Damit kann ja keiner rechnen, dass ausgerechnet ein Mathematiker keine Laubrechen-Koryphäe ist.
Je stupider die Tätigkeit, desto verworrener die Gedanken, die mir dabei kommen. Oder kann man damit rechnen, dass mir beim Herbstputz ausgerechnet ein Zitat des Bundestrainers einfällt?
“Die Türken haben gezeigt, dass man, egal bei welchem Spielstand, immer mit ihnen rechnen kann. Das macht sie natürlich unberechenbar.”
Als grobe Richtlinie für die Strecke habe ich mir “einmal rund um den Bezirk” vorgenommen. Wie weit ich außen rum fahren muss, habe ich noch nicht genau angeschaut. Aber es sollen eben die angepeilten 200+x Kilometer dabei heraus kommen.
Die Tour soll um 16:00 Uhr in Oberbrüden zu Ende sein. Das bedeutet, dass ich in den frühen Morgenstunden losfahren muss, damit es nicht so arg stressig wird. Außerdem bedeutet es, dass ich die Mittagshitze (immer noch besser als Regen) voll abbekomme.
Mal schauen, wie es sich auf der Sponsorenliste entwickelt.
Ein paar Trainingskilometer sollte ich auch noch sammeln in den nächsten zwei Wochen…
Den aktuellen Stand der Dinge bei der Sponsorensuche, bei der Streckenplanung und andere Gedanken gibt es unter dem Namen “Projekt 200+x”
Nachtrag:
Nein, anscheinend schreibt man das tatsächlich “Sponsorenrallye” und nicht “Sponsorenralley”. Ich weiß zwar auch nicht genau warum, aber das ist die offizielle Version…
Endspiel der EM 2008 - man schaut gemeinsam Fußball:
600.000 in Berlin
70.000 in München
40.000 in Stuttgart
20 in Mannenberg
Für viele Zuschauer auf ungezählten Plätzen in ganz Deutschland wird das Public Viewing ein Erlebnis bleiben, das sie nicht so schnell vergessen.
So auch für mich.
Schon beim Public Hymne-Singing kam die Erinnerung an die technischen Pannen vom Halbfinale wieder auf, als Bild und Ton zeitlich zueinander versetzt waren. Wir waren mit dem Text merklich schneller fertig als die Herrschaften in Wien. Zu diesem Zeitpunkt habe ich mir erstmals inbrünstig gewünscht, die deutsche Hymne hätte wie die spanische auch keinen Text…
Aus den darauf folgenden gefühlten 3 Stunden habe ich nur noch bruchstückhafte Erinnerungen.
Hier nur einige Auszüge (alle Kommentare aus der ersten halben Stunde):
“Die hätten vorhin mehr aufs Tor schießen müssen”
“Die spielen als ob sie noch nie gespielt hätten”
“Warum nimmt der denn net die Hand” (Nach einer Rückgabe zu Lehmann)
“Warum spielt der denn net nach vorne”
“Die müssen einfach mehr laufen”
“Die sind doch so blöd, 5:0 soll’s ausgehen” (Beim Gegentor)
Ich habe es dann tatsächlich bis zur Halbzeitpause ausgehalten…
Es war kein schönes Spiel. Es war kein erfolgreicher Ausgang. Aber es war ein unvergessliches Erlebnis.
Heute in einer Woche startet wieder die Tour de France.
Einziges oder zumindest beherrschendes Thema in den Medien wird während der gesamten 3500 km wieder das allgegenwärtige Doping sein - zu Recht!
Kurz darauf starten dann die Olympischen Spiele in Peking.
Auch hier wird es sehr häufig und sehr ausführlich um das Thema Doping gehen - zu Recht!
Bei jeder sportlichen Großveranstaltung wird immer auch die Frage gestellt ob die Sportler “sauber” sind. Die Doping-Problematik gehört zu jeder sportlichen Großveranstaltung einfach untrennbar mit dazu.
Naja, ich verbessere mich: zu fast jeder sportlichen Großveranstaltung. Ist schon komisch, dass die Frage nach dem Doping bei der Fußball-Europameisterschaft 2008 fast völlig verschwiegen wird. Im Fußball hat man die Doping-Frage anscheinend erfolgreich zum Tabu gemacht…
Seit Wochen ist die EM in allen Medien Thema Nummer 1. Jede noch so nebensächliche Nebensächlichkeit wird zum interessanten Thema, wenn es nur irgendwie mit der Euro 2008 zu tun hat. Aber wie oft taucht das Thema Doping in der Berichterstattung auf? So gut wie nie. Im Vorfeld des Turniers gab es die üblichen Berichte, wie viele Kontrollen es geben wird und was dies kosten wird. Aber dann - kein Ton mehr.
Ins Endspiel der EM haben es Spanien und Deutschland geschafft. Aber hat man in den letzten Tagen einmal den Namen Eufemiano Fuentes gelesen oder etwas über die Uniklinik Freiburg gehört? Fuentes hat ca. 200 Sportler systematisch mit Dopingmitteln versorgt. Nur ca. 50-60 davon sind Radsportler. Der Rest verteilt sich wohl auf verschiedene andere Sportarten, bei denen es ums große Geld geht. Sicher sind auch Fußball-Spieler dabei, auch wenn bei den Untersuchungen da einiges seeehr seltsam abgelaufen ist…
Nein, ich möchte nicht behaupten, dass nur die Spanier gedopt sein könnten. Die sogenannten deutschen Tugenden waren schon immer, dass die Spieler unheimlich lang rennen konnten, ohne müde zu werden…
Nein, ich will auch niemand die Freude am Endspiel nehmen. Ich fände es nur unheimlich schade, wenn all die Autokorsos nur die Freude ausdrücken würden: Juhu, wir haben die besten Mediziner!
Herausragende kämpferische Leistung trotz deutlicher technischer Unterlegenheit führt letztlich zum verdienten Sieg
Mit großem unermüdlichem Einsatz wurde der fast schon nicht mehr für möglich gehaltene Erfolg nach langem schwerem Kampf doch noch geschafft. Auch wenn zeitweise fast schon Resignation erkennbar war, führte das erstklassige Durchhaltevermögen und der unbedingte Wille nie aufzugeben letztlich zu dem erhofften und dank unablässigem Einsatz sicher auch hochverdienten Ergebnis.
Am Wochenende hat ein Blitzeinschlag meine Telefonleitung, meinen Router und diverse technische Kleinigkeiten zerlegt.
Heute Abend habe ich es endlich geschafft, alles wieder so weit in Ordnung zu bringen. Zufrieden konnte ich mich zurücklehnen und das EM-Halbfinale ansehen, das aber mit diesem Text nicht das Geringste zu tun hat.
Bei all dem Jubel über das Erreichen des Halbfinals bei der Europameisterschaft sollte das Schicksal eines bedauernswerten jungen Mannes nicht vergessen werden:
Mario Gomez, zweiter der Bundesliga-Torschützenliste der vergangenen Saison (obwohl er bei 9 Spielen gefehlt hat), hat bisher bei der EM noch keine überragenden Kritiken bekommen.
Manch einer hat vermutet, dass die Gerüchte um einen Wechsel zum FC Bayern ihn in seiner Konzentration gestört haben könnten.
Ich selbst habe ein ganz anderes Problem gesehen: in den Vorrundenspielen der deutschen Mannschaft ist ein offener Kampf um einen Stammplatz entbrannt. Aber nicht um einen Stammplatz in der Nationalmannschaft, sondern um einen Platz im Bayern-Sturm der nächsten Saison.
In meinen Augen hat Miro Klose in den ersten Spielen alles daran gesetzt, seinen Kollegen in spe schlecht aussehen zu lassen: ungenaue, unerreichbare Zuspiele, verspätete Pässe ins Abseits, verweigerte Zuspiele…
Gomez hat tatsächlich schlecht ausgesehen in den Vorrundenspielen, aber er ist da vorne eben auf seine Mitspieler angewiesen. Und wenn die nicht mit ihm spielen wollen, sondern offensichtlich gegen ihn spielen… hm.
Im Halbfinale könnte das ganze plötzlich ganz anders aussehen: heute hat VfB-Manger Horst Held vermelden lassen: “Wir geben Gomez nicht ab“. Auch wenn Gomez angeblich schon einen Vorvertrag beim Wurstfabrikanten in München hat, bekommt er vom VfB keine Freigabe.
Wenn sich daran nichts ändert (Stichwort: Schmerzgrenze in 8-stelliger Höhe), hat Gomez also noch eine Saison lang Zeit, sich mit dem Liedgut der Toten Hosen auseinander zu setzen:
Mehr noch als für Mario Gomez, der beinahe einen riesigen Fehler gemacht hätte, freue ich mich für Miro Klose, der jetzt endlich nicht mehr gegen seinen Sturmpartner spielen muss.
Mag sein, dass “grottenschlecht” die gestrige Leistung der Deutschen Nationalmannschaft im Spiel gegen Kroatien nicht ausreichend beschreibt. Das Spiel war einfach so schlecht, dass ich es garnicht erwähnen wollte.
Wenn ich jetzt trotzdem darüber schreibe, dann liegt das nicht an den gefühlten 250 unnötigen Ballverlusten, sondern daran, dass einige Spaßvögel jetzt tatsächlich eine Trainerdiskussion beginnen möchten…
Z.B. die FAZ deutet so etwas an: “Theo Zwanziger hat Bundestrainer Joachim Löw nach dem 1:2 im zweiten Vorrundenspiel der Fußball-Europameisterschaft gegen Kroatien das Vertrauen ausgesprochen und Spekulationen um eine vorzeitige Trennung bei einem Ausscheiden nach der Vorrunden beendet.”
Jogi Löw war doch gestern der einzige im deutschen Tross, der eine einigermaßen normale Leistung ablieferte (vielleicht auch noch der Zeugwart). Gestern fiel Löw nicht einmal negativ auf, wie sonst manchmal:
Obwohl… Wenn schon Trainerdiskussion, dann aber gleich richtig: ich schlage Lothar Matthäus als Kandidaten Nr. 1 vor.
Endlich einmal wieder Interviews nach Spielschluss die es in sich haben. Der Loddar hat das richtig gut drauf:
Und bei der Nationalmannschaft hat man so etwas ja seit dem legendären “Rudi vs. Waldi”-Battle ja nicht mehr gehört.
Einen Wunsch wird man mir seitens des DFB ja sicher nicht erfüllen: ein Internationaler Trainer wird wohl nicht in Frage kommen, obwohl bisher alle Niederlagen deutscher Nationalmannschaften immer von einem deutschen Trainer zu verantworten waren.
Dabei wäre doch auch Giovanni Trapatoni derzeit zu haben…
“Was erlaube Schweinsteiger?” - mein Traum von guter Unterhaltung!
Peinlich ist, wenn irgendein Miroslaw Orzechowski, Vorstandsmitglied der national-katholischen Partei „Liga polnischer Familien“ PR durch Populismus will und Lukas Pocher Podolski den polnischen Pass entziehen will - obwohl er keinen hat.
Peinlicher ist, dass irgendein deutsches Schmierblatt diese dämliche Geschichte aufbauscht.
Am peinlichsten ist in meinen Augen aber, wenn man aus der dämlichen Geschichte über die dämliche Aussage eines nicht erwähnenswerten Politikers, ein “Peinliches Eigentor für Polen” konstruieren will.
Ist es denn ein Eigentor für Deutschland, wenn [Name eines beliebigen drittklassigen Deutschen Politikers hier einfügen] irgendeinen dämlichen Sommerloch-Kommentar abgibt?