Bei all dem Jubel über das Erreichen des Halbfinals bei der Europameisterschaft sollte das Schicksal eines bedauernswerten jungen Mannes nicht vergessen werden:
Mario Gomez, zweiter der Bundesliga-Torschützenliste der vergangenen Saison (obwohl er bei 9 Spielen gefehlt hat), hat bisher bei der EM noch keine überragenden Kritiken bekommen.
Manch einer hat vermutet, dass die Gerüchte um einen Wechsel zum FC Bayern ihn in seiner Konzentration gestört haben könnten.
Ich selbst habe ein ganz anderes Problem gesehen: in den Vorrundenspielen der deutschen Mannschaft ist ein offener Kampf um einen Stammplatz entbrannt. Aber nicht um einen Stammplatz in der Nationalmannschaft, sondern um einen Platz im Bayern-Sturm der nächsten Saison.
In meinen Augen hat Miro Klose in den ersten Spielen alles daran gesetzt, seinen Kollegen in spe schlecht aussehen zu lassen: ungenaue, unerreichbare Zuspiele, verspätete Pässe ins Abseits, verweigerte Zuspiele…
Gomez hat tatsächlich schlecht ausgesehen in den Vorrundenspielen, aber er ist da vorne eben auf seine Mitspieler angewiesen. Und wenn die nicht mit ihm spielen wollen, sondern offensichtlich gegen ihn spielen… hm.
Im Halbfinale könnte das ganze plötzlich ganz anders aussehen: heute hat VfB-Manger Horst Held vermelden lassen: “Wir geben Gomez nicht ab“. Auch wenn Gomez angeblich schon einen Vorvertrag beim Wurstfabrikanten in München hat, bekommt er vom VfB keine Freigabe.
Wenn sich daran nichts ändert (Stichwort: Schmerzgrenze in 8-stelliger Höhe), hat Gomez also noch eine Saison lang Zeit, sich mit dem Liedgut der Toten Hosen auseinander zu setzen:
Mehr noch als für Mario Gomez, der beinahe einen riesigen Fehler gemacht hätte, freue ich mich für Miro Klose, der jetzt endlich nicht mehr gegen seinen Sturmpartner spielen muss.
Mag sein, dass “grottenschlecht” die gestrige Leistung der Deutschen Nationalmannschaft im Spiel gegen Kroatien nicht ausreichend beschreibt. Das Spiel war einfach so schlecht, dass ich es garnicht erwähnen wollte.
Wenn ich jetzt trotzdem darüber schreibe, dann liegt das nicht an den gefühlten 250 unnötigen Ballverlusten, sondern daran, dass einige Spaßvögel jetzt tatsächlich eine Trainerdiskussion beginnen möchten…
Z.B. die FAZ deutet so etwas an: “Theo Zwanziger hat Bundestrainer Joachim Löw nach dem 1:2 im zweiten Vorrundenspiel der Fußball-Europameisterschaft gegen Kroatien das Vertrauen ausgesprochen und Spekulationen um eine vorzeitige Trennung bei einem Ausscheiden nach der Vorrunden beendet.”
Jogi Löw war doch gestern der einzige im deutschen Tross, der eine einigermaßen normale Leistung ablieferte (vielleicht auch noch der Zeugwart). Gestern fiel Löw nicht einmal negativ auf, wie sonst manchmal:
Obwohl… Wenn schon Trainerdiskussion, dann aber gleich richtig: ich schlage Lothar Matthäus als Kandidaten Nr. 1 vor.
Endlich einmal wieder Interviews nach Spielschluss die es in sich haben. Der Loddar hat das richtig gut drauf:
Und bei der Nationalmannschaft hat man so etwas ja seit dem legendären “Rudi vs. Waldi”-Battle ja nicht mehr gehört.
Einen Wunsch wird man mir seitens des DFB ja sicher nicht erfüllen: ein Internationaler Trainer wird wohl nicht in Frage kommen, obwohl bisher alle Niederlagen deutscher Nationalmannschaften immer von einem deutschen Trainer zu verantworten waren.
Dabei wäre doch auch Giovanni Trapatoni derzeit zu haben…
“Was erlaube Schweinsteiger?” - mein Traum von guter Unterhaltung!
Endlich ist es so weit: die Fußball EM hat begonnen.
Die ganze Welt dreht sich nur noch um den Fußball. Ausnahmezustand allenthalben: der Metzger platziert seine Wurst auf Kunstrasen-Matten, der Bäcker verkauft Fußball-Brot und “Öffentlich-besoffen-Herumgröhlen” nennt sich wieder “Public-Viewing”.
Aber mehr noch als auf die Spiele an sich, freue ich mich über die vielen gelungenen Interviews nach Spielschluss.
Wer souffliert den Reportern eigentlich diese bescheuerten Fragen?
Und vor allem, warum antworten alle Spieler trotzdem so gutmütig auf diesen Stuss?
Na ja, fast alle … Bei YouTube gibt’s ein gelungenes Interview (Embedding disabled).
So jetzt aber genug geschrieben - jetzt gilt’s: Interviews gucken.
There’s been a lot of talk about this next song - maybe too much talk…
Es gibt Kunstwerke in der Musikgeschichte, die werden die Zeit überdauern.
Man wünscht sich, niemals eine Coverversion davon hören zu müssen.
Für mich gehörte “Sunday, bloody Sunday” von U2 immer zu diesen Meisterwerken. Niemand sollte je die Erlaubnis bekommen, eine Coverversion davon aufzunehmen.
Aber ich habe heute Abend meine Meinung geändert: einer hat sich diese Erlaubnis verdient:
Es ist nicht mehr zu übersehen: die Olympischen Spiele in Peking rücken immer näher.
Ich bin versucht, einen politischen (”Boykott oder nicht Boykott”) oder einen sportpolitischen (”Spitzensportler sind eh alle gedopt”) Beitrag zu schreiben.
Aber es soll “nur” um den Sport selbst gehen:
Es gibt sie tatsächlich immer noch: die wahren Heroen der Gegenwart, die Kämpfer für Ruhm und Ehre, die Vorbilder für eine verweichlichte Jugend. Athleten für die Dabeisein wirklich alles ist und die sich nicht um Sponsoren oder Bluttransfussionen kümmern.
Echte Helden eben.
Es ist ein ganz schmaler Grat zwischen einer genialen Cover-Version und einem einfallslosen Plagiat.
Auch in der Werbung ist das so. Da ist der Grat zwischen “tolle Idee” und “plump nachgemacht” vielleicht sogar noch schmaler.
Die Reaktionen auf den Obi-Werbespot mit der Cover-Version von “We will rock you” von Queen sind zumeistpositivausgefallen. Auch ich habe ihn für recht originell gehalten…
Wenn jemand unter dieser Überschrift Nacktfotos von Britney Spears oder Robbie Williams erwartet oder Paris Hilton oben ohne sucht, den muss ich enttäuschen: hier geht’s nicht um irgendwelches Pornozeugs, sondern um eine Schweinerei im wahrsten Sinne des Wortes.
Bei uns fordern die Milchbauern seit langer Zeit faire Erzeugerpreise für ihre Milch. Plakate mit dem Motto “Bauern brauchen einen fairen Preis” hat wohl jeder schon gesehen.
In Großbritannien gibt es eine vergleichbare Kampagne. Nur geht es dort nicht um die Milch, sondern um Schweine:
“Pigs are worth it” heißt die Aktion der ‘Pig industry’.
“Ist doch Wurst!” könnte jetzt der eine oder die andere sagen. So richtig spannend ist die ganze Geschichte für unsereins auch tatsächlich nicht, wäre da nicht dieses Video mit echtem Kult-Potential.
Das könnte zur Hymne aller militanten (und auch der gemäßigten) Nicht-Vegetarier werden.