Archiv für Glaube

Ganz weit weg - ganz nah da

Es wundert mich, dass ich immer nur nach Nachhilfe in Mathematik gefragt werde. Manchem würde auch Nachhilfe in Erdkunde ganz gut tun. Aktuelles Beispiel: die Leute von last.fm:

Wenn Baton Rouge, New York oder Sydney in meiner Nähe sind, was ist dann so richtig weit weg? Weiter als Sydney geht von mir aus gesehen doch (fast) nicht. Ich hätte doch auf “Weitere anzeigen” klicken sollen. Was wäre mir da wohl angeboten worden?

Vielleicht war das, was ich da auf last.fm gelesen habe, auch eher philosophisch gemeint.

Manchmal gibt es Tage (oder Wochen), da will man ganz weit weg. Egal wohin, New York, Sydney, egal - einfach ganz weit weg. Nur merkt man dann ganz schnell, dass man -egal wie weit man kommt- trotzdem nicht flüchten kann.

Vielleicht war das, was ich da auf last.fm gelesen habe, ein Fingerzeig auf den Gott an den ich glaube.

Dieser Gott verspricht immer ganz nah da zu sein.
Egal wie weit ich weg bin, egal wie es mir geht.
Gott will bei mir sein.

Ob ich sitze oder stehe, du weißt es,
du kennst meine Pläne von ferne.
Von allen Seiten umgibst du mich,
ich bin ganz in deiner Hand.
Fliege ich dorthin, wo die Sonne aufgeht,
oder zum Ende des Meeres, wo sie versinkt:
auch dort wird deine Hand nach mir greifen,
auch dort lässt du mich nicht los.

(aus Psalm 139)

Pharisäer und Zöllner (Lk 18,9-14)

Aus aktuellem Anlass:

Christian setzte sich und öffnete seine Bibel zur allmorgentlichen Stillen Zeit. Er las in Lukas 18,9-14 das Gleichnis vom Pharisäer und Zöllner:

“9 [Jesus] sagte aber zu einigen, die sich anmaßten, fromm zu sein, und verachteten die andern, dies Gleichnis: 10 Es gingen zwei Menschen hinauf in den Tempel, um zu beten, der eine ein Pharisäer, der andere ein Zöllner. 11 Der Pharisäer stand für sich und betete so: Ich danke dir, Gott, dass ich nicht bin wie die andern Leute, Räuber, Betrüger, Ehebrecher oder auch wie dieser Zöllner. 12 Ich faste zweimal in der Woche und gebe den Zehnten von allem, was ich einnehme. 13 Der Zöllner aber stand ferne, wollte auch die Augen nicht aufheben zum Himmel, sondern schlug an seine Brust und sprach: Gott, sei mir Sünder gnädig! 14 Ich sage euch: Dieser ging gerechtfertigt hinab in sein Haus, nicht jener.” (Lukas 18,9-14)

Christian dachte eine Weile über diesen Text nach. Dann beschloss er seine Stille Zeit mit einem Gebet: “Ich danke dir, Gott, dass ich nicht bin wie dieser Pharisäer”

The Way

Er hat seinen Engeln befohlen,
dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen,
dass sie dich auf den Händen tragen
und du deinen Fuß nicht an einen Stein stoßest.

(Psalm 91, 11-12)

Einfach so

Schön zu hören - gut zu wissen - wunderbar zu erfahren:

Es gibt keinen Gott

“Diese kleine Geschichte war vor einiger Zeit in einer bekannten englischen Tageszeitung zu finden:

Stell’ dir einmal eine große Mäusefamilie vor, deren Familienmitglieder alle in einem großen Klavier lebten, solange sie zurückdenken konnten. Ihre Klavierwelt war häufig erfüllt mit der wunderbaren Musik dieses Instrumentes - es war ein herrlicher, harmonischer Klang.

Zuerst waren die Mäuse davon ausgesprochen beeindruckt. Sie genossen die Musik und machten sich Gedanken, von wem sie wohl stammte. Ja, sie dachten gerne an den unsichtbaren Klavierspieler, den sie nicht sehen konnten, aber der ihnen doch so nahe sein musste.

Dann, eines Tages, machte sich eine besonders wagemutige Maus auf und erklomm die höher gelegenen Teile des Klaviers. Als sie von ihrem Ausflug zurückkehrte, war sie ganz in Gedanken versunken. Sie hatte herausgefunden, wie die Musik gemacht wird. Sie hatte das Geheimnis entdeckt: Metalldrähte ! Gespannte Metalldrähte verschiedener Länge zitterten und vibrierten und ließen so die Töne entstehen. So mussten die Mäuse ihren alten Glauben aufgeben: Keine der wirklich ernst zu nehmenden Mäuse konnte jetzt noch an den unsichtbaren Klavierspieler glauben.

Später sorgte eine andere Forschermaus für weitere Erklärungen. Jetzt waren kleine Hämmerchen das Geheimnis. Die Hämmerchen tanzten und sprangen auf den Metalldrähten. Diese neue Theorie war natürlich ein ganzes Stück komplizierter, aber sie zeigte besonders deutlich auf, in was für einer mechanischen und wissenschaftlichen Welt die Mäuse lebten. Der unsichtbare Klavierspieler wurde natürlich endgültig in die Welt der Märchen und Sagen verbannt.

Aber der Klavierspieler machte weiter seine wunderschöne Musik.”

(Rainer Haak)

Gedanken zu Pfingsten

Ich bin gefragt worden: Was ist eigentlich Pfingsten?

Mehr oder weniger umständlich habe ich versucht zu erklären, worum es an Pfingsten geht. Die Reaktion war ein paar große Augen und die Frage: “Gell, du weißt es auch nicht?!”

Dann ist mir eine Andacht eingefallen, die ich vor ein paar Jahren an Pfingsten im Radio gehört habe:

“Warum verstehen wir einander oft so schlecht? Warum gibt es Konflikte, auch wenn keiner dem anderen bös will? Warum sprechen wir überhaupt verschiedene Sprachen?

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Gott und Fußball

Nee, ich will mich nicht darüber auslassen, ob der Auftritt der Bayern im “Fiat-Punto-Cup” UEFA-Cup gestern so richtig peinlich war, oder ob es der ultimative Prototyp für Bayern-Dusel war oder was auch immer.

Ich hab nur einen Satz aus einem Kahn-Interview aufgeschnappt und mir darüber Gedanken gemacht:

Frage: Es scheint so, als hätte jemand etwas dagegen gehabt, dass ihre internationale Karriere auf diesem Hinterhof des Fußballs endet …

Kahn: Das Gefühl hatte ich auch. Der liebe Gott wollte nicht, dass wir hier ausscheiden.

(Spiegel online)

Mir ist Oliver Kahn bisher nicht als gläubiger Mensch aufgefallen. Aber auch wenn die Antwort mehr als nur eine leere Phrase sein sollte, möchte ich doch widersprechen:

Ich finde es schwer zu glauben, dass Gott sich darum kümmert, wer ein Fussballspiel gewinnt.

Déjà Vu

Bei Daily Ivy bin ich heute Morgen auf diese Zeichnung gestoßen: Eiertage

Irgendwo hab ich so etwas ähnliches schon mal gesehen…
Zumindest ist es schon komisch, dass mir dabei sofort das hier eingefallen ist…

Dabei haben Ostern und Weihnachten doch gar nichts miteinander zu tun, oder!?

“Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat. Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richtet, sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird.”

(Johannes 3, 16-17)

Zitat des Tages

Der schönste Dank für Gottes Gaben besteht darin,
dass man sie weitergibt.

(Michael von Faulhaber)

Heilige drei Könige

Das Jahr 2008 fängt ja gut an: gleich der zweite Feiertag des Jahres fällt auf einen Sonntag und fällt damit als Feiertag aus (Anmerkung: der 6. Januar ist bei uns in Baden-Württemberg ein gesetzlicher Feiertag).

Aber egal ob zusätzlicher freier Tag oder nicht - auf jeden Fall steht bei mir im Kalender heute “Heilige Drei Könige”.

Dieser kirchliche Feiertag ist - vor allem wegen seinem Namen - ein guter Grund, mal wieder die Bibel aufzuschlagen und darin zu lesen. Es ist nämlich sehr interessant festzustellen, dass die wohlbekannten “Heiligen drei Könige” tatsächlich weder “heilig”, noch “drei”, noch “Könige” waren. Zumindest ist darüber in der Bibel nichts zu finden. Und woher sonst sollten wir Details über sie kennen?

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