “Könige” waren. Zumindest ist darüber in der Bibel nichts zu finden. Und woher sonst sollten wir Details über sie kennen?

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Die schönste Weihnachsgeschichte

Nachträglich (in diesem Zusammenhang ist wahrscheinlich “posthum” das richtige Wort) zur schönsten Weihnachtsgeschichte des Jahres 2007 möchte ich eine Geschichte küren, auf die ich hier gestoßen bin.

Einfach rührend erzählt: bei einem Bestattungsunternehmer stehen am Heiligabend drei todtraurige Kinder vor der Tür…

Aber lest selbst die ganze Geschichte: Weihnachten im Bestattungshaus

Eine Weihnachtsgeschichte

Heute ist der Todestag meiner Oma. Darum gibt es schon heute eine Weihnachtsgeschichte.

Für meine Oma
Im Advent 2000: Kann es Weihnachten werden, wenn wenige Tage vorher ein geliebter Mensch gestorben ist? Müsste nicht die Welt um mich herum stehen bleiben? Diese Fragen habe ich mir selbst mit dieser frei erfundenen aber wahren Weihnachtsgeschichte beantwortet. Und es wurde wirklich Weihnachten…

Eine Weihnachtsgeschichte:

Es war eine saukalte Nacht, eine Nacht wie jede andere.
Wir sind draußen auf dem Feld beim Lagerfeuer gelegen. Jeder hat sich so seine Gedanken gemacht.

Es war eine saukalte Nacht, eine Nacht wie keine andere.
Es war schon ein paar Tage her. Ein Schaf war ausgerissen. Daniel war losgegangen: »Bleibt ihr ruhig hier, ich finde es schon wieder«. Und dann ist er nicht mehr wieder gekommen. Ein falscher Schritt im Dunkeln. Er ist die Felsen runter gestürzt und war sofort tot.

Es war eine saukalte Nacht, eine Nacht wie keine andere.
Wir sind wieder draußen auf dem Feld beim Lagerfeuer gelegen. Aber alles, was mich sonst in solchen Nächten beschäftigt hat, war heute so weit weg. Der Streit mit Ruben. Die Sorgen um die Familie daheim. Was die im Dorf über uns Außenseiter hier draußen denken. Alles schien nur an mir vorbei zu laufen. Die Angst, ob ich den Job behalten werde, und ob das Geld reicht. Alles, was sonst so unglaublich wichtig war, alles war nun verschwommen und ganz weit weg. Nur noch ein Gedanke war da: Daniel - tot - nie mehr wird er bei uns sein - nie mehr mit uns arbeiten - nie mehr mit uns diskutieren - nie mehr mit uns lachen - nie mehr.

Es war eine saukalte Nacht, eine Nacht wie keine andere.
Wir sind draußen auf dem Feld beim Lagerfeuer gelegen. Jeder hat sich so seine Gedanken gemacht. Jeder war woanders, keiner war wirklich da.

»Und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde bei den Hürden, die hüteten des Nachts ihre Herde.
Und der Engel des Herrn trat zu ihnen, und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie; und sie fürchteten sich sehr.
Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr.«
(Lukas 2; 8-11)

Es war eine saukalte Nacht, eine Nacht wie keine andere.
In dieser Nacht hat Gott gesagt: »Fürchtet euch nicht!«. In dieser Nacht hat Gott gesagt:
Ich lasse euch nicht allein hier draußen.
Ich komme zu euch. Ich will bei euch sein, bei euren Problemen, bei eurem Streit, bei eurer Angst.
Ich komme zu euch. Ich bin bei euch, egal was euch beschäftigt, egal was euch wichtig ist.
Ich komme zu euch. Ich bin bei euch, bei euren Sorgen, bei eurer Furcht und bei eurer Trauer.

»Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude.«