Dabei sein ist alles (2)

Na ja, ein klein bisschen politisch wird’s jetzt doch noch:

Ein geniales Logo für die Olympischen Spiele habe ich bei StefBlog.de gefunden:

Sag ja zu Peking 2008 (C) by xtra3.de

Einfach genial - genial einfach!

Ursprünglich stammt das Logo aus diesem Blogbeitrag auf dem extra3.blog.ndr.de.
Dort gibt’s auch noch mehr davon…

Es gibt keine Biokraftstoffe

Im Beitrag “Keine Erdbeeren” habe ich u.a. das Problem mit dem sogenannten “Biosprit” angedeutet.

Ich würde im Gegensatz zur Backnanger Zeitung nicht in Jubelstürme ausbrechen, wenn ein mit Pflanzenöl betriebenes Blockheizkraftwerk in Betrieb genommen wird. Nicht erst beim Umwelt- und Prognose-Institut kann man erfahren: “Biosprit verschärft das Klimaproblem, den Welthunger und den Artenverlust.”

Die Erzeugergemeinschaft Bioland hat jetzt öffentlichkeitswirksam “Biodiesel” als Unwort des Jahres 2009 vorgeschlagen:

Mainz - Die fossilen Energieträger werden knapp und die Preise für Öl und Gas steigen. Damit gewinnen Kraftstoffe aus der Agro-Produktion an Bedeutung und belegen bereits heute über zehn Prozent der gesamten Anbaufläche in Deutschland. “Was im Biokraftstoffquotengesetz und allgemein als Bio-Sprit, Bio-Diesel oder Bio-Ethanol bezeichnet wird, hat mit Bio nichts zu tun. Die Vorsilbe Bio bei diesen Produkten ist eine klare Täuschung, die die Produzenten und die Politik bewusst in Kauf nehmen”, warnt Bioland Präsident Thomas Dosch. Für Lebensmittel sei das Prädikat “Bio” gesetzlich klar definiert und an strenge Produktionsauflagen ohne synthetische Stickstoffdünger, Pestizide und Gentechnik geknüpft. “Agro-Kraftstoffe” sollten daher trotz ihrer landwirtschaftlichen Herkunft ehrlicherweise als Agro-Diesel, Agro-Sprit usw. bezeichnet werden. Deshalb hat Bioland “Biodiesel” als Unwort des Jahres 2009 beim Institut für Deutsche Sprache und Literatur vorgeschlagen.

Der Bioland Verband steht der Produktion von Agro-Kraftstoffen auch aus anderen Gründen kritisch gegenüber: Die Energieerzeugung auf dem Acker kann zukünftig nur begrenzt einen Beitrag zur Energieversorgung sicherstellen, da die Agrarflächen nicht beliebig vermehrbar sind. Allein um den weltweiten Anteil der Agro-Energie von derzeit zehn auf zwanzig Prozent zu verdoppeln, müssten zusätzlich 500 Millionen Hektar Ackerfläche gewonnen werden. Diese Fläche ist aber nicht verfügbar. Zudem wird die weiter steigende Weltbevölkerung die globale Nachfrage nach Lebens- und Futtermitteln verstärken.

Pressekontakt:

Bioland e.V.
Kaiserstr. 18
55116 Mainz

Präsident, Thomas Dosch,
Tel: 06131/2397914, E-Mail: praesidium@bioland.de

Ressort Öffentlichkeitsarbeit, Ralf Alsfeld,
Tel: 06131/2397917, E-Mail: presse@bioland.de

Wann wird wohl der Biosprit-Hype abebben und diejenigen Gehör finden, die über die ökologischen Zusammenhänge nachdenken?

Schweinerei

Wenn jemand unter dieser Überschrift Nacktfotos von Britney Spears oder Robbie Williams erwartet oder Paris Hilton oben ohne sucht, den muss ich enttäuschen: hier geht’s nicht um irgendwelches Pornozeugs, sondern um eine Schweinerei im wahrsten Sinne des Wortes.

Bei uns fordern die Milchbauern seit langer Zeit faire Erzeugerpreise für ihre Milch. Plakate mit dem Motto “Bauern brauchen einen fairen Preis” hat wohl jeder schon gesehen.

In Großbritannien gibt es eine vergleichbare Kampagne. Nur geht es dort nicht um die Milch, sondern um Schweine:

Pigs are worth it
“Pigs are worth it” heißt die Aktion der ‘Pig industry’.

Ist doch Wurst!” könnte jetzt der eine oder die andere sagen. So richtig spannend ist die ganze Geschichte für unsereins auch tatsächlich nicht, wäre da nicht dieses Video mit echtem Kult-Potential.

Das könnte zur Hymne aller militanten (und auch der gemäßigten) Nicht-Vegetarier werden.

Keine Erdbeeren

Gestern gab es im Laden keine Erdbeeren. Auf dem Seeweg von Marokko nach Spanien geht es anscheinend seit Tagen stürmisch zu. Die Bio-Erdbeeren für Deutschland liegen im Hafen fest.

Das führt dazu, dass auf Spanischer Seite die LKW nichts zu transportieren haben. Dadurch wird weniger Sprit verbraucht. In Deutschland wird der Raps nicht mehr benötigt, aus dem Diesel-Ersatz produziert werden soll. Die Rapsfelder werden brach liegen. Vielleicht kommt der schlaue Raps-Bauer ja auf die Idee, auf seinem Feld stattdessen Erdbeeren anzupflanzen. Das behebt zwar nicht das Problem, dass es auch heute keine Erdbeeren im Laden geben wird.

Aber vielleicht ist es ja auch völlig bekloppt, im Februar in Deutschland frische Erdbeeren essen zu wollen. Vielleicht könnten wir ja auch bis April/Mai warten. Dann wären die Erdbeeren des schlauen Raps-Bauern soweit…

Wahrscheinlich brauchen wir dann aber keine Erdbeeren mehr. Im April/Mai gibt’s doch schon die Bio-Äpfel aus Neuseeland oder Chile.

(Bio-)logisch, oder?

(Ähnliche Gedanken gibt es auf den Wissenslogs)

Wo er Recht hat …

Man soll ja über seine Mitmenschen nichts Negatives sagen. Neil Young hat sich in einem Interview in der Frankfurter Rundschau daran gehalten.

Aber irgendwie hört es sich nicht positiv an, wie er nichts Negatives über George W. Bush sagt:

Frage: Einige Texte sind unmissverständlich. In “Let’s impeach the president” rufen Sie dazu auf, George W. Bush seines Amtes zu entheben. Was haben Sie gegen den US-Präsidenten?

Antwort: Es würde viel zu lange dauern, diese Frage zu beantworten. Wir sollten lieber darüber sprechen, was man Bush zugute halten muss. Diese Antwort ist wesentlich kürzer: Er ist in einer sehr guten physischen Verfassung und ein Beispiel dafür, dass Männer in seinem Alter noch körperlich fit sein können. Das ist alles.”

(Gefunden auf Zeitsturz)

Schade eigentlich…

In den letzten Jahren war ich jedes Jahr mindestens zwei Mal auf Tour in der Schweiz. Einige der schönsten Fleckchen der Erde sind dort zu finden. Mein Fahrrad und ich waren immer gern dort.

Jetzt scheint sich daran einiges zu ändern. Nee, die Schweiz ist immer noch schön. Aber die jüngsten Entwicklungen machen es mir wohl unmöglich, auch weiterhin gern dorthin zu gehen:

In der Schweiz stehen Wahlen an. Eine der großen Parteien, die SVP, hat sich zum Wahlkampf etwas besonderes einfallen lassen:

“Die Truppe um Justizminister Blocher hetzt so offen gegen Ausländer, dass die Uno den Rassismus anprangert.” (Spiegel.de)

Rassistisches Wahlplakat

Trotzdem - oder gerade deswegen - geht die SVP als Favorit in die Wahlen.
Für mich ist eins klar: wenn die SVP die Wahlen gewinnen sollte, ist die Schweiz für mich als Ausländer eine “No-go-area”.

Schade eigentlich…